31.01.2019 | Presseinfo Nr. 15

Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit

Erwartungsgemäß stieg die Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest im Januar an. 15.051 Arbeitslose waren gemeldet, 1.007 mehr als im Dezember, jedoch 892 Personen oder 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist saisonal üblich. Gründe dafür sind witterungsbedingte Arbeitsausfälle, das Auslaufen des Weihnachtsgeschäftes mit der damit verbundenen Entlassung von Saisonkräften, der Kündigungstermin zum Jahresende sowie das Ende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen“, erläutert Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest.

Die Arbeitslosenquote betrug agenturweit 4,7 Prozent, im Dezember lag sie bei 4,4 Prozent. Im Januar 2018 lag die Quote bei 5,1 Prozent.

Im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) ist die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 771 Männer und Frauen oder 14,2 Prozent gestiegen. 6.191 Personen waren im Januar bei der Agentur für Arbeit im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest arbeitslos gemeldet. Im Vorjahresvergleich ist dies ein Rückgang um 50 Männer und Frauen oder 0,8 Prozent.

Bei den Jobcentern im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest (Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende) waren im Berichtsmonat 8.860 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen; 236 Männer und Frauen oder 2,7 Prozent mehr als im Vormonat und 942 Personen oder 8,7 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Arbeitgeber und Verwaltungen im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest meldeten dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur 1.029 neu zu besetzende Stellen, 99 Stellen oder 8,8 Prozent weniger als im Dezember.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

Zum Jahresanfang ist die Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis leicht gestiegen. Im Januar waren 6.147 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 385 Männer und Frauen bzw. 6,7 Prozent mehr als im Dezember. Im Vorjahresvergleich reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 394 Personen bzw. 6 Prozent.

Die Arbeitslosenquote im HSK betrug im Berichtsmonat 4,1 Prozent, 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vormonat, allerdings 0,4 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen: Im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III - Arbeitslosengeld I) waren 2.637 Menschen ohne Arbeit, 329 oder 14,3 Prozent mehr als im Vormonat und 17 Personen oder 0,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) waren 3.510 arbeitslose Männer und Frauen registriert; hier erhöhte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber Dezember 2018 um 56 Personen. Im Vorjahresvergleich sind 411 Personen oder 10,5 Prozent weniger zu verzeichnen.

Gemeldete Arbeitsstellen: Im Hochsauerlandkreis waren insgesamt 2.816 Arbeitsstellen gemeldet, 42 Stellen oder 1,5 Prozent weniger als im Dezember. Mit einem Plus von 365 Stellen gegenüber Januar 2018 ist die Arbeitskräftenachfrage um knapp 15 Prozent höher als im vergangenen Jahr.

„Ein guter Branchenmix sowie ein Mix aus kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Weltmarktführern bieten uns im HSK ein stabiles Gerüst für solide Beschäftigungen“, so Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. Vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfes an Fachkräften ist es Schmale besonders wichtig, die vorhandenen Potentiale zu nutzen. „Auch Langzeitarbeitslose, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Ältere haben ihre individuellen Stärken. Es ist lohneswert, sich darauf zu konzentrieren, um keine Potenziale zu verschenken“, erläutert er.

Der Arbeitsmarkt im Kreis Soest:

Im Kreis Soest stieg die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat Januar saisontypisch auf 8.904 Männer und Frauen an. Das sind 622 Betroffene mehr oder eine Steigerung um 7,5 Prozent zum Vormonat. Im Vorjahresvergleich dagegen konnte die Arbeitslosigkeit um 5,3 Prozent oder 498 Personen reduziert werden.

Die Arbeitslosenquote lag bei 5,3 Prozent; 0,4 Prozentpunkte mehr als im Vormonatsvergleich und 0,3 Prozentpunkte weniger als vor Jahresfrist.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen: Im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) stieg die Arbeitslosigkeit um 442 Personen oder 14,2 Prozent im Vormonatsvergleich. 3.554 Personen waren hier ohne Beschäftigung. Im Vorjahresvergleich reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 67 Männer und Frauen oder 1,9 Prozent. Auch im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende stieg die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 180 Personen oder 3,5 Prozent auf 5.350 Personen. Im Vorjahresvergleich wurden 431 Männer und Frauen oder 7,5 Prozent weniger gezählt.

„Wir haben im Januar zwar mehr Arbeitslose als im Vormonat, aber weniger als vor Jahresfrist. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn ist saisontypisch. Die Wintermonate Januar und Februar gelten seit jeher als Monate mit steigenden Arbeitslosenzahlen. Die Gründe hierzu liegen im Auslaufen des Weihnachtsgeschäftes, den Entlassungen zum Jahresende, den Einschränkungen bei witterungsbedingten Außenberufen und den ersten Kündigungen nach den Abschlussprüfungen bei den zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Ausbildungen. Mit dem Frühjahrsbeginn wird sich die Arbeitslosigkeit auch wieder verringern und die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen wird steigen“, weiß Arbeitsmarktexperte Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest.

Gemeldete Arbeitsstellen: Dem Arbeitgeberservice für den Agenturbezirk Soest liegen aktuell 3.226 Stellenangebote zur Besetzung vor; 7 Stellen oder 0,2 Prozent mehr als im Vormonat und 305 Stellen oder 10,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Im Laufe des Berichtsmonats wurden der Agentur 625 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet; 38 oder 5,7 Prozent weniger als im Vormonat und 52 Stellen oder 9,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.