07.08.2019 | Presseinfo Nr. 42

#MitArbeit schafft Chancen für Langzeitarbeitslose

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben seit Anfang des Jahres die Möglichkeit, die Förderinstrumente „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ (§16i SGB II) und „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ (§16e SGB II) zu nutzen, um Lohnkostenzuschüsse bei der Einstellung von Menschen zu erhalten, die als langzeitarbeitslos gelten. Zwei Arbeitgeber, die diese Förderungsmöglichkeiten bereits nutzen, sind das Zentrum für Arbeit und Bildung (ZAB) und das Mehrgenerationenhaus in Frankenthal.

Beide Betriebe standen auf der Reiseroute von Heidrun Schulz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland, die regelmäßig in den beiden Bundesländern unterwegs ist, um sich vor Ort über aktuelle Themen auszutauschen. Gemeinsam mit Anja Hölscher, Geschäftsführerin des Jobcenters Vorderpfalz-Ludwigshafen, und Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen, besuchte sie am 5. August zunächst das ZAB und dann das Mehrgenerationenhaus, um sich dort bei den Geschäftsführungen über die Erfahrungen mit den beiden Fördermöglichkeiten zu informieren. Sowohl im ZAB als auch im Mehrgenerationenhaus sind bereits mehrere Personen beschäftigt, die über das Teilhabechancengesetz gefördert werden. „Der Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit ist mit vielen Stolpersteinen gepflastert. Daher ist es wichtig, Unternehmen über die Möglichkeiten der Beschäftigung und Förderung zu informieren. Je länger die Menschen arbeitslos sind, desto schwieriger ist der Weg zurück in Arbeit. Wir möchten ihnen die Chance geben, wieder am Arbeitsleben teilhaben zu können“, sagt Heidrun Schulz, die vor Ort auch mit einer geförderten Mitarbeiterin intensiv reden konnte.

„Wer eine große Lücke im Lebenslauf hat, hat es leider oft schwer, mit einer Bewerbung zu überzeugen. Mit dem Teilhabechancengesetz haben Frauen und Männer die Möglichkeit, wieder einen Fuß in die Tür einer Firma zu bekommen und dort dann im Arbeitsalltag zu überzeugen“, meint Daniel Lips. Das Gesetz ermöglicht die Bezuschussung der Lohnkosten von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen. Die Höhe der Förderung hängt davon ab, wie lange die eingestellte Person zuvor arbeitslos war. Doch nicht nur die Arbeitgeberseite profitiert von der neuen Regelung: „Um den Menschen nach Jahren der Arbeitslosigkeit den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern, haben sie die Möglichkeit, Coachings und Weiterbildungsangebote zu nutzen, die dabei helfen, in der Arbeitswelt schnell wieder anzukommen“, erklärt Anja Hölscher. Sie möchte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zudem ermutigen, bei der Suche nach Personal auch mal diesen Weg ins Auge zu fassen. „Viele haben Probleme ihre Stellen zu besetzen. Warum sollte man es nicht einmal mit einer Förderung von Langzeitarbeitslosen verbinden? Unser Arbeitgeberservice zeigt Interessierten gerne die Möglichkeiten auf.“

Wer sich zum Teilhabechancengesetz beraten lassen möchte, kann unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20 Kontakt mit dem Arbeitgeberservice aufnehmen.