04.01.2022 | Presseinfo Nr. 1

Arbeitsmarkt beendet das Jahr 2021 stabil

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen hat das gerade zu Ende gegangene Jahr 2021 stabil abgeschlossen. So waren im Dezember mit 14.526 Personen 92 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 1.898 weniger als vor einem Jahr.

Im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur wurde somit der Vor-Pandemie-Zustand nicht nur erreicht, sondern auch unterschritten. Denn im Dezember 2019 waren mit 5.250 Arbeitslosen 13 mehr gemeldet als aktuell. Beim Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen sind aktuell 9.289 Personen registriert, 646 mehr als im letzten Dezember vor Beginn der Corona-Pandemie. Die Arbeitslosenquote sank im Dezember um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 7,0 Prozent.

In den vergangenen vier Wochen konnten 3.042 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 50 mehr als im November. Im selben Zeitraum haben sich 2.957 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 361 mehr als im Vormonat. „Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie mit den damit einhergehenden Einschränkungen einen stabilen Arbeitsmarkt zu haben, ist nicht selbstverständlich und daher sehr erfreulich. Auch wenn im Moment wieder etwas unsichere Zeiten durch die vierte Pandemiewelle aufziehen, bleibe ich vorsichtig optimistisch, dass wir die Stabilität auf dem Arbeitsmarkt halten können. Nach fast zwei Jahren Pandemie haben wir mittlerweile Erfahrungen gesammelt. So reagieren wir auf die wieder gestiegene Nachfrage nach Kurzarbeitergeld mit einem höheren Personaleinsatz, um eine schnelle Bearbeitung der Anzeigen und Anträge sicherzustellen“, berichtet Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

Arbeitsstellen

Die Nachfrage nach Personal ist weiterhin hoch. Im Dezember wurden der Arbeitsagentur 946 neue Stellen gemeldet, 222 mehr als im November und 252 mehr als im Vorjahr. Damit umfasst der Bestand aktuell 3.619 Jobs, 221 weniger als im Vormonat, allerdings 629 mehr als vor einem Jahr. „Natürlich sind einige Arbeitgeber angesichts der anhaltenden Corona-Maßnahmen verunsichert. Allerdings bieten auch die Wintermonate für Menschen, die in der Region nach einer Arbeit oder neuen Perspektiven suchen, gute Chancen. Diese sind auch für alle vorhanden, die sich beruflich weiterbilden oder umorientieren möchten. Unser Team der Berufsberatung im Erwerbsleben steht allen gerne beratend zur Seite. Einfach einen Beratungstermin unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 00 vereinbaren“, rät Lips.

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwigshafen waren im Dezember mit 8.003 Personen 99 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 948 weniger als vor einem Jahr. 1.671 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 35 mehr als im November. Im selben Zeitraum haben sich 1.574 Personen arbeitslos gemeldet, 143 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent.

Führungswechsel in der Agentur für Arbeit Ludwigshafen

Nachdem Daniel Lips im März 2020 vorübergehend als Operativer Geschäftsführer in die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland nach Saarbrücken gewechselt war, kehrt er nun, wie damals geplant, nach Ludwigshafen zurück. Mit Beginn des Jahres 2022 ist er wieder Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. Benjamin Wehbring, der seine Vertretung übernommen hatte, ist nach Nürnberg in die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit gewechselt, wo er das Themenfeld „Bundesagentur für Arbeit der Zukunft“ betreut und sich somit um die Weiterentwicklung der Bundesagentur für Arbeit kümmert.

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Trotz Corona entwickelt sich der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Frankenthal weiter positiv. Mit 2.155 Personen waren im Dezember 18 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 318 weniger als vor einem Jahr.  Die Arbeitslosenquote sank somit um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. „Die gute Entwicklung der vergangenen Monate hat sich auch im Dezember fortgesetzt“, sagt Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal, und ergänzt: „Betrachtet man das globale Ausmaß der Pandemie, insbesondere auf die Wirtschaft, ist es doch sehr erfreulich, dass wir durch unsere arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, wie zum Beispiel Kurzarbeitergeld oder berufliche Weiterbildungen, eine Massenarbeitslosigkeit auch im Jahr 2021 verhindern konnten. Welchen Einfluss die sich aktuell ständig ändernden Regelungen zur Pandemielage, der weltweite Rohstoffmangel oder die Lieferprobleme auf den Arbeitsmarkt haben werden, können wir allerdings noch nicht einschätzen.“

Konkret haben sich in den vergangenen vier Wochen 473 Personen arbeitslos gemeldet, 56 mehr als im November. Im selben Zeitraum konnten 495 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 7 weniger als im Vormonat. Viele Unternehmen sind weiterhin wirtschaftlich gut aufgestellt und suchen dringend Personal. Die Arbeitgeber im Agenturbezirk Frankenthal haben im Dezember 83 neue Stellenangebote gemeldet. Somit waren zuletzt insgesamt 440 offene Stellen bei der Agentur für Arbeit registriert, davon entfallen 334 auf die Stadt Frankenthal.

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer hat auch zum Jahresende seine Stabilität gezeigt. Mit 2.642 Personen waren im Dezember lediglich 34 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat, jedoch 465 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 4,5 Prozent. 593 Personen haben sich in den vergangenen vier Wochen arbeitslos gemeldet, 147 mehr als im November. Im selben Zeitraum konnten 557 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 33 mehr als im Vormonat. „Transformation und Digitalisierung nehmen Einfluss auf Berufe und bringen eine Änderung der Anforderungsprofile mit sich. Qualifikation und Weiterbildung sind daher zwei wichtige Mechanismen, um auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft weiterhin bestehen zu können. Wir bieten sowohl Arbeitslosen, Arbeitgebern als auch Beschäftigten verschiedene Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangebote, die man sich am besten in einem individuellen Beratungsgespräch aufzeigen lassen kann“, erklärt Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Speyer.

Die Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber in der Region ist ungebrochen hoch. 287 neue Stellenmeldungen konnte der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit entgegennehmen, 85 mehr als im November. Insgesamt umfasst der Bestand aktuell 1.108 Jobangebote, 57 mehr als im Vormonat.