30.01.2020 | Presseinfo Nr. 3

Der Arbeitsmarkt im Januar 2020

Die ersten Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2020 spiegeln den üblichen saisonalen Anstieg wider. So waren im Januar im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen 14.748 Personen arbeitslos gemeldet, 855 mehr als im Dezember und 1.537 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent. Damit ist die Zahl der Arbeitslosen auf dem Niveau des Jahres 2014 angekommen, als 14.761 Menschen arbeitslos waren.

„Eine Steigerung der Arbeitslosigkeit ist für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Einerseits liegt dies daran, dass einige Arbeitsverträge zum Jahresende auslaufen, andererseits wird in den Wintermonaten in den witterungsabhängigen Berufen weniger Personal benötigt“, erklärt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

Der größte Anstieg fiel in den Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit. Hier waren im Januar mit 5.911 Personen 661 mehr registriert als im Vormonat. Beim Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen, das für die Grundsicherung zuständig ist, waren 8.837 Frauen und Männer gemeldet, 194 mehr als im Dezember.

3.808 Frauen und Männer haben sich im Januar arbeitslos gemeldet, 195 mehr als im Dezember. Im gleichen Zeitraum konnten 2.946 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 183 weniger als im Vormonat.

 

Stellen

Arbeitgeber in der Region sind weiterhin verhalten, wenn es um die Meldungen neuer Stellen geht. Im Januar konnte der Arbeitgeber-Service 476 Jobmöglichkeiten entgegennehmen, 76 weniger als im Vormonat. Die meisten Stellen wurden zu Jahresbeginn in den Bereichen Einzelhandel, Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften sowie Gesundheit und Sozialwesen gemeldet. Der Bestand verringert sich dadurch um 211 Stellen auf aktuell 2.997. „Qualifizierung ist ein Thema, das wir dieses Jahr stark im Fokus haben. Wir möchten Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer und Arbeitslose über unsere Fördermöglichkeiten informieren und für die Thematik des lebenslangen Lernens sensibilisieren. Die Arbeitswelt ist im stetigen Wandel. Viele Berufsfelder verändern sich durch Digitalisierung und Technik. Daher ist es wichtig, sich diesen Änderungen nicht zu verschließen, sondern diese mitzugehen, indem man sich weiterbildet. Die Arbeitsagentur und das Jobcenter können hierbei unterstützen“, sagt Lips.

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung bildet zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen ab, die nicht als arbeitslos eingestuft werden, weil sie zum Beispiel an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Im Januar stieg die Unterbeschäftigungsquote um 0,2 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent.

 

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwigshafen waren im Januar 8.158 Personen arbeitslos gemeldet, 414 mehr als im Vormonat. 1.633 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 91 weniger als im Dezember. Im gleichen Zeitraum haben sich 2.044 Personen arbeitslos gemeldet, 11 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent.

 

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Leichter Anstieg auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal: Im Januar waren mit 2.212 Personen 130 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. „Obwohl es im Januar durch Freisetzungen in saisonabhängigen Bereichen der Wirtschaft und durch das Auslaufen von Zeitverträgen erwartungsgemäß zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen kam, zeigte sich der regionale Arbeitsmarkt weiterhin von seiner stabilen Seite “, sagt Sandrina Lederer, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

So haben im Januar 480 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beendet, 17 mehr als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum haben sich 611 Personen arbeitslos gemeldet, 96 mehr als im Dezember. „Gemeinsam mit vielen Partnern werden wir auch in diesem Jahr versuchen, die Integration dieser Menschen in die Arbeits- und Ausbildungswelt voranzutreiben. Hierzu ist es wichtig, über unser vielfältiges Angebot an Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren, von dem sowohl Arbeitslose als auch Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren können“, erklärt Lederer.

Obwohl der Bedarf an Personal saisonbedingt ebenfalls wieder etwas zurückgegangen ist, ist der Bestand an Stellen gewachsen. Arbeitgeber haben mit 127 neuen Jobmöglichkeiten zwar 54 weniger gemeldet als im Dezember, aber der Bestand umfasst aktuell 528 Stellen, 30 mehr als im Vormonat. Von diesen Jobmöglichkeiten sind 452 in der Stadt Frankenthal angesiedelt. 

 

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Leichter Anstieg im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer: Im Januar waren mit 2.728 Personen 187 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent. „Eine Steigerung der Arbeitslosenquote ist für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich und lässt sich durch witterungsbedingte beziehungsweise saisonale Einflüsse erklären“, erläutert Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer.

Im Januar haben sich 702 Personen arbeitslos gemeldet, 38 mehr als im Dezember. Im gleichen Zeitraum konnten 508 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 81 weniger als im Vormonat. „Im Vergleich zum Vormonat ist der Zugang von Menschen, die 55 Jahre und älter sind, erheblich gestiegen. Während sich im Dezember 2019 insgesamt 91 Personen aus diesem Altersspektrum arbeitslos gemeldet hatten, waren es in diesem Monat 131 Personen. Unser Ziel ist es, mit passenden Angeboten den Weg in ein neues Arbeitsverhältnis zeitnah zu ermöglichen“, sagt Kuzmanovic.

Der Bedarf an Personal ist weiterhin rückläufig. So wurden im Januar von Arbeitgebern in der Region 68 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 44 weniger als im Dezember. Insgesamt umfasst der Bestand aktuell 709 Stellen, 80 weniger als im Vormonat.

 „Aufgrund der konjunkturellen Situation zeigen sich die Arbeitgeber verhalten, sodass Unternehmen zwar ihr Personal halten, aber von Neueinstellungen absehen“, berichtet Kuzmanovic.

 

Videobotschaften zum Arbeitsmarkt auf Twitter

Vor lauter Zahlen wird Ihnen ganz schwindelig? Kein Problem: Schauen Sie einfach auf dem Twitter-Account von Daniel Lips, Chef der Arbeitsagentur Ludwigshafen, vorbei. Auf seiner Seite „@DanielLips2“ fasst er in Videobotschaften das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt in Kürze und leicht verständlich zusammen.