31.03.2021 | Presseinfo Nr. 10

Leichte Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt: Arbeitslosenquote sinkt im März auf 7,4 Prozent

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin stabil und erlebt sogar eine leichte Frühjahrsbelebung. Ende März waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen 17.378 Menschen ohne Job gemeldet – 172 weniger als im Vormonat. Der Vergleich zum Vorjahresmonat macht allerdings die Folgen der Pandemie weiterhin deutlich: Im März 2020, dem Monat, in dem das Corona-Virus massiv in das private und öffentliche Leben sowie die Wirtschaft einschlug, wurden 14.402 Erwerbslose gezählt, 2.976 Personen weniger als derzeit.

Die Arbeitslosigkeit stieg wie schon im Vormonat nur im Bereich des Jobcenters Vorderpfalz-Ludwigshafen an, wo mit 9.860 Arbeitslosen 133 mehr registriert waren als im Februar. Bei der Agentur für Arbeit waren es 7.518 arbeitslos gemeldete Personen, 305 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit im März um 0,1 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 6,2 Prozent.

Trotz stabiler Eckwerte zeigt sich eine Dynamik am Arbeitsmarkt. In den vergangenen vier Wochen mussten sich 2.621 Männer und Frauen arbeitslos melden, 160 weniger als im Februar und 753 weniger als vor einem Jahr. Auf der anderen Seite konnten 2.770 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 3 weniger als im Vormonat und 944 weniger als im Vorjahr. „Die Arbeitslosigkeit liegt immer noch 21 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Ein direkter Vergleich zu 2020 macht zudem deutlich, dass die Frühjahrsbelebung dieses Mal nicht so dynamisch ausgefallen ist. So kam es im vergangenen Jahr von Februar auf März zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 364 Personen, in diesem Jahr waren es nur 172. Dennoch sind wir angesichts des Stellenmarkts, der sich allmählich erholt, zuversichtlich, dass in den kommenden Wochen wieder mehr Menschen eine Arbeitsstelle finden werden“, sagt Benjamin Wehbring, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

Arbeitsstellen und Ausbildungsmarkt

Der Bedarf an Personal ist vorhanden und nimmt weiterhin zu. 22 Prozent beträgt der Zuwachs bei den neuen gemeldeten Stellen, die damit fast das Niveau des Vorjahres erreicht haben. 735 neue Jobmöglichkeiten wurden dem Arbeitgeber-Service gemeldet, 132 mehr als im Februar und gerade einmal 32 weniger als vor einem Jahr. Der Stellenbestand umfasst aktuell 2.927 Jobmöglichkeiten, das sind sogar 99 mehr als im Vorjahr.

Etwas verhaltener sieht es dagegen auf dem Ausbildungsmarkt aus. Angesichts der anhaltenden Pandemiesituation scheinen viele Firmen unsicher in Bezug auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses zu sein. Das macht der Rückgang der gemeldeten Ausbildungsstellen deutlich. Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2020 wurden 2.187 Ausbildungsplätze gemeldet, 171 weniger als im Vorjahreszeitraum. Davon sind noch 1.273 unbesetzt, 252 weniger als im Vorjahr. Doch auch auf Seiten der Jugendlichen macht sich Unsicherheit bemerkbar. Das liegt zum einen daran, dass die Berufsberatung nicht wie sonst üblich in den Schulen stattfinden kann, aber auch Praktika wegfallen, die ebenfalls ein hilfreicher Schritt bei der Berufswahl sind. Bisher haben sich 1.870 junge Menschen bei der Berufsberatung gemeldet, 383 weniger als im selben Zeitraum vor einem Jahr. Davon sind noch 1.266 auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. „Ich rate sowohl Arbeitgebern als auch Jugendlichen, die Fragen rund um das Thema Ausbildung und Berufswahl haben, sich bei uns zu melden. Im Rahmen des Förderprogramms ,Ausbildungsplätze sichern‘ wurden die Förderbedingungen für Arbeitgeber noch einmal deutlich ausgebaut und vereinfacht. Informationen hierzu kann unser Arbeitgeber-Service unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20 geben. Jugendliche sollten sich nicht scheuen, jetzt unsere Berufsberatung zu kontaktieren. Das Team ist trotz Lockdown und Osterferien für alle da, die sich mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen möchten. Einfach eine Mail zur Terminabstimmung an ludwigshafen.berufsberatung@arbeitsagentur.de schicken“, rät Wehbring.

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwigshafen waren im März mit 9.465 Personen 79 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat, jedoch 1.452 mehr als vor einem Jahr. 1.457 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 76 weniger als im Februar und 536 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum haben sich 1.396 Personen arbeitslos gemeldet, 121 weniger als im Vormonat und 456 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 8,7 Prozent.

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal waren im März 2.606 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies waren 54 weniger als im Vormonat und 452 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent. Im März 2020 lag sie bei 5,7 Prozent. In den vergangenen vier Wochen haben sich 388 Personen arbeitslos gemeldet, 24 weniger als im Vormonat und 123 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 447 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 25 mehr als im Februar, allerdings 163 weniger als im Vorjahr. „Im Agenturbezirk Frankenthal ist der Frühjahrsaufschwung langsam spürbar. So können wir aufgrund des besseren Wetters vor allem Arbeitsaufnahmen in den witterungsabhängigen Berufen wie im Gartenlandschaftsbau, der Landwirtschaft oder im Hoch- und Tiefbau verzeichnen“, sagt Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal, und ergänzt: „Die Öffnung der Baumärkte und Gartencenter hatte ebenfalls einen kleinen positiven Effekt auf die Arbeitsmarktlage.“

Diese positive Entwicklung zeigt sich auch im Bereich der Stellenaufnahme, denn hier kam es im März zu einer leichten Steigerung. Es wurden 97 neue Stellen gemeldet, 13 mehr als im Vormonat und sogar 2 mehr als im Vorjahr. Der Bestand umfasst damit aktuell 405 Jobmöglichkeiten. Von diesen Stellen sind 319 in der Stadt Frankenthal angesiedelt.

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Leichter Rückgang im März im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer: Mit 3.238 Personen waren 30 weniger arbeitslos gemeldet als im Februar, allerdings 601 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 4,7 Prozent. 564 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 11 mehr als im Vormonat, jedoch 77 weniger als im Vorjahr. Im selben Zeitraum konnten 585 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 18 mehr als im Februar, allerdings 123 weniger als vor einem Jahr. „Wir leben seit über einem Jahr mit der Corona-Pandemie. Die Arbeitslosigkeit ist in Speyer seitdem im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozent gestiegen. Dass der Arbeitsmarkt angesichts dieser großen Krise vergleichsweise robust geblieben ist, verdanken wir vor allem dem Instrument der Kurzarbeit. Damit konnten wir die Arbeitsplätze vieler Menschen sichern und die Wirtschaft stabilisieren“, sagt Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer.

Eine positive Entwicklung zeigt sich zudem auf dem Stellenmarkt: Die Meldungen neuer Jobs nehmen weiterhin leicht Fahrt auf. So wurden dem Team des Arbeitgeber-Services im März 205 neue Stellen gemeldet, 43 mehr als im Vormonat und nur 27 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt umfasst der Stellenbestand aktuell 712 Jobmöglichkeiten, 26 mehr als im Februar und 53 weniger als im Vorjahr. „Der zunehmende Fachkräftebedarf bleibt auch nach der Pandemie eine große Herausforderung für die Bundesagentur für Arbeit. Wir können Unternehmen finanziell unterstützen, die ihre Beschäftigten qualifizieren möchten. Hierzu einfach mit unserem Arbeitgeber-Service über die Möglichkeiten reden“, rät Kuzmanovic.