02.06.2021 | Presseinfo Nr. 44

Pressemitteilung

Der Arbeitsmarkt im Mai 

  • Arbeitslosigkeit geht weiterhin zurück
  • Langzeitarbeitslosigkeit wieder höher als vor der Pandemie

Im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat April um 802 Personen
bzw. 4,1 Prozent gesunken. Damit waren insgesamt 18.556 Personen im Bezirk der Arbeitsagentur Magdeburg arbeitslos gemeldet. Zu diesem gehören neben der Landeshauptstadt auch die Landkreise Börde und Jerichower Land. Die Arbeitslosenquote betrug 7,1 Prozent. Im Vorjahr betrug die Arbeitslosenquote 8,0 Prozent und es waren 20.885 Personen arbeitslos gemeldet.

„Beschäftigungsaufnahmen in den witterungsabhängigen Bereichen und Branchen mit besonders großen Personalbedarfen führen dazu, dass die Arbeitslosigkeit im Mai 2021 weiter gesunken ist“, erklärt Matthias Kaschte, Chef der Magdeburger Arbeitsagentur.


Es lohnt sich Potentiale zu heben


Trotz der zuletzt wieder positiveren Entwicklung der Arbeitslosigkeit ist das Vorkrisenniveau
bisher noch nicht wieder erreicht. So waren im Mai 2019 17.962 Menschen arbeitslos gemeldet. Also etwa 600 weniger als im Mai 2021.
Vor allem Personengruppen mit besonderen Vermittlungshemmnissen, wie Langzeitarbeitslose, konnten von der zuletzt wieder sinkenden Arbeitslosigkeit bisher nicht profitieren. Arbeitslose, deren Arbeitslosigkeit bereits länger als ein Jahr besteht, sind laut gesetzlicher Definition Langzeitarbeitslose. Im Agenturbezirk Magdeburg sind davon derzeit 7.236 Personen betroffen, im Mai 2019 waren es 5.936.


„Einige Unternehmen können auch in der gegenwärtigen Krise Ihre Arbeitskräftebedarfe nicht mehr decken. Deshalb lohnt es sich bei der Personalsuche vorhandene Potentiale zu heben und auch Bewerberinnen und Bewerber in Betracht ziehen, die eventuell eine intensivere Einarbeitung benötigen, da ihre letzte berufliche Tätigkeit schon etwas länger zurückliegt“, sagt Kaschte. „Die Arbeitsagentur kann die Einstellung in dieser Situation finanziell unterstützen, um einen erhöhten Einarbeitungsaufwand auszugleichen“, ergänzt er.


Unterbeschäftigung


Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Mai 2021 auf
25.292, das sind 533 Personen weniger als im Vormonat und 2.553 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 9,5 Prozent.

Weniger neu gemeldete Arbeitsstellen als im April


Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im Mai im Verglich zum April leicht zurückgegangen, liegt aber deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im Mai beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und Jobcenter 1.111 neue Stellen. Das sind 25 weniger als im April aber 151 mehr als im letzten Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber April um 103 auf 5.807 gestiegen.
Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufsgruppen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (1.629 Stellen, z.B. Mechatroniker), Verkehr und Logisti (1.235 Stellen, z.B. Berufskraftfahrer) und Gesundheit und Soziales (897 Stellen, z.B. Altenpfleger).