31.08.2021 | Presseinfo Nr. 59

Keine Spur von Sommerflaute auf dem Arbeitsmarkt

 Betriebe stellen weiter ein 

Der August wartete in Rheinhessen zwar mit durchwachsenem Wetter, dafür aber mit einem florierenden Arbeitsmarkt auf. Anders als im Durchschnitt der Jahre vor Corona, in denen zwischen Juli und August eine Stagnation am Arbeitsmarkt zu verzeichnen war, hat sich die seit Februar anhaltende positive Entwicklung am rheinhessischen Arbeitsmarkt auch im August fortgesetzt. Dennoch konnte das niedrige Niveau der Augustwerte in den Jahren vor Beginn der Corona-Krise noch nicht ganz erreicht werden.

Der August ist typischerweise auch ein Monat, in dem sich zahlreiche junge Menschen nach Abschluss ihrer Ausbildung arbeitslos melden und die Betriebe aufgrund der Ferienzeit weniger neues Personal einstellen. „Auch in diesem Jahr mussten sich einige junge Männer und Frauen nach dem Abschluss ihrer Schul- oder Ausbildungszeit vorübergehend arbeitslos melden“, sagt Heike Strack, Leiterin der Mainzer Arbeitsagentur. „Allerdings waren dies deutlich weniger als im Vorjahr und auch deutlich weniger als in den Jahren vor Corona.“  Dies zeige, dass die Betriebe bestrebt seien, ihr ausgebildetes Personal zu halten. 

Wie schon in den Vormonaten konnten im August wieder zahlreiche Menschen, darunter auch solche, die schon länger arbeitslos sind, ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden, so dass die Arbeitslosigkeit aktuell um knapp 15 Prozent unter den Vorjahreswerten liegt. Die guten Arbeitsmarktchancen fußen dabei auf einer weiterhin lebhaften Nachfrage nach Arbeitskräften. Auch Nachwuchskräfte werden in vielen Bereichen noch händeringend gesucht. „Noch sind für den Ausbildungsbeginn 2021 rund 1000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Hier ist ein Einstieg immer noch möglich“, so Strack. „Eine gute Ausbildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit, deshalb setzen wir immer wieder alle Hebel in Bewegung um auch unter Pandemiebedingen die jungen Menschen zu erreichen und entsprechend zu beraten.“ Jugendliche können sich unkompliziert und ohne Termin bei der nächsten Outdoor-Aktion der Berufsberatung am 2. September von 13 bis 16 Uhr am Gutenbergplatz in Mainz zu allen Fragen rund um Ausbildung und Studium beraten lassen.

Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick

Im August waren in Rheinhessen bei den Dienststellen der Arbeitsagentur und den Jobcentern insgesamt 23.942 Personen als unterbeschäftigt registriert, das waren 294 weniger als im Juli und 2.874 oder 10,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. 18.601 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 133 weniger als im Juli und 3.185 oder 14,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank von 5,2 auf 5,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote bei 6,0 Prozent gelegen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften auf dem ersten Arbeitsmarkt fiel im August mit 1.288 neu gemeldeten Stellen etwas schwächer aus als im Vormonat, lag aber um 183 Stellen oder 16,6 Prozent höher als im Vorjahr.

Von den 18.601 Arbeitslosen im August wurden 7.008 von der Arbeitsagentur und 11.593 von den Jobcentern betreut. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im August entfiel ausschließlich auf die von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitslosen.

Auf den regionalen Arbeitsmärkten Rheinhessens veränderten sich die Arbeitslosenquoten wie folgt: Gesamtbezirk von 5,2 auf 5,1 Prozent, Stadt Mainz von 5,8 auf 5,7 Prozent, Stadt Worms von 8,0 auf 8,1 Prozent, Landkreis Alzey-Worms von 4,4 auf 4,2 Prozent. Im Landkreis Mainz-Bingen blieb die Quote konstant bei 3,9 Prozent.