01.12.2020 | Presseinfo Nr. 99

Lüneburg-Uelzen: Arbeitslosigkeit im November rückläufig - Kurzarbeit und Qualifizierung können sich ergänzen

Arbeitslosenzahl: 16.595 (Vormonat: -336/-2,0% Vorjahr: +2.943/+21,6%)
Arbeitslosenquote: 5,3% (Vormonat: 5,4% Vorjahr: 4,4%)
Stellenbestand: 4.439 (Vormonat: -31/-0,7% Vorjahr: -821/-15,6%)

Bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen waren im November 16.595 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm gegenüber Oktober um 336 Personen (2,0 Prozent) ab. Im Vergleich zu November 2019 erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 2.943 Personen (21,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag im November mit 5,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatsniveau. Für den Vorjahresmonat war eine Quote von 4,4 Prozent ausgewiesen worden.

„Eine rückläufige Arbeitslosenzahl von Oktober auf November ist saisonal üblich und diese Entwicklung zeigte sich ebenfalls im aktuellen Jahr, wenn auch auf pandemiebedingt höherem Niveau“, so Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. „Mögliche Auswirkungen des „Lockdown light“ finden sich nicht in den Zahlen“ betont die Arbeitsmarktexpertin und prognostiziert mit Blick auf die kommenden Wochen einen höheren Arbeitslosenbestand, denn: „Im Winter steigt die Arbeitslosigkeit saisonbedingt und auch dieses Jahr wird darin wahrscheinlich keine Ausnahme bilden“.

Der Stellenbestand wies mit 4.439 Stellenangeboten ein leichtes Minus von 31 Stellen (0,7 Prozent) zu Oktober auf. Darunter befanden sich 885 Stellen, die Betriebe neu meldeten - vor einem Monat waren dies 938. Die meisten Stellenzugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (278 Stellen, darunter: Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit 240 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (100 Stellen) Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz (97 Stellen), Öffentliche Verwaltung (77 Stellen) sowie verarbeitendes Gewerbe (68 Stellen).

Strukturwandel, Digitalisierung, Fachkräftemangel - Themen, die auch in Pandemiezeiten nicht an Aktualität verloren haben und in einem Atemzug mit dem lebenslangen Lernen oftmals genannt werden. „Fakt ist, Qualifikation ist die Währung auf dem Arbeitsmarkt für Beschäftigte und die Basis für zukunftsorientierte Unternehmen“, betont Kuechler-Kakoschke. Folgerichtig unterstützen Arbeitsagenturen und Jobcenter nicht nur Arbeitslose, sondern auch Beschäftigte beispielsweise dabei, Wissen im erlernten Beruf zu aktualisieren oder einen Berufsabschluss nachzuholen. Aber auch Unternehmen können sich an die Arbeitsagentur wenden, wenn es um die Weiterbildung ihrer Beschäftigten geht. „Gerade Qualifizierung und Kurzarbeit schließen sich nicht aus, sondern können sich sehr gut ergänzen“, wirbt die Agenturchefin für das Thema. Zudem wurden die Fördermöglichkeiten mit dem Qualifizierungschancengesetz - kurz QCG - seit Oktober nochmals erweitert und die Arbeitsagenturen können teilweise sogar vollständige Weiterbildungskosten und Zuschüsse zum Arbeitsentgelt übernehmen. Für weitere Informationen gibt es kostenfreie Servicenummern. Unternehmen wählen die 0800 4 5555 20 und Beschäftigte die 0800 4 5555 00.

Mit der im Mai realisierten Kurzarbeit wurden nun für einen weiteren Monat unter Corona-Zeichen die Zahlen veröffentlicht. Im Mai wurde in 3.459 Betrieben von 23.053 Beschäftigten kurzgearbeitet. Bei den Kurzarbeitenden handelt es sich um Beschäftigte, die im Agenturbezirk Lüneburg-Uelzen leben und arbeiten sowie um Beschäftigte, die an ihren Arbeitsplatz im Bezirk einpendeln, aber außerhalt des Bezirks wohnen (Einpendler). Gleichzeitig können Personen, die im Agenturbezirk leben, aber außerhalb arbeiten (Auspendler) von Kurzarbeit betroffen sein. Sie sind in den genannten Zahlen nicht enthalten, da der Betrieb und damit der Arbeitsplatz der Auspendler nicht im Agenturbezirk liegen.