04.01.2022 | Presseinfo Nr. 1

Lüneburg-Uelzen: 2021 verabschiedet sich mit stagnierender Arbeitslosenzahl und stabiler Arbeitskräftenachfrage

Arbeitslosenzahl: 14.367 (Vormonat: +21/+0,1% Vorjahr: -2.192/-13,2%)
Arbeitslosenquote: 4,6% (Vormonat: 4,6% Vorjahr: 5,3%)
Stellenbestand: 5.508 (Vormonat: -104/-1,9% Vorjahr: +1.538/+38,7%)

Im Dezember waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen 14.367 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm gegenüber November um 21 Personen (0,1 Prozent) zu. Im Vergleich zu Dezember 2020 verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 2.192 Personen (13,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag mit 4,6 Prozent auf dem Vormonatsniveau. Ein Jahr zuvor betrug die Quote 5,3 Prozent.   

„Der für den Jahresauswechsel übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel ähnlich wie vor einem Jahr gering aus und glich eher einer Stagnation. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass die aktuelle Arbeitslosigkeit mehr als 2.000 Arbeitslose weniger ausweist als vor 12 Monaten. Wir starten also von einer guten Basis in das neue Jahr“, so Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. Zumal die Arbeitskräftenachfrage, also das Stellenangebot, fast 40 Prozent mehr freie Stellen verzeichnete als vor einem Jahr. Insgesamt waren mehr als 5.500 Stellenangebote im Agenturbezirk Lüneburg-Uelzen gemeldet.

Gleichzeitig haben die vergangenen Wochen gezeigt, dass die Beratungen zur Kurzarbeit wieder zugenommen haben. „Die Nachfrage ist moderat gestiegen und keineswegs vergleichbar mit der Situation im Frühjahr 2020. Sie zeigt aber, dass das Kurzarbeitergeld sich in den vergangenen Monaten als Stabilisator für Beschäftigung bewiesen hat“, erläutert die Arbeitsmarktexpertin und verdeutlicht: „Wir sind für die Unternehmen da. Beraten und bearbeiten Anzeigen sowie Erstattungsanträge auf das Kurzarbeitergeld umgehend“. Gleichzeitig rät sie dazu, die digitalen Möglichkeiten zu nutzen und Unterlagen über die online-Funktionen auf www.arbeitsagentur.de oder die App fürs Kurzarbeitergeld einzureichen. „Das spart nicht nur Porto, sondern sorgt auch dafür, dass die Anträge direkt in unsere elektronischen Akten geleitet werden und bearbeitet werden können“, so Kuechler-Kakoschke. Inwiefern aus den Beratungen Anzeigen auf Kurzarbeit resultieren und inwieweit die tatsächliche Inanspruchnahme erfolgt, wird sich mit den Abrechnungen zeigen, für die Betriebe drei Monate Zeit haben.

Unter den 5.508 Stellenangeboten befanden sich 1.122 Stellen, die im Monatsverlauf neu hinzukamen. Damit nahmen diese so genannten Stellenzugänge gegenüber November leicht um 13 Stellen (1,1 Prozent) ab. Gegenüber dem Vorjahr lagen sie um 107 Stellen (8,7 Prozent) im Minus. Die meisten Stellenzugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (399 Stellen, darunter: Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit 346 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (139 Stellen), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz (135 Stellen), Öffentliche Verwaltung (100 Stellen) sowie Freiberuflich, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (80 Stellen). 

Im Juni wurde in 1.416 Betrieben für 6.938 Beschäftigte Kurzarbeit realisiert.  
Bis zum 27. Dezember gingen im Monatsverlauf 170 Anzeigen für 2.600 Personen auf Kurzarbeit ein (Landkreis Harburg: 49 Anzeigen/ 430 Personen, Lüchow-Dannenberg: 26 Anzeigen/ 249 Personen, Lüneburg: 55 Anzeigen/ 1.131 Personen, Uelzen: 40 Anzeigen/ 790 Personen. Wichtig: In den Anzeigen wird die Maximal-Zahl der Beschäftigten genannt, für die Kurzarbeitergeld beantragt werden könnte. Wenn die Abrechnungen der Unternehmen bei der Arbeitsagentur vorliegen, ist klar, in welchem Umfang die angezeigte Kurzarbeit auch umgesetzt wurde.