31.03.2020 | Presseinfo Nr. 31

Der Arbeitsmarkt im März

„Unsere Kolleginnen und Kollegen setzen derzeit alles daran, die Folgen der Corona-Krise für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber möglichst gering zu halten. Die Bearbeitung von Arbeitslosengeld und Kurzarbeitergeld und die telefonische Bearbeitung von Kundenanliegen haben momentan höchste Priorität." erklärt Matthias Kaschte, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Magdeburg. "Coronabedingte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind anhand der vorliegenden Daten des Monats März noch nicht erkennbar. Das liegt insbesondere daran, dass die durch die Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung erst ab Mitte März in Kraft getreten sind und damit bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen oder nur geringfügigen Einfluss auf den Arbeitsmarkt hatten" ergänzt er weiter.

Im März ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Februar um 880 Personen bzw. 4,6 Prozent zurückgegangen. Damit waren insgesamt 18.149 Personen im Agenturbezirk Magdeburg, zu dem außer der Landeshauptstadt auch die Börde und das Jerichower Land gehören, arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug im März 6,9 Prozent (März des Vorjahres: 7,2 Prozent).

 

Unterbeschäftigung

Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst.

 

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im März 2020 auf 26.458, das sind 851 Personen weniger als im Vormonat und 1.188 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 9,8 Prozent.

 

Personalnachfrage wieder gestiegen

Nach der im Winter üblichen sinkenden Nachfrage nach Arbeitskräften, ist die Nachfrage im März wieder angestiegen. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und Jobcenter 2.012 neue Stellen. Das sind 779 mehr als im letzten Monat aber weniger als im letzten Jahr (- 128 Arbeitsstellen). Der Stellenbestand ist gegenüber Februar um 967 auf 6.324 gestiegen.

Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufsgruppen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (1.691 Stellen, z.B. Mechatroniker), und Verkehr und Logistik (1.838 Stellen, z.B. Berufskraftfahrer und Lagerfachkräfte) und Gesundheit und Soziales (802 Stellen, z.B. Altenpfleger).