Respektvoller Umgang ist wichtig

Arbeits- und Sozialminister Alexander Schweitzer plädiert beim Besuch des Jobcenters Vorderpfalz-Ludwigshafen für Respekt und Wertschätzung gegenüber Beschäftigten im Öffentlichen Dienst.

31.05.2023 | Presseinfo Nr. 21

Bedrohungen, Beleidigungen oder gar körperliche Gewalt – für viele Beschäftigte in den Jobcentern und Arbeitsagenturen sowie der Sozialverwaltung gehört dies zum Alltag. „Das können und dürfen wir niemals tolerieren“, erklärte Arbeits- und Sozialminister Alexander Schweitzer vergangene Woche bei seinem Besuch im Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen, der anlässlich der Aktionstage „Respekt. Bitte!“ der Landesregierung Rheinland-Pfalz stattfand. Dass solche Aktionstage immer noch wichtig sind, zeigte sich im Gespräch mit der Geschäftsführung und den Beschäftigten des Jobcenters. „Es vergeht leider kein Jahr ohne Hausverbote, das Gewaltpotenzial nimmt weiterhin zu und somit auch die Bedrohungssituationen. Wir nehmen dieses Thema sehr ernst und versuchen mit verschiedenen Maßnahmen unsere Mitarbeitenden bestmöglich zu schützen und zu unterstützen. Denn selbst verbale Attacken hinterlassen ihre Spuren“, berichtete Alexander Hornschuch, operativer Geschäftsführer des Jobcenters. 

So wurde beispielsweise bereits 2010 das Team „Soforthelfer bei psychischen Belastungen“ gegründet und ins Sicherheitskonzept integriert. Dank entsprechender Schulungen helfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Kolleginnen und Kollegen nach schwierigen Gesprächen mit Kunden und Bedrohungssituationen. „Oftmals hilft es einfach, mit jemandem über die Situation zu sprechen, sich die Belastung von der Seele zu reden“, erklärte Marion Klingmann, die eine von fünf Soforthelfern ist.  Sie verlasse sich dabei auf ihre Intuition, wichtig sei einfach, „dass man mit Kopf und Herz dabei ist, um dem anderen bestmöglich helfen zu können“, sagte Klingmann.

Während der Tonfall bei einigen Kunden während der Corona-Pandemie leider oftmals etwas schärfer wurde, kam es aber auch zu netten und wertschätzenden Begegnungen. „Wir haben viele Schreiben von Kunden bekommen, die sich bei uns für die Hilfe bedankt haben“, erzählte Georgios Mayer, der im Jobcenter in der Leistungsabteilung arbeitet. 

Bei allen Begegnungen sei Respekt die Grundlage für die Zusammenarbeit. „Wir wissen, dass viele Kunden eine schwierige Lebensgeschichte haben. Wir sind da und hören auch gerne zu, legen dabei aber Wert auf einen offenen und wertschätzenden Dialog. Beschimpfungen bringen niemandem etwas“, meinte Alexander Hornschuch, der sich bei Minister Schweitzer für den ausführlichen Austausch bedankte.

„Angestellte im öffentlichen Dienst setzen sich Tag für Tag dafür ein, dass Rheinland-Pfalz ein lebenswertes, sicheres und soziales Land bleibt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeits- und Sozialverwaltung helfen denjenigen in unserer Gesellschaft, die am meisten Schutz und Unterstützung brauchen. Dafür haben sie unseren Respekt und unsere Wertschätzung verdient. Mit den Aktionstagen zeigt die Landesregierung, dass sie an der Seite der Beschäftigten steht“, betonte Minister Schweitzer.


Zum Hintergrund:
Seit 2019 setzt die Landesregierung mit den Aktionstagen „Respekt. Bitte!“ im Rah-men der Kampagne des Landes „Miteinander Gut Leben – Rheinland-Pfalz Gegen Hass und Hetze“ ein Zeichen für Solidarität mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Öffentlichen Dienst. Darüber hinaus unterstützt das Land mit Aktionen und Initiativen wie „Helfer sind tabu!" oder „Helfende Hände schlägt man nicht“ und hat die Kampagne „#IMMERDA“ initiiert. Gemeinsames Ziel ist es, die Gesellschaft auf das Thema aufmerksam zu machen.