31.05.2022 | Presseinfo Nr. 22

Arbeitsmarkt weiter stabil

Nachdem die Zahl der arbeitslosen Menschen im Agenturbezirk Ludwigshafen seit Februar rückläufig ist, setzt sich dieser Trend auch im Mai fort. Durch die anhaltende Frühjahrsbelebung kam es zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Insgesamt waren mit 14.181 Personen 269 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 2.750 weniger als vor einem Jahr.

Im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters Vorderpfalz-Ludwigshafen waren 9.070 Personen registriert, 128 weniger als im April. Die Agentur für Arbeit Ludwigshafen zählte 5.111 Frauen und Männer, 141 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,1 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats. „Auch wenn die derzeitigen Wirtschaftsprognosen aufgrund des Ukraine-Krieges weiterhin mit großen Unsicherheiten verbunden sind, zeigt sich der lokale Arbeitsmarkt noch von seiner stabilen Seite“, berichtet Jeanette Pandza, operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. „Die Zahl der Menschen, die sich aufgrund von Entlassungen im Mai arbeitslos gemeldet haben, ist weiter rückläufig“, stellt Pandza fest. In diesem Zeitraum hatten sich 2.490 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 252 weniger als im Vormonat. Im Mai konnten 2.744 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 183 weniger als im April.

Arbeitsstellen und Ausbildungsmarkt

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Region lässt erste Reaktionen auf die Unsicherheiten des Krieges in der Ukraine sowie die bekannten Lieferengpässe vermuten. In den vergangenen vier Wochen wurden dem Arbeitgeber-Service 618 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 192 weniger als im April und 64 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand an Jobangeboten umfasst aktuell 4.064 Stellen, zwar 143 weniger als im Vormonat, aber die Zahl der offenen Stellen in der Region bleibt seit dem Frühjahr über der 4000er-Marke.  „Wer auf der Suche nach einem Job ist, hat weiter gute Chancen, beruflich neu durchzustarten oder wieder in die Berufswelt einzusteigen. Das breite Angebot im Stellenbestand zeigt die Bereitschaft der Unternehmen, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen“, sagt Pandza. Für die Arbeitsplatzsuche und Arbeitsplatzsicherheit wird das Thema Qualifizierung weiter an Bedeutung gewinnen. Direkt an die Betriebe gewandt fügt die operative Geschäftsführerin hinzu: „Ungeachtet der Folgen und Unwägbarkeiten, die der Ukraine-Krieg nach sich zieht, profitieren die Arbeitgeber von der Qualifizierung ihrer Beschäftigten. Der Arbeitgeber-Service berät interessierte Unternehmen zu den Möglichkeiten der Unterstützung.“ 

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit zählte seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2021 2.088 Bewerberinnen und Bewerber für einen Ausbildungsplatz. Das waren 103 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden 2.440 freie Ausbildungsstellen gemeldet, 16 weniger als im Vorjahreszeitraum. Davon sind noch 1.282 unbesetzt, 59 mehr als im Vorjahr. „Mein Tipp an alle Jugendlichen: Wer auf dem Sprung ins Berufsleben oder ins Studium ist oder wissen möchte, welche Ausbildungsmöglichkeiten am besten passen, sollte sich bei unserer Berufsberatung melden. Es stehen derzeit noch viele Wege offen, sich einen Ausbildungsplatz zu sichern. Einen Termin kann man ganz einfach per Mail vereinbaren“, rät Pandza.

Wer einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren möchte, kann folgende Kontaktdaten nutzen:

Berufsberatung

0800 4 5555 00 (gebührenfrei)

Ludwigshafen.Berufsberatung@arbeitsagentur.de


Arbeitgeber-Service

0800 4 5555 20 (gebührenfrei)

Ludwigshafen.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

Stadt Ludwigshafen

Mit 7.839 Personen waren in der Stadt Ludwigshafen im Mai 84 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 1.448 weniger als vor einem Jahr. 1.448 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 117 weniger als im April. Im selben Zeitraum haben sich 1.359 Personen arbeitslos gemeldet, 135 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote beträgt weiterhin 8,4 Prozent.

Dem Arbeitgeber-Service wurden im Mai 319 neue Jobangebote in der Stadt Ludwigshafen gemeldet, 39 weniger als im Vormonat. Der Stellenbestand umfasst aktuell 1.920 Jobmöglichkeiten.

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal sank die Arbeitslosenquote im Mai um 0,2 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent, womit der Trend der Vormonate fortgesetzt wird. „Aufgrund der weiter sinkenden Inzidenzzahlen konnten in den vergangenen Wochen fast alle pandemiebedingten Einschränkungen gelockert werden. Hiervon profitieren vor allem die Gastronomie, das Veranstaltungswesen und die Hotellerie. Aber auch die besseren Witterungsbedingungen für die Baubranche haben einen sehr positiven Einfluss auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. So waren im Mai nur noch 2.128 Menschen arbeitslos gemeldet, 35 weniger als im Vormonat und sogar 437 weniger als vor einem Jahr“, sagt Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal.

In den vergangenen vier Wochen haben sich 417 Personen arbeitslos gemeldet, 24 weniger als im Vormonat und 3 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 448 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 36 weniger als im April und 35 weniger als im Vorjahr. „Das beste Mittel gegen Arbeitslosigkeit ist, diese gar nicht erst eintreten zu lassen. Hier gilt es, die Zeit zwischen der Kündigung und dem Eintritt der Arbeitslosigkeit zu nutzen. In dieser Zeit bestehen die größten Chancen, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Außerdem werden nicht nur Lücken im beruflichen Werdegang, sondern auch nachteilige Auswirkungen auf den Lebensunterhalt vermieden. Je früher die Anmeldung bei der Agentur für Arbeit erfolgt, desto schneller kann man auf deren umfangreiches Netzwerk und Know-how zurückgreifen. Gerade den Auszubildenden, die in diesem Jahr ihre Prüfung abschließen und noch kein Anschlussarbeitsverhältnis haben, kann ich nur empfehlen, sich rechtzeitig bei uns zu melden und unser Dienstleistungsangebot in Anspruch zu nehmen“, rät Lenke mit Blick auf die bald endenden Ausbildungsverhältnisse. Denn die Chancen, schnell wieder eine Beschäftigung zu finden, stehen aktuell sehr gut. Die Nachfrage von Arbeitgebern nach geeigneten Fachkräften blieb auch im Mai auf einem hohen Niveau. Der Bestand umfasst aktuell 531 Jobmöglichkeiten, von denen 389 in der Stadt Frankenthal angesiedelt sind.

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Im Geschäftsstellenbezirk Speyer waren im Mai 2.593 Personen arbeitslos gemeldet, 89 weniger als im April und 505 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. 468 Personen haben sich im Mai arbeitslos gemeldet, 59 weniger als im Vormonat. 546 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 14 weniger als im Vormonat. Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer, rät allen Jugendlichen mit Blick auf die bald endenden Ausbildungsverträge, „sich frühzeitig bei der Agentur für Arbeit zu melden, damit so schnell wie möglich unsere Unterstützungsangebote genutzt werden können und Lücken im Lebenslauf gar nicht erst entstehen“.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zeigte sich im Mai etwas rückläufig. „Die Inflationsrate führt leider auch zu Unsicherheiten bei der Personalrekrutierung. Der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften bleibt allerdings weiter hoch“, sagt Kuzmanovic. Dem Arbeitgeber-Service wurden im Geschäftsstellenbezirk Speyer 137 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 101 weniger als im April und 21 weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst aktuell 1.138 Stellen, von denen 852 in der Stadt Speyer angesiedelt sind.

Die Arbeitsagentur Ludwigshafen auf Twitter

Schauen Sie auf dem Twitter-Account von Daniel Lips, Chef der Arbeitsagentur Ludwigshafen, vorbei. Unter „@DanielLips2“ finden Sie Infos zum Arbeitsmarkt und auch einige andere Inhalte. Die Arbeitsagentur Ludwigshafen informiert unter dem Account @AA_Ludwigshafen ebenfalls über aktuelle Entwicklungen.