29.04.2021 | Presseinfo Nr. 12

Arbeitsmarkt bleibt stabil

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wird seit einem Jahr von der Corona-Pandemie beeinflusst. Vor einem Jahr wurde im April zum ersten Mal der Corona-bedingte Anstieg der Arbeitslosigkeit sichtbar und auch heute sind die Auswirkungen noch zu erkennen.

So waren Ende April im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen 17.341 Menschen ohne Job gemeldet – 37 weniger als im Vormonat. Der Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt die Spuren, die die Pandemie hinterlassen hat: Vor einem Jahr waren 16.003 Personen arbeitslos gemeldet, 1.338 weniger als aktuell, was einem Anstieg von 8 Prozent entspricht. Erneut kam es nur im Bereich des Jobcenters Vorderpfalz-Ludwigshafen zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Hier waren mit 10.101 Arbeitslosen 241 mehr registriert als im März. Bei der Agentur für Arbeit waren es 7.240 arbeitslos gemeldete Personen, 278 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt somit weiterhin bei 7,4 Prozent, vor einem Jahr betrug sie 6,9 Prozent.

In den vergangenen vier Wochen konnten 3.096 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 326 mehr als im März und 1.053 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum haben sich 3.083 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 462 mehr als im Vormonat, jedoch 577 weniger als im Vorjahr. „Als vor einem Jahr Corona schlagartig unser aller Leben, sowohl privat als auch beruflich, veränderte, kamen zunächst einmal viele Unsicherheiten auf. Mittlerweile hat sich der Arbeitsmarkt größtenteils den veränderten Bedingungen angepasst, und auch Arbeitgeber sehen wieder positiver in die Zukunft. Nachdem diese mithilfe von Kurzarbeit ihre Angestellten überwiegend halten konnten, sind viele nun wieder auf der Suche nach Personal, was anhand der Zunahme im Bereich der gemeldeten Stellen deutlich wird“, sagt Benjamin Wehbring, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

Arbeitsstellen

745 neue Jobmöglichkeiten wurden im April gemeldet, 10 mehr als im Vormonat und 407 mehr als vor einem Jahr. Damit wächst auch der Bestand, der aktuell 3.071 Stellen umfasst, 144 mehr als im März und 438 mehr als im Vorjahr. „Fachkräftemangel und Strukturwandel werden auch nach der Corona-Krise Themen bleiben, die es auf dem Arbeitsmarkt zu bewältigen gilt. Die beste Vorbereitung, um diesen Themen zu begegnen, sind Qualifizierung und Weiterbildung. Über die vielfältigen Möglichkeiten informieren wir vom 3. bis 7. Mai im Rahmen unserer digitalen Qualifizierungswoche ,KommWeiter‘. Wer über eine Veränderung nachdenkt, egal ob arbeitslos, arbeitsuchend oder in Beschäftigung, sollte unser kostenloses Vortragsangebot nutzen, denn es ist nie zu spät, neu durchzustarten“, rät Wehbring.

Das bestätigt Ricarda Köglmeier. Die 55-Jährige ist gelernte Fotografin, hat allerdings überwiegend im Büro gearbeitet, ohne jemals in diesem Bereich einen Abschluss zu machen. Als sie sich 2020 bei der Agentur für Arbeit Ludwigshafen ratsuchend meldete, riet ihre Vermittlerin ihr zu einer Weiterbildung im Bürobereich, denn „hier lagen meine beruflichen Erfahrungen und meine Stärken“, berichtet Köglmeier, die nun nach einer von der Arbeitsagentur geförderten Qualifizierung das IHK-Zertifikat zur Kauffrau für Büromanagement in der Tasche hat. Einen neuen Job hat sie auch schnell gefunden: Seit Februar 2021 unterstützt Ricarda Köglmeier den Operativen Service der Agentur für Arbeit als Fachassistentin im KIA-Team, wo sie sich unter anderem um die Bearbeitung der Anträge auf Kurzarbeitergeld kümmert. „Die Qualifizierung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Einerseits für das eigene Selbstwertgefühl, weil man feststellt, dass man noch was bewegen und erreichen kann, und andererseits macht mir der Job richtig Spaß, denn ich arbeite hier in einem sehr tollen Team“, sagt Köglmeier.

Wer sich unverbindlich über die Möglichkeiten einer Qualifizierung und Förderung informieren möchte, findet das „KommWeiter“-Programm auf www.arbeitsagentur.de/vor-ort/ludwigshafen/kommweiter.

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwigshafen waren im April mit 9.405 Personen 60 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat, jedoch 629 mehr als vor einem Jahr. 1.678 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 221 mehr als im März und 547 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum haben sich 1.638 Personen arbeitslos gemeldet, 242 mehr als im Vormonat, jedoch 267 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 10 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 9,5 Prozent.

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal waren im April 2.626 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies waren 20 mehr als im Vormonat und 199 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 6,9 Prozent. In den vergangenen vier Wochen haben sich 497 Personen arbeitslos gemeldet, 109 mehr als im Vormonat und 65 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 478 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 31 mehr als im März und 188 mehr als im Vorjahr.

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im April nur geringfügig gestiegen. Dabei sichert die Kurzarbeit weiterhin Arbeitsplätze und verhindert somit die Beendigung vieler Beschäftigungsverhältnisse“, sagt Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal, und ergänzt: „Einzelne Branchen spüren die Folgen des Lockdowns deutlicher als andere, zum Beispiel das Hotel- und Gastgewerbe. Insgesamt erholt sich die Beschäftigungslage am Frankenthaler Arbeitsmarkt im April aber weiter. Dies merken wir vor allem an den wieder steigenden eingehenden Stellenangeboten.“

So wurden 116 neue Stellen gemeldet, 19 mehr als im Vormonat und 71 mehr als im Vorjahr. Der Bestand umfasst aktuell 455 Jobmöglichkeiten, von denen 338 in der Stadt Frankenthal angesiedelt sind.

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Mit einem leichten Rückgang im April zeigt sich der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer weiterhin stabil: Mit 3.228 Personen waren 10 weniger arbeitslos gemeldet als noch im März, allerdings 205 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt weiterhin 5,5 Prozent. 617 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 53 mehr als im Vormonat, jedoch 133 weniger als im Vorjahr. Im selben Zeitraum konnten 621 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 36 mehr als im März und 266 mehr als vor einem Jahr.

„Den größten Anteil am Bestand der Arbeitslosen haben mit jeweils 38 Prozent die Personengruppen der über 50-Jährigen und Langzeitarbeitslosen. Es wird besonders für die Menschen schwierig, die keine ausreichenden Qualifikationen für den Arbeitsmarkt vorlegen können. Für alle, die sich gerne weiterbilden möchten, sowie Arbeitgeber veranstaltet die Agentur für Arbeit vom 3. bis 7. Mai eine digitale Qualifizierungswoche mit Vorträgen zu Weiterbildungs- und Förderangeboten. Wer an dem kostenlosen Angebot teilnehmen möchte, kann sich auf der Homepage der Agentur für Arbeit Ludwigshafen informieren und per E-Mail an Ludwigshafen.Qualifizierung@arbeitsagentur.de anmelden“, berichtet Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer.

Der Stellenmarkt erweist sich ebenfalls als robust. Dem Team des Arbeitgeber-Services wurden im April 201 neue Stellen gemeldet, 4 weniger als im Vormonat und 78 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt umfasst der Stellenbestand aktuell 791 Jobmöglichkeiten, 79 mehr als im März und 23 mehr als im Vorjahr. „Vor einem Jahr konnten wir einen Einbruch beim Zugang der gemeldeten Arbeitsstellen feststellen, was daran lag, dass der Start der Pandemie viele verunsicherte. Umso glücklicher sind wir daher nun über diese Entwicklung und die Bereitschaft der Arbeitgeber, wieder mehr Personal einstellen zu wollen“, sagt Kuzmanovic.

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