Corona-Virus

Aktuelle Informationen für Kundinnen und Kunden sowie für Unternehmen

Die Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen ist ab sofort für den persönlichen Publikumsverkehr geschlossen.

Allgemeine Informationen der Agentur für Arbeit im Hinblick auf das Corona-Virus und Informationen zum Kurzarbeitergeld (KUG) erhalten Sie über die Links am rechten Bildschirmrand.

Bitte beachten Sie auch die u.a. Presseinformationen Nr. 46 zur aktuellen Situation und Nr. 45 mit Informationen für Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld (KUG).

 

Presseinformation 2020-046 vom 18.03.2020

Die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Buchholz, Lüchow, Lüneburg, Uelzen und Winsen konzentrieren sich in der aktuellen Lage darauf, Geldleistungen wie Arbeitslosengeld I und II, Kurzarbeitergeld, Kindergeld und Kinderzuschlag sowie alle weiteren Leistungen auszuzahlen. Um dies zu gewährleisten, um die Gesundheit aller zu schützen und um die Pandemie einzudämmen, gibt es keinen offenen Kundenzugang in die Gebäude mehr. Für Notfälle wird vor Ort eine Kontaktmöglichkeit geschaffen. Darüber informieren die Internetseite www.arbeitsagentur.de und Aushänge.

Wichtige Info für alle Kundinnen und Kunden:

  • Sie müssen einen vereinbarten Termin NICHT absagen, weder telefonisch noch per Mail. Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen.
  • Gesetzte Fristen werden vorerst ausgesetzt.
  • Die Kundinnen und Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern.
  • Die Auszahlung der Geldleistung ist sichergestellt.

Zusätzlich zur Servicerufnummer wurden kurzfristig Sonderrufnummern eingerichtet.

Arbeitsagenturen in den Landkreisen Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Uelzen: Sonderrufnummer: 04131/ 745-392 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr)
Servicerufnummer: 0800 4 5555 00 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr)

Jobcenter Landkreis Harburg:

Sonderrufnummer: 04181/ 990-190 (montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr)
Servicerufnummer: 04181/ 990-0 und 04171/ 60707-0 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr)

Jobcenter Lüchow-Dannenberg:

Sonderrufnummer: 05841/ 9714-349 (montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr)
Servicerufnummer: 05841/9714-0 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr)

Jobcenter Landkreis Lüneburg:

Sonderrufnummer: 04131/ 6037-415 (während der Bürozeiten)
Servicerufnummer: 04131/ 6037-0 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr)

Jobcenter Landkreis Uelzen:

Sonderrufnummer: 0581/ 939-269 (montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr)
Servicerufnummer: 0581/939-496 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr)

Anträge auf Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II:

Antrag auf Arbeitslosengeld I:
http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld
Dazu wird nach der Registrierung eine PIN per Post zugesandt.

Neuantrag auf Arbeitslosengeld II:
http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld2

Der Antrag auf Arbeitslosengeld II kann aktuell ohne persönliche Vorsprache in den Hausbriefkasten des Jobcenters eingeworfen werden. Eine Kopie des Ausweises muss beigelegt werden.

Kundinnen und Kunden, die bereits Arbeitslosengeld II beziehen, und einen Weiterbewilligungsantrag stellen wollen, können dies online unter http://www.jobcenter-digital.de erledigen. Nach der Registrierung wird per Post eine PIN zugestellt. Über dieses Portal können auch Veränderungen mitgeteilt werden.

Tutorials und Flyer zur Hilfe bei den Online-Anträgen:
https://www.arbeitsagentur.de/eservices

Presseinformation 2020-045 vom 17.03.2020

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens treffen immer mehr Unternehmen in Niedersachsen und Bremen. Um wirtschaftliche Einbußen und Auftragsrückgänge abzufedern, sind derzeit sehr viele Betriebe an Kurzarbeit interessiert. „In dieser einmaligen Situation können wir mit Kurzarbeit viele Arbeitsplätze in unserer Region erhalten. Die aktuellen Erleichterungen des Gesetzgebers helfen uns dabei sehr“, so Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. 

Zehn Fragen und Antworten, wie Kurzarbeit genutzt werden kann und welche Dinge rückwirkend ab Anfang März geändert haben:

Was bedeutet Kurzarbeit?

Kurzarbeit bedeutet, dass für einen Teil der Beschäftigten oder alle Beschäftigten in einem Betrieb vorübergehend nicht mehr genug Arbeit da ist und sie ihre Arbeit vorübergehend verringern oder ganz einstellen müssen. Um eine Kündigung zu vermeiden, kann dann Kurzarbeitergeld beantragt werden. Das Geld entspricht ungefähr dem Arbeitslosengeld - wird aber vom Betrieb gezahlt, der das von der Arbeitsagentur erstattet bekommt. Damit wird die schlechte Auftragslage überbrückt.  

Wem hilft Kurzarbeitergeld?

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer behalten ihre Jobs und Arbeitgeber werden von Lohnkosten entlastet. Unternehmen behalten auch in der Flaute ihr eingearbeitetes Personal.

Gibt es Bedingungen für Kurzarbeitergeld?

Es gibt ein paar Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Kurzarbeit können Unternehmen beantragen, die aufgrund unverschuldeter wirtschaftlicher Ursachen wie Lieferengpässe bei benötigten Produktionsteilen oder anderer nicht beeinflussbarer (unabwendbarer) Ereignisse wie Hochwasser oder das Coronavirus

  • kurzfristig in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten,
  • ihre Beschäftigten dadurch nicht mehr voll auslasten können,
  • und bei denen mindestens 10 Prozent der im Betrieb Beschäftigten mindestens zehn Prozent ihres Lohns einbüßen.

Was ändert sich durch das Eilgesetz der Bundesregierung?

Mit den neuen Vorschriften können noch mehr Betriebe Kurzarbeit nutzen. Bisher musste mindestens ein Drittel der im Betrieb Beschäftigten von einem Arbeits- und Lohnausfall betroffen sein. Künftig reichen zehn Prozent der Beschäftigten. Hinzu kommt, dass die Bundesagentur für Arbeit nun auch die Sozialversicherungsbeiträge voll erstattet. Denn auch in Kurzarbeit sind Beschäftigte weiter in den Sozialversicherungen gemeldet. Bisher mussten die Arbeitgeber diese Beiträge in voller Höhe selbst übernehmen. Neu ist ebenfalls, dass künftig auch Leiharbeitnehmer Kurzarbeitergeld erhalten können.

Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld sind „wirtschaftliche Ursachen“ und die sogenannten „unabwendbaren Ereignisse“. Was heißt das?

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Unternehmen wirklich nur im Notfall Kurzarbeitergeld beanspruchen können und nicht etwa bei normalen Betriebsrisiken. Wirtschaftliche Ursachen meinen die Einflüsse, die nicht in der Verantwortung des Betriebes liegen.  Beim Coronavirus kann von wirtschaftlichen Ursachen gesprochen werden, wenn beispielsweise Teile ausbleiben, nicht ersetzt werden können und Bänder stillstehen. Dann gibt es noch die sogenannten „unabwendbaren Ereignisse“. Darunter fällt beispielsweise Hochwasser. Und dazu zählen auch Anordnungen der Gesundheitsämter. 

Wie beantragt man Kurzarbeitergeld?

Unternehmen nehmen Kontakt mit der Agentur für Arbeit auf und schildern ihren Fall. Wenn die Voraussetzungen für KUG erfüllt sind, folgt die schriftliche Anzeige bei der Agentur. Sowohl die Mitteilung von Kurzarbeit als auch die eigentliche Antragsstellung, können online erfolgen, wenn der Arbeitgeber bei der BA registriert ist:

www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit

Welche Unterlagen muss ich für den Antrag einreichen?

Zur Prüfung der Voraussetzungen für Kurzarbeit muss der Betrieb der Arbeitsagentur mehrere Unterlagen vorlegen. Dazu gehören zum Beispiel auch die Vereinbarung über die Einführung von Kurzarbeit mit dem Betriebsrat oder den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Arbeitgeber sollten auch die möglichen Änderungskündigungen einreichen.

Wie lange wird Kurzarbeitergeld gezahlt?

Die mögliche Bezugsdauer beträgt zwölf Monate, aber das ist vom Einzelfall abhängig.

Wie hoch ist Kurzarbeitergeld?

Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Wenn Arbeitnehmer/innen mindestens 0,5 Kinder auf der Lohnsteuersteuer eingetragen haben, beträgt der Satz 67 Prozent.

Reicht das Geld der Bundesagentur für Arbeit für eine schwere Konjunkturkrise aus?

Die Bundesagentur für Arbeit ist auf eine mögliche schwere Krise vorbereitet. Sie kann bei Bedarf auf Konjunkturreserven zurückgreifen. Diese liegen derzeit bei 26 Milliarden Euro.

Beratung und weitergehende Informationen für Arbeitgeber unter der Hotline 0800 45555 20