03.01.2020 | Presseinfo Nr. 1

Der Arbeitsmarkt im Dezember 2019

Das gerade zu Ende gegangene Jahr 2019 hat sich mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit verabschiedet. Im Dezember waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen 13.893 Personen arbeitslos gemeldet, 475 mehr als im November und 1.948 mehr als vor einem Jahr, was einem Anstieg von 16,3 Prozent entspricht. Damit befinden wir uns weiterhin auf dem Niveau des Jahres 2016.

Der Anstieg verteilt sich fast gleichmäßig auf die beiden Rechtskreise. Bei der Agentur für Arbeit waren im Dezember 5.250 Personen gemeldet, 216 mehr als im Vormonat. Beim Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen waren 8.643 Arbeitslose registriert, 259 mehr als im November. Diese Entwicklung ließ auch die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent steigen. Vor einem Jahr betrug diese noch 5,2 Prozent.

Während sich im Dezember 3.613 Personen arbeitslos meldeten, 194 mehr als im Vormonat, konnten 3.129 ihre Arbeitslosigkeit beenden, 472 weniger als im November. „Im Dezember haben wir in allen Personengruppen einen Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Wie in den vorangegangenen Monaten machte sich auch zum Jahresende die etwas schwächelnde regionale Konjunktur bemerkbar. Arbeitegber sind weiterhin verhaltener, wenn es darum geht, neues Personal einzustellen. Das zeigt sich an den Meldungen neuer Arbeitsstellen, die auch im Dezember geringer ausgefallen sind als im Vormonat. Ein Schwerpunkt für dieses Jahr wird daher in der Beratung von Arbeitgebern liegen, die auf zahlreiche Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit und des Jobcenters zurückgreifen können, um zum Beispiel bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter Unterstützung zu erhalten. Dies ermöglicht unter anderem das Qualifizierungschancengesetz. Ebenso möchten wir weiterhin die Langzeitarbeitslosigkeit reduzieren. Hier bietet das Teilhabechancengesetz tolle Unterstützungsmöglichkeiten für Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslosen eine Chance geben, wieder  in der Arbeitswelt Fuß zu fassen“, erklärt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

 

Stellen

552 neue Stellen wurden im Dezember gemeldet, 37 weniger als im Vormonat und 299 weniger als vor einem Jahr. Dies lässt auch den Bestand etwas schrumpfen. Dort befinden sich aktuell 3.208 Jobmöglichkeiten, 261 weniger als im November und 1.420 weniger als vor einem Jahr. Die meisten offenen Stellen entfallen auf den Bereich Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung.

Jahresrückblick 2019

Der Rückgang bei den Arbeitsstellen ist auch im Jahresvergleich deutlich feststellbar.

So wurden 2019 insgesamt 9.608 Stellen gemeldet, 3.049 weniger als im Jahr davor. 

13.596 Personen waren im gerade zu Ende gegangenen Jahr durchschnittlich arbeitslos gemeldet, 672 mehr als im Jahresdurchschnitt 2018. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug mit 5,9 Prozent 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. „Erfreulich ist allerdings, dass im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit der Jahresdurchschnitt gesenkt werden konnte. So waren durchschnittlich 4.130 Langzeitarbeitslose gemeldet, 185 weniger als im Jahresdurchschnitt 2018“, sagt Lips.


Vorschau 2020

Die ersten Arbeitsmarktzahlen des Jahres 2020 präsentiert Daniel Lips gemeinsam mit Heidrun Schulz, Vorsitzender der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland, bei einer Pressekonferenz am 30. Januar in der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. Neben den aktuellen Entwicklungen am regionalen Arbeitsmarkt wird ein Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit der Arbeitsagenturen in der Metropolregion Rhein-Neckar und der gemeinsamen Veranstaltung „Fachtagung Pflege“ am 18. Februar 2020 liegen.

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung bildet zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen ab, die nicht als arbeitslos eingestuft werden, weil sie zum Beispiel an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Im Dezember stieg die Unterbeschäftigungsquote um 0,2 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent.

 

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwigshafen waren im Dezember 7.744 Personen arbeitslos gemeldet, 318 mehr als im Vormonat. 1.724 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 246 weniger als im November. Im gleichen Zeitraum haben sich 2.055 Personen arbeitslos gemeldet, 183 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent.

 

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal hat sich zum Jahresende 2019 weiterhin als recht stabil erwiesen. Im Dezember waren mit 2.082 Personen lediglich 50 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent. Im Dezember haben sich 515 Personen arbeitslos gemeldet, 4 mehr als im November. Im gleichen Zeitraum konnten 463 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 79 weniger als im Vormonat.

„Die Zahl der Arbeitslosen ist in Frankenthal jahreszeitlich bedingt leicht angestiegen. Im Dezember suchen vor allem saisonabhängige Unternehmen, beispielsweise Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Hotel- und Gastgewerbe, weniger Personal. Weitere Faktoren, die zu einer vorübergehenden Erhöhung der Arbeitslosenzahl führen, sind Kündigungstermine zum Jahresende, das Auslaufen des Weihnachtsgeschäftes und das Ende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Ausbildungsgänge“, erläutert Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal, und ergänzt: „Allerdings brachte die für einen Winter bisher relativ milde Witterung im Dezember weniger Arbeitseinschränkungen in den Außenberufen, insofern fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit niedriger aus als erwartet.“

So ist auch der Bedarf an Personal im Dezember wieder leicht gestiegen, was die gemeldeten Arbeitsstellen verdeutlichen. Arbeitgeber in der Region haben 181 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 50 mehr als im November. Insgesamt umfasst der Bestand aktuell 498 Stellen. Von diesen Jobmöglichkeiten sind 423 in der Stadt Frankenthal angesiedelt.  

 

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Leichter Anstieg zum Jahresende 2019 im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer: Im Dezember waren mit 2.541 Personen 72 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. Im Dezember haben sich 664 Personen arbeitslos gemeldet, 18 mehr als im November. Im gleichen Zeitraum konnten 589 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 77 weniger als im Vormonat. „Es ist ein kleiner Unterschied in Bezug auf die beiden Rechtskreise erkennbar. Die anteilige Arbeitslosenquote bei der Agentur für Arbeit stieg im Vergleich zum Vorjahr mit aktuell 1.140 arbeitslosen Personen von 1,7 Prozent auf 2,0 Prozent, während beim Jobcenter die anteilige Arbeitslosenquote mit 1.401 Arbeitslosen wie im Vorjahr bei 2,5 Prozent liegt“, erklärt Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer.

Der Bedarf an Personal fiel erneut etwas verhaltener aus.  Arbeitgeber in der Region haben im Dezember 112 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 32 weniger als im November. Insgesamt umfasst der Bestand aktuell 789 Stellen, 52 weniger als im Vormonat. „Die Personengruppe zwischen 50 und 65 Jahren nimmt mit 38,2 Prozent wieder den größten Anteil an allen arbeitslos gemeldeten Menschen ein. Um dem drohenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften entgegenzuwirken, ist es für alle Arbeitsmarktpartner wichtig, auch die Kompetenzen älterer Mitarbeiter gezielt einzusetzen und weiterzuentwickeln“, rät Kuzmanovic sich über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten der Agentur für Arbeit und des Jobcenters zu informieren.

 

Videobotschaften zum Arbeitsmarkt auf Twitter

Vor lauter Zahlen wird Ihnen ganz schwindelig? Kein Problem: Schauen Sie einfach auf dem Twitter-Account von Daniel Lips, Chef der Arbeitsagentur Ludwigshafen, vorbei. Auf seiner Seite „@DanielLips2“ (einfach QR-Code scannen) fasst er in Videobotschaften das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt in Kürze und leicht verständlich zusammen.