31.08.2021 | Presseinfo Nr. 23

Weniger Arbeitslose im August: Stabilität auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort

Üblicherweise kommt es in den Sommermonaten zu einem saisonal bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Von diesem ist der Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen in diesem Jahr verschont geblieben. Mit 16.250 Personen waren im August 204 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 1.733 weniger als vor einem Jahr.

Dieser Rückgang erfolgte in beiden Rechtskreisen: Beim Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen waren mit 10.070 Arbeitslosen 24 weniger registriert als im Juli und 187 weniger als im Vorjahr. Bei der Agentur für Arbeit waren 6.180 Personen arbeitslos gemeldet, 180 weniger als im Vormonat und 1.546 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 7,0 Prozent. In den vergangenen vier Wochen konnten 3.299 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 183 mehr als im Juli und 628 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum haben sich 3.108 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 323 mehr als im Vormonat und 254 mehr als im Vorjahr.

„Es ist für unseren Bezirk nicht ungewöhnlich, dass dieser auch im Sommer seine Stabilität beweist. Allerdings ist es sehr erfreulich, dass nach dem üblichen saisonalen Anstieg 2020 im zweiten Corona-Jahr wieder an die Entwicklungen der Vor-Pandemiezeiten angeknüpft werden konnte, denn in den Jahren 2017 bis 2019 konnten wir im August immer einen Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnen. Dies zeigt, wie robust der regionale Arbeitsmarkt ist. Die Betriebe kehren durch die geänderten Corona-Regelungen allmählich wieder zurück zum Alltag und stellen wieder verstärkt ein. Denn der Bedarf an Personal ist weiterhin ungebrochen hoch, auch wenn die Zahl der gemeldeten neuen Stellen etwas zurückgegangen ist. Der Stellenbestand ist dagegen im August im Vergleich zum Vormonat um 4 Prozent gestiegen und sogar um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagt Benjamin Wehbring, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

Arbeitsstellen und Entwicklung Ausbildungsmarkt

756 Jobmöglichkeiten wurden im August gemeldet, 198 weniger als im Juli, jedoch 95 mehr als im Vorjahr. Der Bestand umfasst aktuell 3.798 Stellen, 145 mehr als im Vormonat und 1.075 mehr als vor einem Jahr. „Die Bereiche, die am stärksten Bedarf an Personal gemeldet haben, sind dieselben wie bereits vor der Pandemie: Erbringung wirtschaftlicher Dienstleistungen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, Öffentliche Verwaltung sowie das Gesundheits- und Sozialwesen – hier bieten sich gute Chancen, beruflich neu durchzustarten oder wieder in die Berufswelt einzusteigen“, meint Wehbring.

Auf dem Ausbildungsmarkt bestehen für Jugendliche, die noch auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, ebenfalls gute Möglichkeiten, diese noch klarzumachen. Aktuell sind von den 2.677 gemeldeten Ausbildungsplätzen noch 769 unbesetzt. Diesen stehen 2.502 Jugendliche gegenüber, die sich im laufenden Berichtsjahr bei der Berufsberatung gemeldet haben. Von diesen sind noch 689 auf der Suche nach einer Lehrstelle. „Mein Rat an alle Jugendlichen: Am besten bei unserer Berufsberatung melden, um gemeinsam die Möglichkeiten zu besprechen. Einen Termin kann man ganz einfach per Mail an Ludwigshafen.Berufsberatung@arbeitsagentur.de vereinbaren“, sagt Wehbring.

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwigshafen waren im August mit 8.875 Personen 164 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 939 weniger als vor einem Jahr. 1.794 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 127 mehr als im Juli und 370 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum haben sich 1.638 Personen arbeitslos gemeldet, 159 mehr als im Vormonat und 105 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent.

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

„Nachdem sich bereits in den Vormonaten eine Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt gezeigt hat, hat sich dieser positive Trend im Ferienmonat August, wenn auch mit deutlich nachlassendem Tempo, weiter verstetigt“, berichtet Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal. So sind im Agenturbezirk Frankenthal 2.475 Personen arbeitslos gemeldet, 14 weniger als im Juli. Die Arbeitslosenquote verharrt unverändert bei 6,6 Prozent. Der zu erwartende saisonale Anstieg während der Sommerferien ist zunächst bisher ausgeblieben. In den vergangenen vier Wochen haben sich 511 Personen arbeitslos gemeldet, 59 mehr als im Juli und 35 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 520 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 5 weniger als im Vormonat, jedoch 108 mehr als im Vorjahr.

„Erfreulich ist, dass die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen im Vergleich zum Vormonat deutlich von 7,7 Prozent auf 7,3 Prozent gesunken ist,“ sagt Lenke und ergänzt: „Junge Frauen und Männer, die nach dem Ende ihrer Ausbildung auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz waren, konnten im August verstärkt eine Anschlussbeschäftigung finden.“ Denn die Arbeitgeber sind trotz „Sommerloch“ weiter verstärkt auf der Suche nach Personal. Unternehmen aus dem Agenturbezirk Frankenthal meldeten der Arbeitsagentur im August insgesamt 125 neue freie Stellen. Das waren zwar 10 weniger als im Vormonat, aber 23 mehr als vor einem Jahr. Der Stellenbestand umfasst somit aktuell 539 Jobmöglichkeiten, 25 mehr als im Juli. Von diesen sind 411 in der Stadt Frankenthal angesiedelt.

„Durch die Schwierigkeit, Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen, lässt sich erklären, dass trotz besserer Arbeitsbedingungen in den vergangenen Monaten nicht noch mehr Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten“, verweist Lenke auf die Komplexität des Arbeitsmarktes. „Während in vielen Bereichen Fachkräfte fehlen, haben besonders ungelernte Arbeitskräfte deutlich weniger Möglichkeiten auf dem aktuellen Arbeitsmarkt. Die Erfahrung unserer Vermittlungsfachkräfte zeigt, dass eine erfolgreiche Weiterbildung in den meisten Fällen die Chance auf einen Arbeitsplatz deutlich verbessert“, berichtet Lenke. Die Agentur für Arbeit fördert deshalb mit vielfältigen Angeboten die berufliche Weiterbildung und unterstützt bei der beruflichen Eingliederung. „Unsere Vermittlungsfachkräfte stehen hierbei gerne informierend und unterstützend zur Seite“, rät Lenke, sich über die kostenlose Hotline 0800 4 5555 00 einen Beratungstermin zu vereinbaren.

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im August im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer: Mit 3.015 Personen waren 28 mehr arbeitslos gemeldet als im Juli, allerdings 358 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. 618 Personen haben sich in den vergangenen vier Wochen arbeitslos gemeldet, 82 mehr als im Vormonat und 90 mehr als im Vorjahr. Im selben Zeitraum konnten 589 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 24 weniger als im Juli, jedoch 56 mehr als vor einem Jahr.

„Dieser leichte saisonale Anstieg ist nicht ungewöhnlich. In den vergangenen beiden Monaten haben sich verstärkt Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, die nach dem Ende ihrer Ausbildung keine Stelle in ihrem Betrieb bekommen hatten. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass diese jungen Fachkräfte schnell wieder in der Arbeitswelt Fuß fassen können, da der Bedarf an Personal weiterhin vorhanden ist, auch wenn die Meldungen neuer Stellen im August etwas zurückgegangen sind", sagt Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer.

So wurden dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur 237 Stellen gemeldet, 71 weniger als im Vormonat, jedoch 90 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt umfasst der Stellenbestand aktuell 949 Jobmöglichkeiten, 54 mehr als im Juli und 260 mehr als im Vorjahr. „Wir beraten verstärkt in Hinblick auf berufliche Qualifizierungen, denn davon können gleich mehrere profitieren: Zum einen geringqualifizierte Menschen, die nach einer passenden Weiterbildung bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, und zum anderen Branchen, die mit Fachkräftemangel kämpfen“, meint Kuzmanovic.

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