01.02.2022 | Presseinfo Nr. 4

Saisonal üblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar

Die ersten Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2022 spiegeln den üblichen saisonalen Anstieg wider. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen waren mit 15.133 Personen 607 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Der Vergleich zum Vorjahr fällt deutlich positiver aus, denn es waren 2.421 weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen als im Januar 2021.

Im Bereich der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) entsprach der Anstieg im Vergleich zum Vormonat 8,2 Prozent. Hier waren mit 5.664 Frauen und Männern 427 mehr registriert als im Dezember. Im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters Vorderpfalz-Ludwigshafen waren insgesamt 9.469 Arbeitslose gemeldet, 180 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk beträgt mit 6,5 Prozent, 0,3 Prozentpunkte mehr als im Dezember. „Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist für die Wintermonate nicht ungewöhnlich. Beschäftigte in witterungsabhängigen Berufen werden aktuell weniger benötigt. Beendigungen von Arbeitsverträgen zum Jahreswechsel setzen außerdem Arbeitskräfte frei. Erfreulich ist, dass sich die Situation am Arbeitsmarkt trotz der Omikron-Welle entspannter zeigt als im Winter des letzten Jahres“, sagt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. Der saisonale Einfluss wird auch an den Bewegungen erkennbar, die den Arbeitsmarkt im Januar geprägt haben. Bei den Zugängen wurde im Vergleich zum Vorjahr sogar ein deutlicher Rückgang von 14,0 Prozent verzeichnet. Insgesamt haben sich 3.059 Personen arbeitslos gemeldet, 102 mehr als im Vormonat, jedoch 500 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 2.464 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 578 weniger als im Dezember, aber 47 mehr als vor einem Jahr.
 

Arbeitsstellen
Im Januar wurden dem Arbeitgeber-Service 807 neue Stellen gemeldet, zwar 139 weniger als im Dezember, aber 339 mehr als vor einem Jahr. Dies gilt auch für den Stellenbestand, der aktuell 3.789 Jobmöglichkeiten umfasst – 170 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sind es mit 938 Stellen sogar ein Drittel mehr. „Der Fachkräftemangel ist auch in unserem Agentur-Bezirk deutlich spürbar. Es ist daher wichtig, sich den Änderungen durch Transformation und Technik nicht zu verschließen, sondern diese mitzugehen. Unser Augenmerk liegt daher weiter stark auf der Qualifizierung und Weiterbildung. Die Arbeitsagentur und das Jobcenter können hierbei unterstützen“, meint Lips.
 

Ausbildungsmarkt
Ein bewährter Weg, Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen, ist die betriebliche Berufsausbildung. Trotz der Ungewissheit über den weiteren Verlauf der Pandemie wurden der Agentur für Arbeit seit dem Start des Ausbildungsjahres im Oktober 2021 1.706 Ausbildungsstellen gemeldet, 179 mehr als im Vorjahr. „Mit dem Erhalt des Halbjahreszeugnisses empfehle ich allen Schülerinnen und Schülern, die im Sommer ins Berufsleben starten wollen, spätestens jetzt mit dem Be-werbungsschreiben zu beginnen“, rät Lips.
Das Berufsberatungsteam unterstützt bei der Suche nach geeigneten Ausbildungsstellen und berät bei Fragen rund um die Bewerbung:
Kostenfreie Rufnummer 0800 4 5555 00 oder E-Mail Ludwigshafen.Berufsberatung@arbeitsagentur.de
Der Arbeitgeber-Service berät Unternehmen, die Auszubildende bzw. dual Studierende einstellen möchten unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4 5555 20.
 

Stadt Ludwigshafen
In der Stadt Ludwigshafen waren im Januar mit 8.315 Menschen 312 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 1.237 weniger als vor einem Jahr. 1.321 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 350 weniger als im Dezember und 21 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum haben sich 1.611 Personen arbeitslos gemeldet, 37 mehr als im Vormonat, jedoch 287 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 8,8 Prozent.
 

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal ist die Anzahl Arbeitsloser im Januar um 128 Personen gestiegen. Damit waren 2.283 Männer und Frauen ohne Arbeit, 397 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent. In den vergangenen vier Wochen haben sich 539 Personen arbeitslos gemeldet, 66 mehr als im Vormonat, aber 68 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 413 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 82 weniger als im Vormonat, allerdings 17 mehr als im Vorjahr. „Die Steigerung der Arbeitslosenquote ist nicht allein auf die aktuellen Pandemieeinschränkungen zurückzuführen, sondern für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich und lässt sich auch durch die witterungsbedingten beziehungsweise saisonalen Einflüsse erklären“, erläutert Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal. „Hinzu kommen in einigen Berufen endende Ausbildungszeiten. Erfahrungsgemäß melden sich daher auch jüngere Bewerber unter 25 Jahren wieder verstärkt arbeitslos, ein leichter Anstieg von 2,8 Prozent ist in der Stadt bereits zu verzeichnen.“ Ziel ist laut Lenke, mit entsprechenden Angeboten den Übergang in ein Arbeitsverhältnis zeitnah zu ermöglichen.
Im Bereich der Stellenaufnahme kam es erfreulicherweise zu einem leichten Anstieg. Der Agentur für Arbeit Frankenthal wurden im Januar 188 neue Stellen gemeldet, 105 mehr als im Vormonat. Der Bestand ist um 67 Stellen auf aktuell 507 Jobmöglichkeiten gestiegen. Davon sind 378 Arbeitsangebote in der Stadt Frankenthal angesiedelt.
 

Geschäftsstellenbezirk Speyer
Saisonale Einflüsse haben die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer steigen lassen. Mit 2.786 Personen waren im Januar 144 mehr arbeitslos gemeldet als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr waren jedoch in der Region 498 Arbeitslose weniger zu verzeichnen. Die Entwicklung der letzten vier Wochen ließ die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent steigen. 586 Per-sonen haben sich im Januar arbeitslos gemeldet, 7 weniger als im Vormonat und 79 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 435 Menschen ihre Arbeits-losigkeit beenden, 122 weniger als im Dezember und 50 weniger als im Vorjahr.
„Eine Steigerung der Arbeitslosenquote ist für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich und lässt sich durch witterungsbedingte beziehungsweise saisonale Einflüsse erklären“, sagt Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer. "Wie sich die Arbeitslosenzahlen in den kommenden Monaten entwickeln wird, ist schwer zu prognostizieren. Noch unklar ist, wie sich die ab Mitte März eintretende Immunitätsnachweispflicht im Gesundheits- und Pflegebereich auf den Arbeitsmarkt auswirken wird", so Kuzmanovic weiter. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt im Januar rückläufig. Der Arbeitsagentur wurden 167 neue Stellen gemeldet, 120 weniger als im Dezember, allerdings 51 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt umfasst der Stellenbestand aktuell 1.081 Jobmöglichkeiten, 27 weniger als im Vormonat. Auf das Stadtgebiet Speyer fallen 824 Stellenangebote.