01.12.2020 | Presseinfo Nr. 34

Erneuter Rückgang der Arbeitslosigkeit: Arbeitslosenquote sinkt im November auf 7,1 Prozent

Der regionale Arbeitsmarkt hat sich unter den aktuellen Corona-Bedingungen weitestgehend stabilisiert, denn erneut kam es zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit.    Im November waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen mit 16.544 Personen 392 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Zahlen liegen allerdings weiterhin deutlich über dem Niveau des Vorjahres, in dem 3.126 Personen weniger arbeitslos waren.

Betrachtet man die beiden Rechtskreise ist erneut zu erkennen, dass der Rückgang im Bereich des Jobcenters wieder höher ausgefallen ist. Im Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen waren 9.415 Personen registriert, 279 weniger als im Vormonat. Bei der Agentur für Arbeit Ludwigshafen waren 7.129 Frauen und Männer gemeldet, 113 weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent.

2.828 Menschen haben sich im November arbeitslos gemeldet, 226 weniger als im Vormonat und sogar 591 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 3.214 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 319 weniger als im Oktober und 387 weniger als vor einem Jahr. „Im November konnten vor allem junge Menschen unter 25 Jahren wieder in der Arbeitswelt Fuß fassen, denn hier fiel der Rückgang mit 5,1 Prozent am deutlichsten aus“, sagt Benjamin Wehbring, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. Grundvoraussetzung für die weitere positive Entwicklung am Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten ist die Suche der regionalen Unternehmen nach Arbeitskräften, die im November wieder leicht gestiegen ist.

Arbeitsstellen

663 neue Stellenangebote konnte der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur im November entgegennehmen, 84 mehr als im Vormonat, was einem Anstieg von 14,5 Prozent entspricht. Besonders die Bereiche Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie Gesundheit- und Sozialwesen sind nach wie vor auf der Suche nach Personal, denn hier wurde erneut der meiste Bedarf gemeldet. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich der aktuelle Lockdown Light in den kommenden Monaten auf den Arbeitsmarkt auswirken wird. Mit Ausnahme des Einzelhandels sind von den Corona-Einschränkungen viele Dienstleistungsbereiche des öffentlichen Lebens betroffen. Daher ist Kurzarbeit weiterhin ein wichtiges Förderinstrument, mit dem die Firmen die anhaltende Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen weitestgehend abfedern können. Dieses wird auch wieder stärker nachgefragt, denn die Anzeigen auf Kurzarbeit sind leicht gestiegen, von 31 im Oktober auf aktuell 240 im November. Seit Jahresbeginn hat die Agentur für Arbeit Ludwigshafen bereits 47,6 Millionen Euro an Kurzarbeitergeld ausbezahlt, im vergangenen Jahr waren es von Januar bis November lediglich 180.000 Euro. „Wir sind im steten Austausch mit unseren Netzwerkpartnern und Unternehmen, um schnell und unbürokratisch helfen zu können. Zudem passen wir unsere Organisation weiterhin den neuen Anforderungen an, indem wir den Bereich, der sich mit der Auszahlung von Kurzarbeitergeld befasst, personell verstärken“, berichtet Wehbring, der davon ausgeht, dass auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten mit einem leichten Rückschlag zu rechnen ist.

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwigshafen waren im November mit 9.021 Menschen 245 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat, allerdings 1.595 mehr als vor einem Jahr. 1.734 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 153 weniger als im Oktober und 236 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum haben sich 1.502 Personen arbeitslos gemeldet, 111 weniger als im Vormonat, und 370 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent.

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

„Als Geschäftsstellenleiter freue ich mich, dass wir in diesem Monat trotz der anhaltenden Pandemiesituation erfreuliche Arbeitsmarktzahlen mitteilen können“, sagt Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal, und ergänzt: „Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Frankenthal sank im November um 94 Personen auf 2.484 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 6,5 Prozent, das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als im vorherigen Monat.“

In der momentan wirtschaftlich angespannten Lage wechseln Beschäftigte seltener ihren Arbeitsplatz. Diese niedrigere Fluktuation trägt neben dem zurückhaltenden Personalbedarf der Unternehmen dazu bei, dass weniger Stellen zu besetzen sind.

„Trotzdem verzeichnen wir aktuell einen Anstieg bei kurzfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung, sodass wir jeder neu arbeitslos gewordenen Person alternative Stellenangebote anbieten können“, führt Lenke weiter aus.

Insgesamt gab es im November 86 neue Stellenmeldungen in der Agentur für Arbeit Frankenthal. Der Bestand umfasst somit aktuell 424 Stellen, von denen 338 in der Stadt Frankenthal angesiedelt sind.

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Erneuter Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer: Mit 3.105 Personen waren im November 27 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat, allerdings 636 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt weiterhin unverändert 5,3 Prozent.

597 Personen haben sich im November arbeitslos gemeldet, 16 weniger als im Oktober und 49 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 621 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 86 weniger als im Vormonat und 45 weniger als vor einem Jahr.

Die Meldungen neuer Stellen haben wieder etwas zugenommen. Im November wurden der Arbeitsagentur 168 neue Stellen gemeldet, 22 mehr als im Oktober und sogar 24 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt umfasst der Stellenbestand aktuell 745 Jobmöglichkeiten, 39 mehr als im Vormonat.

„Trotz des positiven Verlaufs im November rechnen wir dieses Jahr aufgrund der bestehenden Corona-Verordnungen nicht mit einem belebenden Weihnachtsgeschäft auf dem Arbeitsmarkt. Das Gastgewerbe, das sonst zu dieser Zeit aufblüht, wird vermutlich dieses Jahr leider massiv mit Verlusten zu kämpfen haben“, vermutet Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer. Arbeitgeber können sich jederzeit mit ihren Fragen, beispielsweise zu Kurzarbeitergeld, an den Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur wenden, der unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20 erreichbar ist.

Die Arbeitsagentur auf Twitter

Benjamin Wehbring fasst schon seit Längerem auf seinem persönlichen Twitter-Account @BWehbring das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt in Kürze und leicht verständlich zusammen. Seit Anfang Dezember ist nun auch die Agentur für Arbeit Ludwigshafen mit einem offiziellen Auftritt bei Twitter vertreten. Schauen Sie doch mal bei @AA_Ludwigshafen vorbei, im Dezember erwartet Sie dort unter anderem ein Adventskalender!