05.01.2021 | Presseinfo Nr. 1

Rheinhessischer Arbeitsmarkt bleibt stabil

Arbeitslosigkeit sinkt im Dezember gegenüber Vormonat
 

Die Auswirkungen des zweiten Lockdowns spiegeln sich noch nicht in den Dezemberzahlen am Arbeitsmarkt; zum Jahresabschluss hat die Arbeitslosigkeit in Rheinhessen sogar erneut abgenommen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 5,4%.

„Noch zeigt sich der rheinhessische Arbeitsmarkt weitgehend unbeeindruckt von den aktuellen Entwicklungen“, erklärt Arbeitsagenturchefin Heike Strack, „dennoch bereiten uns die Signale, die wir aus den anzeigepflichtigen Entlassungen und den Beratungen im Bereich Insolvenzgeld erhalten, große Sorgen. Wir stellen uns weiterhin auf große Herausforderungen in den kommenden Monaten ein.“

Das Instrument der Kurzarbeit sorgt offenbar weiterhin dafür, dass die Region von dramatischen Einbrüchen verschont geblieben ist. „Doch es ist auch der Mix an Branchen, der uns hier vor Ort stark macht“, so Strack, „denn die durchaus zahlreichen systemrelevanten Unternehmen im Agenturbezirk laufen ja gerade durch die Krise auf Hochtouren."

Vermutlich auch ein Grund dafür, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weniger deutlich als im Landesdurchschnitt in Rheinland-Pfalz zurückgegangen ist.

Zwar sind die Stellenmeldungen im Dezember gegenüber dem Vormonat gesunken, doch auch dies ist eine Entwicklung, wie sie auch in den Vorjahren erlebt wurde. Deutlich erkennbar sind zahlreiche Arbeitsaufnahmen im Verkehrs-und Logistikbereich. Ein Phänomen, das sicher dem Weihnachtsgeschäft und dem Online-Handel zu verdanken ist.   

Durch die erneute Schließung etlicher Wirtschaftsbereiche noch vor Weihnachten haben im Dezember nochmals 540 Betriebe für fast 3.300 Mitarbeiter*innen Kurzarbeit angezeigt.

Seit März haben in Rheinhessen damit über 7.000 Betriebe für rund 66.500 Arbeitnehmer*innen eine Anzeige vorgenommen. Besonders betroffen natürlich der Handel und das Dienstleistungsgewerbe.

Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick

Im Dezember waren in Rheinhessen bei den Dienststellen der Arbeitsagentur und den Jobcentern insgesamt 25.261 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 104 weniger als im Vormonat, aber 3.287 mehr als im Vorjahr. 19.469 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 163 weniger als im November, aber 3.874 oder 24,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote blieb bei 5,4 Prozent. Im Vorjahr hatte sie bei 4,4 Prozent gelegen.

 Von den 19.469 Arbeitslosen im Dezember wurden 8.758 von der Arbeitsagentur und 10.711 von den Jobcentern betreut. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit entfiel auf beide Rechtskreise. Der Bestand an jüngeren Arbeitslosen nähert sich dem Vorjahresniveau an, leider steigt jedoch die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen wieder an.  

Die Arbeitgeber meldeten 1.108 neue Stellen. Das waren 149 weniger als im November und 77 weniger als im Vorjahr.

Im Dezember kam es in fast allen regionalen Arbeitsmärkten im Bezirk der Mainzer Arbeitsagentur zu einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Im Gesamtbezirk blieb die Quote bei 5,4 Prozent, in der Stadt Mainz fiel sie von 6,2 auf 6,1 Prozent und in der Stadt Worms von 8,2 auf 8,1 Prozent. Im Landkreis Alzey-Worms blieb die Quote bei 4,4 Prozent und im Landkreis Mainz-Bingen bei 4,2 Prozent.