26.04.2021 | Presseinfo Nr. 32

Übernahme von Azubi trotz Kurzarbeit

Auch krisenbetroffene Unternehmen sollten ihren Nachwuchs jetzt an sich binden.
 

Viele junge Menschen beenden mit dem erfolgreichen Ablegen ihrer Abschlussprüfung bald die Ausbildung. Ist der Ausbildungsbetrieb von Kurzarbeit betroffen, stellt sich die Frage, ob die „frischgebackene“ Nachwuchskraft übernommen werden darf.

Kurzarbeit für übernommene Azubi möglich

„Diese Sorge ist absolut unbegründet: Wenn Auszubildende nach ihrer Ausbildung vom Ausbildungsbetrieb in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis übernommen werden, kann auch für sie Kurzarbeitergeld beantragt werden. Statt arbeitslos zu werden, starten die jungen Menschen besser zunächst mit Kurzarbeit in den Beruf“, erklärt Markus Dusch, Chef der Agentur für Arbeit Lübeck und ermutigt die Unternehmen der Region: „Binden Sie die selbst ausgebildete Nachwuchskraft weiter an Ihren Betrieb, damit Sie bei besserer Auftragslage mit dem benötigten Fachpersonal gleich durchstarten können!“

Regelung gilt auch für dual Studierende

Die zeitnahe Übernahme ehemaliger Auszubildenden des Ausbildungsbetriebes kann in ein befristetes oder unbefristetes Beschäftigungsverhältnis erfolgen. Das Gleiche gilt auch für Studienabgängerinnen und -abgänger dualer Studiengänge der Betriebe.

Kurze Erklärung bei der Abrechnung genügt

Eine vorherige Genehmigung der Übernahme durch die Arbeitsagentur ist in diesen Fällen nicht erforderlich. Unternehmen und Betriebe geben bei der Abrechnung des Kurzarbeitergeldes eine kurze Erklärung ab, dass sich die Gesamtzahl der beschäftigten Arbeitnehmenden – und gegebenenfalls auch die Zahl der Kurzarbeitenden – erhöht hat, weil die ehemaligen Nachwuchskräfte übernommen wurden. Den Auszubildenden soll somit der Einstieg in das Berufsleben erleichtert werden.

Weitere Informationen

Informationen zur Kurzarbeit bietet die Internetseite unter www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit. Bei Fragen können sich Unternehmen an den Arbeitgeber-Service unter der gebührenfreien Hotline 0800 4 5555 20 wenden.