29.03.2019 | Presseinfo Nr. 31

Der Arbeitsmarkt im März 2019

Arbeitsmarkt im März 2019:
Beschäftigungslage ist weiterhin auf gutem Kurs
Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten angestiegen
Gleichzeitig verliert die Konjunktur an Schwung - erste Signale für Marktabschwächung
 

5 205 Personen waren arbeitslos gemeldet, 10 Personen mehr als vor einem Jahr, 67 weniger als im Februar 2019. Die Arbeitslosenquote lag im Landkreis bei 3,9 Prozent, hessenweit lag sie bei 4,5 Prozent.

 

Hohe Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis

(Stand: 30.09.2018)

Gut sieht es aus bei der Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen (sv) Beschäftigung unter Beteiligung aller Personen- und Altersgruppen:

93 616 Frauen und Männer waren sv-pflichtig beschäftigt im Landkreis, das waren 1 117 oder 1,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Überproportional stark waren Ausländer in sv-Beschäftigung eingemündet; gegen-über dem Vorjahr sind 715 mehr in sv-Arbeit, das macht ein Plus von 8 Prozent bei der Ausländerbeschäftigung aus. Insgesamt waren 9 661 Ausländer im Landkreis sv-beschäftigt.

 

Konjunktur verliert an Schwung

Einige Betriebe aus dem Raum Marburg und Hinterland meldeten im Berichtsmonat Kurzarbeit an – aus konjunkturellen Gründen. Das sind deutliche erste Signale für eine Abschwächung des Marktes.  Hintergrund für das Anzeigen von potenzieller Kurzarbeit ist stets vorübergehender und nicht vermeidbarer Arbeitsausfall, bedingt durch Auftragsmangel, Wegbrechen von Aufträgen o.ä. 

Dann kann Kurzarbeitergeld, eine Leistung der Bundesagentur für Arbeit, an Arbeitnehmer/innen gezahlt werden. Im Fokus steht, dass die Arbeitsplätze erhalten werden und Arbeitslosigkeit vermieden wird.

 

Arbeitslosenzahlen regional:

Im Vergleich zu Februar 2019 sind deutliche Veränderungen am Markt sichtbar: Stadtallendorf verliert, Marburg und Biedenkopf gewinnen.

Marburg: Arbeitslosenquote gesunken auf 3,9 Prozent
(2 619 Arbeitslose)

Stadtallendorf: Arbeitslosenquote gestiegen auf 4,4 Prozent
(1 439 Arbeitslose)

Biedenkopf: Arbeitslosenquote gesunken auf 3,5 Prozent
(1 147 Arbeitslose)

 

 Arbeitslosigkeit (nach Rechtskreisen) im Vergleich zu März 2018

2 211 Arbeitslose waren im Rechtskreis SGB III arbeitslos, das waren 47 Personen oder 2,2 Prozent mehr als vor einem Jahr; 136 Menschen waren langzeitarbeitslos (länger als ein Jahr). Die Arbeitslosenquote lag bei 1,7 Prozent.
Einzig im Ostkreis/Stadtallendorf wurden im Rechtskreis des SGB III (Versichertengemeinschaft) weniger arbeitslose Menschen als vor einem Jahr gezählt (17 oder 2,1 Prozent weniger); im Westkreis/Biedenkopf sowie im Raum Marburg stiegen die Arbeitslosenzahlen.
Bei den jungen Menschen (15-25 Jahre) gab es 44 oder gut 17,4 Prozent mehr Arbeitslose.
Rückläufig war die Zahl der Langzeitarbeitslose um 26 oder 16 Prozent.

Im Rechtskreis des SGB II gab es 37 arbeitslose Menschen weniger als vor einem Jahr, insgesamt waren 2 994 Personen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag bei 2,3 Prozent.
1 294 Menschen wurden als Langzeitarbeitslose gezählt; ihre Zahl ging um 87 oder 6,3 Prozent zurück. Leicht verbessert auch die Lage bei den Älteren ab 50 Jahren – ihre Zahl ging um 26 Personen oder 3,5 Prozent zurück.

 

Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt

Neu arbeitslos meldeten sich im Landkreis insgesamt 1 489 Personen, 24 mehr als vor einem Jahr.  Gleichzeitig konnten sich 1 549 Personen aus der Arbeitslosigkeit abmelden, das waren 143 oder rund 10 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.  

 

Neue Stellen im  März 2019

671 neue Arbeitsstellen wurden gemeldet, das waren 36 weniger als ein Jahr zuvor und 37 weniger als einen Monat zuvor.

Derzeit sind 3 069  Stellen gemeldet, ein Plus von 335 oder 12,4 Prozent gegenüber März 2018.

 

Ausbildungsmarkt gefragt im Landkreis – Azubis gefragt

(Zeitraum Oktober 2018 bis März 2019):

Es gibt 1 330 gemeldete Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das sind 2,3 Prozent oder 30 Jugendliche mehr als vor einem Jahr. Parallel dazu sind bis jetzt

1 438 Berufsausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit Marburg gemeldet worden, das sind 1,1 Prozent oder 16 Stellen mehr als ein Jahr zuvor.

Zurzeit gibt es 673 nicht versorgte Bewerber und 832 unbesetzte Ausbildungsstellen im Landkreis.

Gefragt sind Auszubildende ab Sommer 2019 zum Beispiel in diesen Ausbildungs-berufen: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Friseur/in, Kfz-Mechtroniker/in, Bankfach-mann/frau, Industriemechaniker/in, Industriekaufmann/frau, Zahnmedizinische Fachangestellte/r, Zerspanungsmechaniker/in.

 

Weitere Informationen

Unter "Weitere Informationen" finden Sie den Arbeitsmarktbericht in Zahlen