20.04.2020 | Presseinfo Nr. 20

Kinderzuschlag wird vorübergehend zum „Notfall-KiZ“

In der Corona-Krise wird der Kinderzuschlag (KiZ) vorübergehend zum Notfall-KiZ.
Er soll insbesondere Familien helfen, die kurzfristig ein geringeres Einkommen haben
und deswegen Unterstützung benötigen.
Mit dem Kinderzuschlag (KiZ) werden schon länger Familien, in denen der Verdienst
der Eltern nicht für die gesamte Familie reicht, unterstützt. Viele Familien stehen zurzeit
vor existenziellen Sorgen, weil es drastische wirtschaftliche Einschnitte gibt. Familien,
die wegen der Corona-Epidemie Einkommenseinbußen erleiden und jetzt (nur
noch) ein kleines Einkommen für sich und ihre Kinder erzielen, sollen in dieser Zeit
besser unterstützt werden. Deshalb wurde der Kinderzuschlag angepasst und vom
01. April bis zum 30. September 2020 zu einem Notfall-KiZ umgebaut.
Neu ist: Ausschlaggebend für die Prüfung, ob Notfall-KiZ bewilligt wird, ist für Anträge
ab dem 01. April 2020 das Einkommen der Eltern im letzten Monat und somit nicht
mehr der Durchschnitt der letzten 6 Monate. Für Anträge im April ist also das Einkommen
von März relevant; für Anträge im Mai das Einkommen von April. Beim Notfall-
KiZ müssen Eltern zudem keine Angaben mehr zum Vermögen machen, wenn
sie kein erhebliches Vermögen haben.
Der Kinderzuschlag erreicht auch Selbständige oder Eltern, die noch keine 12 Monate
sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren und deswegen keinen Zugang zu
Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld haben.

Eltern, die den Kinderzuschlag beziehen und bereits den Höchstsatz von 185 Euro
erhalten, bekommen eine automatische Verlängerung der Leistung für weitere sechs
Monate. Sie müssen keinen neuen Antrag stellen und keine neuen Nachweise vorlegen.
Eltern können mit dem KiZ-Lotsen prüfen, ob sie die Voraussetzungen erfüllen:
www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kiz-lotse.
Fällt die Prüfung positiv aus, stellen Eltern den Antrag einfach online unter
www.kizdigital.de
Nähere Informationen gibt es auch unter:
www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/notfall-kiz
Bei Fragen hilft die Familienkasse gerne weiter.