30.09.2020 | Presseinfo Nr. 92

Lüneburg-Uelzen: Herbstsonne lässt Arbeitslosenzahl schmelzen

Arbeitslosenzahl: 17.401 (Vormonat: -759/-4,2% Vorjahr: +3.415/+24,4%)
Arbeitslosenquote: 5,6% (Vormonat: 5,8% Vorjahr: 4,5%)
Stellenbestand: 4.447 (Vormonat: +33/+0,7% Vorjahr: -1.239/-21,8%)
 
 

Bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen waren im September 17.401 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm gegenüber August um 759 Personen (4,2 Prozent) ab. Im Vergleich zu September 2019 erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 3.415 Personen (24,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag im September mit 5,6 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatsniveau. Für den Vorjahresmonat war eine Quote von 4,5 Prozent ausgewiesen worden.

„Der September punktet üblicher Weise mit sinkenden Arbeitslosenzahlen auf Grund der einsetzenden Herbstbelebung. Auch in diesem Jahr waren zum Sommerende weniger Menschen arbeitslos“, berichtet Wiebke Rehr, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. Damit ging erstmals seit März die Arbeitslosigkeit zurück. Ebenfalls eine für diese Jahreszeit typische Entwicklung: Verbunden mit Ausbildungs- und Studienbeginn sank die Jugendarbeitslosigkeit. So waren im September 2.061 unter 25-Jährige arbeitslos und damit 232 Personen (10,1 Prozent) weniger als im August. Dennoch lag die Arbeitslosigkeit in dieser Personengruppe pandemiebedingt über dem Vorjahresniveau (427 Personen/26,1 Prozent).

Der Arbeitsmarkt ist durch Dynamik geprägt, denn Arbeitslosigkeit ist keine feste Größe. Die maßgeblichen Indikatoren dafür zeigten ein positives Bild. Im September nahmen die Arbeitsagenturen und Jobcenter insgesamt 3.044 Arbeitslosmeldungen auf. Damit sank die Zahl dieser so genannten Zugänge um 527 (14,8 Prozent) gegenüber August. Gleichzeitig wurden 3.817 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit verzeichnet - 690 (22,1 Prozent) mehr als im Vormonat.

„Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Arbeitskräftenachfrage erholt sich langsam und die Ressource Fachkraft war bereits vor Corona rar. Unternehmen sind gut beraten, wenn sie jetzt ihre Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote prüfen und sofern möglich erweitern“, so Rehr. Unterstützung und Informationen zu finanziellen Hilfen, wie beispielsweise der Ausbildungsprämie oder Qualifizierungsförderung, gibt es im örtlichen Arbeitgeber-Service in Buchholz, Lüchow, Lüneburg, Uelzen und Winsen unter 0800 4 5555 20 oder per E-Mail an lueneburg-uelzen.arbeitgeber@arbeitsagentur.de.

Der Stellenbestand wies mit 4.447 Stellenangeboten ein Plus von 33 Stellen (0,7 Prozent) zu August auf. Darunter befanden sich 918 Stellen, die Betriebe neu meldeten - vor einem Monat waren dies 901. Die meisten Stellenzugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (250 Stellen, darunter: Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit 194 Stellen), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz (126 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (105 Stellen), Verarbeitendes Gewerbe (88 Stellen) sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (80 Stellen).

Zu den in den Vormonaten eingereichten Anzeigen auf Kurzarbeit gingen bis zum 24. September im Monatsverlauf 20 weitere Anzeigen für 226 Personen ein. Wichtig: In den Anzeigen wird die Maximal-Zahl der Beschäftigten genannt, für die Kurzarbeitergeld beantragt werden könnte. Wenn die Abrechnungen der Unternehmen bei der Arbeitsagentur vorliegen, ist klar, in welchem Umfang die angezeigte Kurzarbeit auch umgesetzt wurde.

Mit der Septemberstatistik wurden Daten für die im März realisierte Kurzarbeit veröffentlicht. Im März wurde in 2.264 Betrieben für 12.914 Beschäftigte Kurzarbeit im Agenturbezirk realisiert (Landkreise Harburg: 908 Betriebe/4.663 Beschäftigte, Lüchow-Dannenberg: 203 Betriebe/ 1.400 Beschäftigte, Lüneburg: 785 Betriebe/ 5.209 Beschäftigte, Uelzen: 368 Betriebe/ 1.642 Beschäftigte).

Hinweis: Im März 2020 ist auf Grund erhöhten Aufkommens an Anzeigen über Kurzarbeit („Corona-Krise“) die Erfassung in den IT-Systemen häufig erst mit zeitlichem Verzug erfolgt. Die Nacherfassungen sind mit dem Monat Mai 2020 fast vollständig abgeschlossen. Daher lag für den März die realisierte Kurzarbeit höher als die zuvor angezeigte.