30.09.2019 | Presseinfo Nr. 61

Arbeitsmakrtbericht September 2019

Der Herbst trübt in Rheinhessen auch die Aussichten am Arbeitsmarkt

Nachdem sich bereits im August die ersten Spuren des konjunkturellen Abschwungs auf dem rheinhessischen Arbeitsmarkt zeigten, bleibt auch die Sicht auf die Septemberdaten nicht ungetrübt. Zwar hat sich die Zahl der insgesamt im Bezirk der Mainzer Arbeitsagentur arbeitslos gemeldeten Menschen mit 15.903 gegenüber dem Vormonat wieder verringert und damit der jahreszeitlich übliche Trend eingestellt, jedoch zeigt der Blick auf die Vorjahresdaten bereits zum zweiten Mal in Folge höhere Werte als in 2018. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 4,5 Prozent.

Erkennbar wird dies vor allem im Vergleich der Agenturwerte und weniger bei den Jobcentern. „Konjunkturelle Eintrübungen machen sich zunächst stärker im Bereich der Arbeitslosenversicherung bemerkbar als im Bereich der Grundsicherung, in der längerfristig Arbeitslose betreut werden. Dies bestätigt sich im September erneut“, erläutert Heike Strack, Chefin der Mainzer Arbeitsagentur, die aktuellen Zahlen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt mit 235.541 erstmals unter dem Wert des Vorquartals. Auch der Vergleich der Stellenmeldungen lässt auf eine langsam schwächere Nachfrage der Unternehmen schließen.  Zwar wurden im September noch 25 Stellen mehr als im August bei der Agentur registriert, im Vorjahresvergleich waren es jedoch noch über 300 Stellen mehr gewesen. „Dies ändert jedoch noch nicht entscheidend die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften“ so Strack, „hier sind es vor allem die Bedarfe nach Helfertätigkeiten, die zurückgefahren werden“.  

Erfreulich bleibt die Entwicklung bei den Jobcentern: hier hat sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahresmonat verringert. Dabei konnten vor allem langzeitarbeitslose Menschen profitieren; ihre Zahl hat sich gegenüber dem August um mehr als 110 reduziert.

„Die zu Jahresbeginn neu geschaffenen Instrumente des Teilhabechancengesetzes geben uns hier einen guten Handlungsspielraum in der konkreten Beratung und Betreuung“ erklärt die Agenturchefin.

Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick

Im September waren in Rheinhessen bei den Dienststellen der Arbeitsagentur und den Jobcentern insgesamt 22.400 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 184 weniger als im August und 194 oder 0,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. 15.903 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet, 648 weniger als im Vormonat aber 368 oder 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Quote 4,4 Prozent betragen. Von den 15.903 Arbeitslosen im September wurden 6.287 von der Arbeitsagentur und 9.616 von den Jobcentern betreut. Mit 1.361 Stellen wurden im September 25 Stellen mehr gemeldet als im Vormonat aber 319 weniger als im Vorjahresmonat.

Die Trends im September zeigten sich im Bezirk der Mainzer Arbeitsagentur ähnlich in den Städten Mainz und Worms sowie in den Landkreisen. Die Arbeitslosenquote lag in Mainz bei 5,2 Prozent (im Vormonat 5,4; im Vorjahresmonat bei 5,3), in Worms bei 6,4 Prozent (im Vormonat bei 6,7; im Vorjahresmonat bei 6,2), im Landkreis Mainz-Bingen bei 3,5 (im Vormonat bei 3,6; im Vorjahresmonat bei 3,3) und im Landkreis Alzey-Worms bei 3,5 (im Vormonat bei 3,7, im Vorjahresmonat bei 3,5).