30.09.2019 | Presseinfo Nr. 50

Der Arbeitsmarkt im September 2019

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen zeigt sich der Arbeitsmarkt nach wie vor von seiner stabilen Seite. Mit 13.665 Personen waren im September 397 weniger arbeitslos gemeldet als im August, allerdings 1.026 Menschen mehr als vor einem Jahr.
 

Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 Prozentpunkte und liegt nun bei 5,9 Prozent. Die Entwicklung bezogen auf den Vorjahresvergleich zeigt sich auch in den beiden Rechtskreisen. Der Anstieg in der Arbeitslosenversicherung (+15 Prozent) ist deutlicher als der Anstieg in der Grundsicherung (+4,4 Prozent).

Im September haben sich 3.574 Personen neu arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig konnten 3.973 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 57 mehr als im August. „Der Anstieg bei Kunden der Arbeitsagentur im Vergleich zum Vorjahr lässt zwar eine leichte Eintrübung am regionalen Arbeitsmarkt erkennen, dieser hält allerdings noch dagegen und bietet weiterhin gute Jobmöglichkeiten für Frauen und Männer. Mit unseren Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten unterstützen wir sowohl unsere Kundinnen und Kunden bei der Rückkehr in den Beruf als auch Arbeitgeber bei der Besetzung ihrer freien Stellen“, erklärt Jeanette Pandza, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

 

Stellen und Ausbildungsmarkt

Auch wenn im September weniger Stellen gemeldet wurden als im Vormonat, insgesamt waren es mit 804 Jobmöglichkeiten 53 weniger als im August, besteht bei den Firmen der Region weiterhin ein hoher Bedarf an Personal. Insgesamt befinden sich im Bestand der Arbeitsagentur aktuell 4.405 Stellen. Die Bereiche, in denen verstärkt Arbeitskräfte gesucht werden, sind: Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheit- und Sozialwesen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz sowie der Einzelhandel und das Baugewerbe.

Die Bilanz des Ausbildungsmarkts im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen für das Jahr 2018/19 wird am Mittwoch, 30. Oktober, vorgestellt.

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung bildet zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen ab, die nicht als arbeitslos eingestuft werden, weil sie zum Beispiel an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Hier zeigt sich im September ein leichter Rückgang auf 8,0 Prozent.

 

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwighafen waren im September 7.505 Personen arbeitslos gemeldet, 202 Menschen weniger als im Vormonat. In Bezug auf das Vorjahr ist aber auch hier der gleiche Trend wie im gesamten Agenturbezirk erkennbar, denn es sind 665 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. 2.172 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 13 weniger als im August. Im gleichen Zeitraum haben sich 1.969 Personen arbeitslos gemeldet, 154 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent.

 

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal bleibt weiterhin stabil. Mit 2.080 Arbeitslosen waren im September 45 Personen weniger gemeldet als im August, allerdings 160 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt leicht um 0,1 Prozentpunkte und liegt nun bei 5,5 Prozent. 579 Personen haben sich in den letzten vier Wochen arbeitslos gemeldet, 28 weniger als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 618 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, genauso viele wie im August. „Aktuell verzeichnen wir auf dem Arbeitsmarkt eine sehr stagnierende Situation. Unklare Bedrohungen für den Arbeitsmarkt wie der Brexit, das Handelsverhältnis zwischen den USA und China oder die aktuelle Zinspolitik führen zu starker Zurückhaltung“, beschreibt Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal die aktuelle Lage.

Die Arbeitgeber in der Region sind daher bei der Meldung neuer Stellen etwas verhaltener.  140 neue Jobmöglichkeiten konnte der Arbeitgeberservice im September entgegennehmen, 48 weniger als im Vormonat und 254 weniger als im Vorjahr. Insgesamt umfasst der Bestand aktuell 587 Stellen, 26 weniger als im August. Davon sind 470 in der Stadt Frankenthal angesiedelt.  

 

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Im September waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer 2.566 Arbeitslose registriert, 134 weniger als im Vormonat, allerdings 115 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist um 0,2 Prozentpunkte gesunken und liegt nun bei 4,6 Prozent.

638 Personen haben sich in den letzten vier Wochen arbeitslos gemeldet, 116 weniger als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 775 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 56 mehr als im August. „Erfreulich ist, dass vor allem junge Menschen unter 25 Jahren wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten“, berichtet Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer. „Bei aller Freude über die Integrationserfolge der Jugendlichen dürfen wir aber auch nicht Personen über 50 Jahre vergessen. Derzeit liegt der Anteil der gemeldeten Arbeitslosen ab 50 Jahren bei 37,3 Prozent. Diese Personengruppe punktet besonders mit Wissen und Erfahrung, womit sie jedes Unternehmen im Arbeitsalltag bereichern. Daher sollten Firmen auch diesen Menschen eine Chance geben und sie im Bewerbungsprozess berücksichtigen“, meint Kuzmanovic.

Denn der Bedarf an Personal ist nach wie vor hoch. Arbeitgeber haben im September mit 245 neuen Stellen 9 mehr gemeldet als im Vormonat. Insgesamt umfasst der Bestand aktuell 1.024 Stellen, 71 mehr als im August. „Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt in Speyer trotz der unklaren Konjunkturentwicklung relativ stabil. Wir rechnen weder mit einem starken Anstieg noch mit einem großen Rückgang. Um auf den Abschwung der Konjunktur angemessen zu reagieren, bieten wir sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber unterschiedliche Förderinstrumente an. So möchten wir unter anderem Langzeitarbeitslosen oder Menschen ohne Berufsabschluss unter die Arme greifen, um deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich zu verbessern“, erklärt Kuzmanovic.