29.10.2020 | Presseinfo Nr. 97

Ausbildungsjahr 2019/20 (1.10.2019 -30.09.2020)

Pandemie bringt Verluste, aber es geht noch ´was am Ausbildungsmarkt

Im Landkreis mehr Auszubildende in den Betrieben als im hessischen oder bundesweiten Schnitt

Die Ausbildungsquote* ist mit 5 Prozent (Stand: 03/2020) höher als der hessische und bundesweite Durchschnitt (Hessen: 4 Prozent, Bund: 4,4 Prozent).

Differenziert nach Regionen weist der Raum Biedenkopf (Hinterland) mit 5,6 Prozent die höchste Ausbildungsquote aus, gefolgt vom Marburger Raum mit 5,3 Prozent und der Region Stadtallendorf mit 3,9 Prozent.

1 646 junge Menschen als Bewerber*innen gemeldet

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf meldeten sich im Ausbildungsjahr 1 646 junge Menschen als Interessenten für eine Ausbildung; das waren 177 oder rund 10 Prozent weniger als im Ausbildungsjahr 2018/19.

Parallel dazu meldeten Ausbildungsbetriebe der Arbeitsagentur Marburg 1 602 Berufsausbildungsstellen, 144 oder 8,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Regional differenziert:

Bewerber/innen 2019/20: überall im Landkreis weniger Bewerber*innen als vor einem Jahr

  • Hauptagentur Marburg: 753 Bewerber/innen (120 weniger als im Vorjahr)
  • Geschäftsstelle Stadtallendorf: 458 Bewerber/innen (34 weniger …
  • Geschäftsstelle Biedenkopf: 435 Bewerber/innen (23 weniger …

Ausbildungsstellen 2019/20: überall im Landkreis weniger Berufsaus-bildungsstellen als vor einem Jahr

  •  Hauptagentur Marburg: 927 Ausbildungsstellen (39 weniger als im Vorjahr)
  •  Geschäftsstelle Stadtallendorf: 318 Ausbildungsstellen (28 weniger…)
  •  Geschäftsstelle Biedenkopf: 357 Ausbildungsstellen (77 weniger …)

161 Berufsausbildungsstellen im Landkreis blieben frei

Von den gemeldeten 1 602 Ausbildungsstellen blieben 161 unbesetzt, das sind 81 oder gut doppelt so viele als ein Jahr zuvor.

182 Bewerber*innen haben keine Ausbildungsstelle bekommen

Am Ende des Berufsausbildungsjahres 2019/2020 blieben 182 Bewerber*innen übrig, die noch keinen beruflichen Ausbildungsstart geschafft haben, 43 oder rund 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Auch nach dem 30. September geht die Ausbildungsstellenvermittlung weiter.

Zudem gibt es Alternativen zum Ausbildungsstart:

Für alle, die nicht in ein Ausbildungsverhältnis einmünden, werden Alternativen ge-sucht und geprüft. Coronabedingt läuft die Berufsberatung zusätzlich online oder telefonisch, die Berufsberater*innen der Marburger Arbeitsagentur klären z.B., ob ein berufsvorbereitendes Bildungsangebot passt, mit dem die Jugendlichen Erfahrungen sammeln sowie Selbstbewusstsein und Stärken entwickeln können, um dann später eine betriebliche Ausbildung zu schaffen.

Kontakt zur Berufsberatung

Tel. 06421 – 605-153

E-Mail: marburg-berufsberatung@arbeitsagentur.de

Weitere Informationen

Unter "Weitere Informationen" finden Sie den Ausbildungsmarktbericht 2019/2020.

Folgen Sie der Agentur für Arbeit Marburg auf Twitter

-------------------------------------------------------------------

*Die Ausbildungsquote gibt an, wieviel Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Auszubildende sind. Die Ausbildungsquote für das Jahr 2020 wird im Bundesbildungsbericht 2021 veröffentlicht werden.