30.10.2019 | Presseinfo Nr. 109

Ausbildungsjahr 2018/19:

Ausbildung - Win-Win-Situation für Jugendliche und Betriebe
Mehr Ausbildungsstellen, weniger Ausbildungsinteressierte im Landkreis

Flexibilität und Mobilität auf beiden Marktseiten gefragt

… immer wieder: gut qualifiziert gestaltet sich das Berufsleben leichter und interessanter, Wünsche werden leichter wahr und materielle Absicherung im privaten Leben gelingt besser.

Fundierte Beratung über Berufe und Entwicklungsmöglichkeiten, Vermittlung zwischen jungen Ausbildungsinteressierten und -betrieben sowie detaillierte Information über Ausbildungsalternativen und Förderungen kennzeichnen das Leistungsportfolio der Marburger Arbeitsagentur.

Im Landkreis wird mehr ausgebildet als anderswo

Die Ausbildungsquote* ist mit 5,3 Prozent (Stand: 12/2018) höher als der hessische und bundesweite Durchschnitt (Hessen: 4,4 Prozent, Bund: 4,8 Prozent).

1 823 junge Menschen als Bewerber*innen gemeldet

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf meldeten sich 1 823 junge Menschen als Interessenten für eine Ausbildung; das waren 98 oder rund 5 Prozent weniger als im Ausbildungsjahr 2017/18.

Parallel dazu meldeten Ausbildungsbetriebe der Arbeitsagentur Marburg 1 746 Berufsausbildungsstellen, 15 mehr als ein Jahr zuvor.

Regional differenziert:

Bewerber/innen 2018/19: überall im Landkreis weniger Bewerber*innen als vor einem Jahr

o Hauptagentur Marburg: 873 Bewerber/innen (40 weniger als im Vorjahr)

o Geschäftsstelle Stadtallendorf: 492 Bewerber/innen (19 weniger …

o Geschäftsstelle Biedenkopf: 458 Bewerber/innen (39 weniger …

Ausbildungsstellen 2018/19  im Raum Biedenkopf und Stadtallendorf deutlich mehr, in Marburg weniger Ausbildungsstellen als vor einem Jahr

  •  Hauptagentur Marburg: 966 Ausbildungsstellen (47 weniger)
  •  Geschäftsstelle Stadtallendorf: 346 Ausbildungsstellen (33 mehr)
  •  Geschäftsstelle Biedenkopf: 434 Ausbildungsstellen (29 mehr)

80 Berufsausbildungsstellen im Landkreis blieben frei

Von den gemeldeten 1 746 Ausbildungsstellen blieben 80 unbesetzt, das sind 18 oder knapp 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Vielfältig sind die Ursachen dafür, dass nicht jeder Ausbildungsplatz besetzt worden ist: manchmal passen die erwarteten speziellen Anforderungen an die Ausbildungs-bewerber*innen nicht mit deren Kompetenzen zusammen. Oder es sind formale Gründe, etwa Probleme bezüglich der infrastrukturellen Erreichbarkeit des Ausbildungsbetriebes; da fehlt vielleicht noch der Führerschein, das Auto oder der Bus-Fahrplan erlaubt kein rechtzeitiges Ankommen. Und auch der persönliche Faktor und individuelle Ansprüche spielen eine Rolle.

139 Bewerber*innen haben keine Ausbildungsstelle bekommen

Am Ende des Berufsausbildungsjahres 2018/2019 blieben 139 Bewerber*innen übrig, die noch keinen beruflichen Ausbildungsstart geschafft haben, 18 oder rund 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Zudem: Alternativen zum Ausbildungsstart machbar

Für alle, die nicht in ein Ausbildungsverhältnis einmünden, werden Alternativen ge-sucht und geprüft. Die Berufsberater*innen der Marburger Arbeitsagentur klären z.B., ob ein berufsvorbereitendes Bildungsangebot passt, mit dem die Jugendlichen Erfahrungen sammeln sowie Selbstbewusstsein und Stärken entwickeln können, um dann später eine betriebliche Ausbildung zu schaffen.

Mitunter komme es auch vor, weiß man in der Agentur, dass junge Leute deshalb nicht als Azubis im Ausbildungsbetrieb ankommen, weil sie zum Beispiel eher eine befristete Arbeitsstelle annehmen möchten, einen Auslandsaufenthalt planen oder einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren wollen.

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*Die Ausbildungsquote gibt an, wieviel Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Auszubildende sind. Die Ausbildungsquote für das Jahr 2019 wird im Bundesbildungsbericht 2020 veröffentlicht werden.