29.10.2020 | Presseinfo Nr. 94

Lüneburg-Uelzen: Goldener Oktober trotz Pandemie

Arbeitslosenzahl: 16.931 (Vormonat: -470/-2,7% Vorjahr: +3.197/+23,3%)
Arbeitslosenquote: 5,4% (Vormonat: 5,6% Vorjahr: 4,5%)
Stellenbestand: 4.470 (Vormonat: +23/+0,5% Vorjahr: -1.087/-19,6%)
 

Bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen waren im Oktober 16.931 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm gegenüber September um 470 Personen (2,7 Prozent) ab. Im Vergleich zu Oktober 2019 erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 3.197 Personen (23,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag im Oktober mit 5,4 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatsniveau. Für den Vorjahresmonat war eine Quote von 4,5 Prozent ausgewiesen worden.

„Ein goldener Oktober belebte den Arbeitsmarkt und brachte sinkende Arbeitslosenzahlen sowie eine stabile Arbeitskräftenachfrage“, so Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. Maßgeblich getragen wurde die Entwicklung durch den erwarteten Rückgang im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit. Vornehmlich durch Ausbildungs- und Studienbeginn sank die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen von 2.061 Personen im September auf 1.771 im Oktober. Die Arbeitslosenzahl bewegte sich annähernd auf dem Niveau wie letztmalig im Januar 2016 mit 16.937 Arbeitslosen (Landkreis Harburg: März 2014 mit 6.404 Arbeitslosen, Landkreis Lüchow-Dannenberg: März 2018 mit 1.808 Arbeitslosen, Landkreis Lüneburg: März 2014 mit 6.267 Arbeitslosen, Landkreis Uelzen: Januar 2019 mit 2.681 Arbeitslosen).

Der Stellenbestand wies mit 4.470 Stellenangeboten ein Plus von 23 Stellen (0,5 Prozent) zu September auf. Darunter befanden sich 938 Stellen, die Betriebe neu meldeten - vor einem Monat waren dies 918. Die meisten Stellenzugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (216 Stellen, darunter: Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit 174 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (145 Stellen) Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz (125 Stellen), Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (93 Stellen) sowie verarbeitendes Gewerbe (65 Stellen).

Mit der im April realisierten Kurzarbeit wurden nun für den zweiten Monat unter Corona-Zeichen die Zahlen veröffentlicht. Im April wurde in 3.992 Betrieben von 25.579 Beschäftigten kurzgearbeitet (Landkreis Harburg: 1.712 Betriebe und 9.883 Beschäftigte/ Landkreis Lüchow-Dannenberg: 378 Betriebe und 2.661 Beschäftigte/ Landkreis Lüneburg: 1.285 Betriebe und 9.453 Beschäftigte/ Landkreis Uelzen: 617 Betriebe und 3.582 Beschäftigte). Bei den Kurzarbeitenden handelt es sich um Beschäftigte, die im Agenturbezirk Lüneburg-Uelzen leben und arbeiten sowie um Beschäftigte, die an ihren Arbeitsplatz im Bezirk einpendeln, aber außerhalt des Bezirks wohnen (Einpendler). Gleichzeitig können Personen, die im Agenturbezirk leben, aber außerhalb arbeiten (Auspendler) von Kurzarbeit betroffen sein. Sie sind in den genannten Zahlen nicht enthalten, da der Betrieb und damit der Arbeitsplatz der Auspendler nicht im Agenturbezirk liegen.

„Wie stark das Instrument den Arbeitsmarkt unterstützt, hat es in der Finanz- und Wirtschaftskrise vor mehr als zehn Jahren gezeigt. Während der aktuellen Coronapandemie bewährt es sich erneut“, berichtet die Arbeitsmarktexpertin. Die Arbeitsagenturen in Buchholz, Lüchow, Lüneburg, Uelzen und Winsen haben die Personalressourcen im Bereich Kurzarbeit massiv gestärkt. „Wir sind für die Unternehmen da, wenn sie Mitarbeiter und Auszubildende suchen, aber auch in dieser schwierigen Phase begleiten wir sie und stellen sicher, dass sie das Kurzarbeitergeld zügig erstattet bekommen“, hebt Kuechler-Kakoschke hervor.