29.10.2020 | Presseinfo Nr. 31

Arbeitsmarkt weiter auf Erholungskurs: Im Oktober 481 Arbeitslose weniger

Der regionale Arbeitsmarkt setzt den positiven Trend des Vormonats auch im Oktober fort: Die Arbeitslosenzahlen im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen sind erneut zurückgegangen: Mit 16.936 Personen waren 481 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Damit liegen die Zahlen dennoch weiterhin deutlich über dem Niveau des Vorjahres, in dem 3.338 Personen weniger arbeitslos waren.

Ein Vergleich der beiden Rechtskreise lässt erkennen, dass der Rückgang dieses Mal im Bereich des Jobcenters stärker war. Bei der Agentur für Arbeit Ludwigshafen waren 7.242 Frauen und Männer gemeldet, 88 weniger als im September. Im Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen waren 9.694 Personen registriert, 393 weniger als im Vormonat. Diese Entwicklung ließ auch die Arbeitslosenquote wieder etwas sinken, die nun mit 7,2 Prozent 0,2 Prozentpunkte weniger beträgt als noch im vergangenen Monat.

3.054 Menschen haben sich im Oktober arbeitslos gemeldet, 120 mehr als im Vormonat, allerdings 561 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 3.533 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 21 mehr als im September, jedoch 157 weniger als im Oktober des vergangenen Jahres. „Die Herbstbelebung hat dazu beigetragen, dass erneut mehr Menschen einen Job gefunden haben. Die Abgangszahlen in Erwerbstätigkeit umfassten im Oktober 1.104 Personen und lagen damit sogar um 22 Prozent höher als im Vorjahr. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich der weitere Verlauf der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt auswirken wird. Die aktuelle Lage lässt bereits jetzt erkennen, dass Arbeitgeber in Bezug auf Neueinstellungen wieder verhaltener werden“, sagt Benjamin Wehbring, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

Arbeitsstellen

Die Meldungen neuer Stellen sind im Oktober um 12 Prozent zurückgegangen. Insgesamt haben Arbeitgeber 579 Stellen gemeldet, das sind 81 weniger als im September und 91 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand umfasst somit aktuell 2.776 Stellen, 67 weniger als im Vormonat. „Die Wirtschaftsbereiche Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen sowie Öffentliche Verwaltung haben die meisten offenen Stellen gemeldet. Die nicht einschätzbare Entwicklung der Corona-Pandemie ist allerdings für viele Firmen ein Unsicherheitsfaktor, weshalb viele erst einmal mit ihren weiteren Personalplanungen vorsichtig sind. Kurzarbeit ist weiterhin das Förderinstrument, das vielen Unternehmen dabei hilft, ihre Mitarbeitenden zu halten. Die anstehenden stärkeren Einschränkungen können abermals dazu führen, dass mehr Arbeitgeber auf Kurzarbeit zurückgreifen. Aktuell bewerten wir die neue Situation, sind gut vorbereitet und richten die Organisation auf die neue Lage aus“, meint Wehbring. Seit Jahresbeginn hat die Agentur für Arbeit Ludwigshafen bereits 43 Millionen Euro an Kurzarbeitergeld ausbezahlt. Ein enormer Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, in dem nur 180.000 Euro zur Auszahlung kamen.

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwigshafen waren im Oktober mit 9.266 Menschen 265 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat, allerdings 1.738 mehr als vor einem Jahr. 1.887 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 34 mehr als im September und 141 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum haben sich 1.613 Personen arbeitslos gemeldet, 49 mehr als im Vormonat, aber 430 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 9,9 Prozent.

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

„Erfreulicherweise sank auch im Oktober die Zahl der arbeitslosen Personen im Agenturbezirk Frankenthal“, sagt Ralf Lenke Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal. Insgesamt waren mit 2.578 Personen 78 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen allerdings aufgrund von Corona noch lange nicht auf dem gleichen Niveau. So waren vor einem Jahr noch 518 Personen weniger arbeitslos gemeldet.

„Wir sehen aktuell eine sehr hohe Dynamik am Arbeitsmarkt“, meint Lenke und ergänzt: „So verzeichnen wir viele Einstellungen in Branchen, die durch die Krise einen Mehrbedarf an Personal haben, beispielsweise das Sicherheitsgewerbe oder Paketdienste, während gleichzeitig andere Branchen, zum Beispiel Hotels oder das Gastgewerbe, Personal abbauen müssen.“

Im Oktober sind die Meldungen neuer Stellen wieder leicht zurückgegangen. So wurden der Agentur für Arbeit Frankenthal 82 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 28 weniger als im Vormonat und 55 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand umfasst aktuell 471 Stellen, von denen 379 in der Stadt Frankenthal angesiedelt sind.

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Die Arbeitslosigkeit hat sich im Oktober im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer erneut verringert. Mit 3.132 Personen waren 101 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat, allerdings 643 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent. 613 Personen haben sich im Oktober arbeitslos gemeldet, 53 mehr als im September, allerdings 34 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 707 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 5 mehr als im Vormonat und 15 weniger als vor einem Jahr.

„Speyer kann nicht nur den Rückgang der Arbeitslosenquote für sich verzeichnen, sondern sich auch über die Vermeidung eines Corona-Jahrganges auf dem Ausbildungsmarkt freuen. Die Befürchtung, dass viele Bewerber aufgrund der Corona-Pandemie nach ihrem Schulabschluss alternativlos seien könnten oder Arbeitgeber weniger ausbilden als in den Vorjahren, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet“, berichtet Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer. Das macht die Bilanz des Ausbildungsjahres 2019/20, das den Zeitraum von Oktober 2019 bis September 2020 umfasst, für die Stadt Speyer deutlich. Die Zahl der Bewerber, die sich bei der Agentur für Arbeit gemeldet haben, ist im Vergleich zum Vorjahr fast konstant geblieben, denn mit 328 Jugendlichen aus Speyer waren es in diesem Jahr nur 6 weniger. Von diesen haben lediglich 22 noch keinen Ausbildungsplatz oder eine andere Alternative gefunden.

Einen leichten Rückgang gibt es auf Seiten der gemeldeten Ausbildungsstellen: Mit 413 Ausbildungsplätzen wurden 50 weniger gemeldet als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. „Nach dem Start des Ausbildungsjahrgangs 2020 beginnt für uns die Akquise für das neue Ausbildungsjahr. Aktuell schreiben wir wieder Arbeitgeber an, damit diese uns ihre Ausbildungsstellen für 2021 melden“, erklärt Kuzmanovic.

Arbeitgeber suchen nicht nur ihre Fachkräfte von morgen, das machen die Stellenmeldungen deutlich. Die Nachfrage ist im Oktober jedoch wieder etwas zurückgegangen. 146 neue Stellen wurden der Arbeitsagentur gemeldet, 22 weniger als im September und 15 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt umfasst der Stellenbestand aktuell 706 Jobmöglichkeiten, 2 mehr als im Vormonat, jedoch 220 weniger als im Vorjahr. „Ich empfehle jedem Arbeitgeber, seine Stellen selbstständig bei uns zu erfassen. Neben der schnellen und flexiblen Umsetzung bleibt selbstverständlich die Betreuung des Stellenangebotes durch unseren Arbeitgeber-Service gesichert. Dieser steht natürlich auch für Fragen und Infos zur Verfügung“, sagt Kuzmanovic.