04.01.2019 | Presseinfo Nr. 2

Arbeitsmarktbericht Dezember 2018 Frankenthal

Leichter Anstieg zum Abschluss des Jahres 2018: Im Dezember waren im Bezirk der Geschäftsstelle Frankenthal 1.818 Menschen arbeitslos gemeldet, 47 mehr als im Vormonat, jedoch 221 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent gestiegen, vor einem Jahr lag sie bei 5,4 Prozent.
544 Frauen und Männer haben sich in den vergangenen vier Wochen arbeitslos gemeldet, 22 mehr als im Vormonat. 504 Personen konnten im gleichen Zeitraum ihre Arbeitslosigkeit beenden, 19 weniger als im November.
 
„Die Zahl der Arbeitslosen ist in Frankenthal jahreszeitlich bedingt leicht angestiegen. Im Dezember suchen vor allem saisonabhängige Unternehmen, beispielsweise Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Hotel- und Gastgewerbe, weniger Personal. Weitere Faktoren, die zu einer vorübergehenden Erhöhung der Arbeitslosenzahl führen, sind Kündigungstermine zum Jahresende, das Auslaufen des Weihnachtsgeschäftes und das Ende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Ausbildungsgänge“, erläutert Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal, und ergänzt: „Allerdings brachte die für einen Winter bisher relativ milde Witterung im Dezember weniger Arbeitseinschränkungen in den Außenberufen, insofern fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember im Vergleich zum Vorjahr nochmals niedriger aus.“ Dies wird auch am Jahresdurchschnittswert deutlich. 2018 waren durchschnittlich 1.972 Menschen arbeitslos gemeldet, 156 weniger als im Jahr davor.
 
Die Nachfrage nach Arbeitskräften entwickelte sich im Dezember im Vergleich positiv. 183 neue Stellen konnte der Arbeitgeber-Service im Dezember entgegennehmen, 66 weniger als im Vormonat, aber 43 mehr als vor einem Jahr. Aktuell befinden sich somit 551 Jobmöglichkeiten im Bestand, von denen 453 in der Stadt Frankenthal angesiedelt sind.
Seit Januar 2018 wurden insgesamt 2.455 Arbeitsstellen gemeldet, 710 mehr als im Vorjahreszeitraum.
 
„Vor dem Hintergrund starker Bewegung am Arbeitsmarkt und steigender Zahlen von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten müssen wir in 2019 insbesondere auf die Menschen schauen, die es aufgrund von Hemmnissen schwerer haben, wieder in Arbeit zu kommen. Hierzu gehören insbesondere Menschen, denen Qualifikationen fehlen, die von gesundheitlichen Einschränkungen betroffen sind und die bereits eine längere Zeit arbeitslos sind. Aus Sicht der Agentur für Arbeit werden wir weiter intensiv und mit besonderem Blick auf diese Personengruppen daran arbeiten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenzubringen, wobei uns die Qualifizierung von Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung ein besonderes Anliegen ist“, sagt Lenke.