31.03.2022 | Presseinfo Nr. 22

Lüneburg-Uelzen: Frühling lässt Arbeitslosigkeit sinken und Arbeitskräftenachfrage steigen

Arbeitslosenzahl: 14.809 (Vormonat: -430/-2,8% Vorjahr: -2.585/-14,9%)
Arbeitslosenquote: 4,7% (Vormonat: 4,9% Vorjahr: 5,6%)
Stellenbestand: 5.952 (Vormonat: +292/+5,2% Vorjahr: +1.325/+28,6%)

Im März waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen 14.809 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm gegenüber Februar um 430 Personen (2,8 Prozent) ab. Im Vergleich zu März 2021 verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 2.585 Personen (14,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag mit 4,7 Prozent 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatsniveau. Ein Jahr zuvor betrug die Quote 5,6 Prozent.   

„März bedeutet nicht nur Frühlingsbeginn, sondern er läutet meist auch die Frühjahrsbelebung ein und genau die spiegelt sich in sinkenden Arbeitslosenzahlen wider“, erläutert Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. Zudem fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit von Februar auf März mit 2,8 Prozent stärker als im vergangenen Jahr mit 2,1 Prozent aus. Gleichzeitig zog die Arbeitskräftenachfrage deutlich an. „Bei den Arbeitgeber-Services vor Ort waren insgesamt fast 6.000 freie Stellen gemeldet und damit ein durchaus deutliches Plus um fast 30 Prozent binnen Jahresfrist“, so die Agenturchefin. 

Mögliche Auswirkungen, wie beispielsweise ausfallende Lieferketten oder steigende Energiekosten, in Folge des Krieges in der Ukraine zeigen sich in den Arbeitsmarktzahlen bisher nur bedingt. „Der Arbeitsmarkt ist robust, die Fachkräftenachfrage ist weiterhin hoch“, fasst Kuechler-Kakoschke zusammen und ergänzt: „Nach den Erlebnissen von Krieg und Flucht sind Arbeitsgesuche von Ukrainern verständlicherweise bisher die Ausnahmen und bilden sich daher auch noch nicht statistisch ab, aber wir haben Erfahrungen aus der Flüchtlingswelle 2015/2016 genutzt und uns vorbereitet“. Im Internet unter https://www.arbeitsagentur.de/ukraine werden aktuelle Informationen rund um Arbeitsmarktzugang und Ansprechstellen zur Verfügung gestellt. Für Unternehmen, die durch die Situation in der Ukraine mit Auftragseinbußen umgehen müssen, kann Kurzarbeitergeld gezahlt werden. Sofern dazu noch kein Kontakt mit einer der Arbeitsagenturen in Buchholz, Lüchow, Lüneburg, Uelzen oder Winsen bestand, rät die Agenturchefin den Betrieben, sich umgehend an die Beratungshotline des Arbeitgeber-Service unter 0800 4 5555 20 zu wenden.

Unter den 5.952 Stellenangeboten befanden sich 1.199 Stellen, die im Monatsverlauf neu hinzukamen. Damit nahmen diese so genannten Stellenzugänge gegenüber Februar um 12 Stellen (1,0 Prozent) zu. Gegenüber dem Vorjahr lagen sie um neun Stellen (0,7 Prozent) geringfügig im Minus. Die meisten Stellenzugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (348 Stellen, darunter: Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit 315 Stellen), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz (144 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (123 Stellen), Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (97 Stellen) sowie Verarbeitendes Gewerbe (91 Stellen). 

Im September wurde in 689 Betrieben für 3.123 Beschäftigte Kurzarbeit realisiert. Bis zum 27. März gingen im Monatsverlauf 41 Anzeigen für 502 Personen auf Kurzarbeit ein (Landkreis Harburg: 19 Anzeigen/ 258 Personen, Lüchow-Dannenberg: 4 Anzeigen/ 163 Personen, Lüneburg: 13 Anzeigen/ 58 Personen, Uelzen: 5 Anzeigen/ 23 Personen. Wichtig: In den Anzeigen wird die Maximal-Zahl der Beschäftigten genannt, für die Kurzarbeitergeld beantragt werden könnte. Wenn die Abrechnungen der Unternehmen bei der Arbeitsagentur vorliegen, ist klar, in welchem Umfang die angezeigte Kurzarbeit auch umgesetzt wurde.