28.02.2020 | Presseinfo Nr. 6

Der Arbeitsmarkt im Februar 2020

Gesamtzahl, Quote und Bewegung
Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Februar im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigsha-fen von seiner stabilen Seite. Mit 14.766 Arbeitslosen waren lediglich 18 Personen mehr arbeitslos gemeldet als im Januar. Die Arbeitslosenquote beträgt somit weiter-hin 6,4 Prozent.

Dennoch gab es am Arbeitsmarkt einige Dynamik. So haben sich im Februar 3.669 Personen arbeitslos gemeldet, 139 weniger als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 3.643 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 697 mehr als im Januar.  „Der regionale Arbeitsmarkt ist nach wie vor stabil. Wenn man den Zugang an Arbeitslosen mit der Zahl des Vorjahres vergleicht, so bedeutet dies lediglich einen Anstieg um 3,9 Prozent. Zieht man den Vergleich in Bezug auf den Abgang so wird deutlich, dass seit Jahresbeginn knapp 400 Personen mehr ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten als vor einem Jahr, was einem Anstieg von 6,4 Prozent entspricht. Der Bedarf an Personal wird in den kommenden Monaten auch wieder zunehmen, das ist bereits im Februar erkennbar gewesen, da wieder mehr Stellen gemeldet wurden als noch im Januar“, erklärt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

Stellen

Die Arbeitgeber in der Region haben dem Arbeitgeber-Service 737 Jobmöglichkeiten gemeldet, 261 mehr als im Vormonat, was einem Anstieg von 54,8 Prozent entspricht. Mit 311 Vakanzen entfiel die große Mehrheit auf den Bereich sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, aber auch in den Bereichen Einzelhandel und Öffentliche Verwaltung werden händeringend Mitarbeitende gesucht. „Wir sind im steten Austausch mit den Arbeitgebern, um ihnen unsere vielfältigen Fördermöglichkeiten näherzubringen. Die Möglichkeit, Beschäftigte eines Unternehmens auf einen anderen Arbeitsplatz im Betrieb weiterzubilden, kann eine Chance sein, in der Folge einem Arbeitslosen eine Stelle zu vermitteln“, meint Lips.

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung bildet zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen ab, die nicht als arbeitslos eingestuft werden, weil sie zum Beispiel an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Im Februar liegt die Unterbeschäftigungsquote stabil bei 8,5 Prozent.

 

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwigshafen waren im Februar 8.165 Personen arbeitslos gemeldet, 7 mehr als im Vormonat. 2.052 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 419 mehr als im Januar. Im gleichen Zeitraum haben sich 2.064 Personen arbeitslos gemeldet, 20 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 8,9 Prozent.

 

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal kam es im Februar erneut zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit: Mit 2.264 Personen waren 52 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent. „Der Trend der letzten Monate setzt sich fort. Die anhaltende konjunkturelle Schwäche hinterlässt weiterhin Spuren am Arbeitsmarkt“, erläutert Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal, und ergänzt: „Wirtschaftliche Unsicherheiten wie die Auswirkungen durch das Coronavirus, Umstrukturierungen in Großunternehmen, der Handelsstreit zwischen China und den USA sowie die Nachwirkungen des Brexit führen zu Zurückhaltung im Einstellungsverhalten der hiesigen Unternehmen.“ 

Dies belegt auch ein Blick auf die neu gemeldeten Stellen, bei dem deutlich wird, dass der Bedarf an Personal weiterhin auf dem Niveau des Vormonats rangiert. Mit 123 Stellenmeldungen wurden lediglich 4 weniger registriert als im Januar. Der Bestand umfasst aktuell 505 Stellen, 23 weniger als im Vormonat. Von diesen Jobmöglichkeiten sind 429 in der Stadt Frankenthal angesiedelt. 

Im Februar haben 550 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beendet, 70 mehr als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum haben sich 592 Personen arbeitslos gemeldet, 19 weniger als im Januar.

„Im Vorjahresvergleich ist besonders der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Männern auffällig, der 25 Prozent beträgt, bei den Frauen liegt der Anstieg lediglich bei 0,4 Prozent. Die oben beschriebenen Hintergründe betreffen vor allem Branchen, in denen vornehmlich männliche Arbeitskräfte tätig sind wie beispielsweise Lager, Logistik und Produktion“, sagt Lenke.

 

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Leichter Rückgang im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer: Im Februar waren mit 2.705 Personen 23 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent. „Zum Jahresbeginn steigt die Arbeitslosenquote saisonbedingt üblicherweise an. Hiervon zeigte sich der Speyerer Arbeitsmarkt jedoch unbeeindruckt“, erläutert Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer, und ergänzt: „Die hohen Abgangszahlen konnten die Zugänge in Waage halten.“ So haben sich im Februar 621 Personen arbeitslos gemeldet, 81 weniger als im Januar. Im gleichen Zeitraum konnten 637 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 129 mehr als im Vormonat.

Der Bedarf an Personal ist im Februar wieder deutlich gestiegen. Mit 207 neuen Stellen wurden dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit 139 Stellen mehr gemeldet als im Januar, was einem Anstieg von 204,4 Prozent entspricht. Insgesamt umfasst der Bestand aktuell 697 Jobmöglichkeiten, 12 weniger als im Vormonat. „Der Bedarf an Arbeitskräften steigt nach den Wintermonaten wieder an. Wir vermuten, dass sich dieser Trend in den Folgemonaten fortsetzen wird“, sagt Kuzmanovic.

 

Videobotschaften zum Arbeitsmarkt auf Twitter

Vor lauter Zahlen wird Ihnen ganz schwindelig? Kein Problem: Schauen Sie einfach auf dem Twitter-Account von Daniel Lips, Chef der Arbeitsagentur Ludwigshafen, vorbei. Auf seiner Seite „@DanielLips2“ fasst er in Videobotschaften das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt in Kürze und leicht verständlich zusammen. In diesem Monat wartet zusätzlich noch eine Überraschung auf Sie: In vier Grafiken werden verschiedene arbeitsmarktpolitische Themen beleuchtet. Seien Sie gespannt.