06.04.2020 | Presseinfo Nr. 40

Arbeiten in der Krise – Helfende Hände gesucht!

Unbürokratisch, freiwillig und unkompliziert: Mit der Kampagne „Arbeiten in der Krise“ bringt die Agentur für Arbeit Meschede-Soest Arbeitgeber aus systemrelevanten Branchen und Arbeitnehmer bzw. Ehrenamtliche, die eine Beschäftigung suchen, zusammen.

Aufgrund der Corona-Pandemie können viele Menschen derzeit nicht arbeiten. Gleichzeitig fehlen den Landwirten die Arbeitskräfte. „Ganz klar ist: die Landwirtschaft braucht unser aller Hilfe. Auch deshalb haben wir unser Projekt gestartet. Jeder kann mitmachen! Alle Macher, die in der aktuellen Krise in systemrelevanten Berufen rund um die Landwirtschaft unterstützen wollen, sind willkommen. Ob Gastronomie, Hotellerie, Studenten oder andere Wirtschaftszweige - jeder kann sich einbringen“, so Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest zu dieser außergewöhnlichen Möglichkeit, Arbeitnehmer und Arbeitgeber unkompliziert zusammen zu bringen.

Die Agentur für Arbeit Meschede-Soest geht damit ganz neue Wege. Auf unkomplizierte Art und Weise bieten sich darüber die Gelegenheit, Stellen- bzw. Jobangebote als auch ein Arbeitsgesuch aufzugeben und alle miteinander in Verbindung zu bringen. Durch die Neuregelungen ab dem 30. März 2020 können Bezieher von Kurzarbeitergeld durch eine Nebentätigkeit in systemrelevanten Bereichen ihre Leistung aufstocken. Diese Regelungen können vielen helfen, die Verluste durch Kurzarbeit auszugleichen.

„Obwohl die Einreise für ausländische Saisonarbeitskräfte nun doch in gewissem Umfang möglich ist, stellen die Beschränkungen alle heimischen Gemüse- und Sonderkulturbetriebe vor riesige Herausforderungen“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Josef Lehmenkühler. In dieser Situation freuen sich die Landwirte über das Engagement der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, Arbeitgeber aus systemrelevanten Branchen und Arbeitnehmer zusammenzubringen. „In der Landwirtschaft müssen wir uns an der Vegetation im Jahresablauf orientieren, wir können Arbeiten nicht aufschieben,“ sagt der Landwirt. Was im Frühjahr nicht gepflanzt werde, könne auch später nicht in den Regalen stehen und was reif sei, müssen geerntet werden, sonst verderbe es auf den Feldern.

„Alle Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten möchten, sind uns herzlich willkommen“, sagt Lehmenkühler. „Wir möchten den Helfern vorab aber auch ehrlich sagen, was auf sie zukommt, damit sie nach der Aufnahme einer Tätigkeit nicht enttäuscht sind“, so der Landwirt. Die Arbeiten seien körperlich anstrengend und man müsse sollte entsprechend fit und belastbar sein. Zudem müssten die Arbeitnehmer in die bestehenden Abläufe integriert werden können. Das setze einen regelmäßigen Einsatz zu vorgegebenen Tageszeiten voraus.

Nähere Informationen zu diesem Projekt finden sich auf:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/meschede-soest/arbeiten-in-der-krise

Die Informationen erfolgen ausschließlich über digitale Wege, da die Arbeitsagenturen zurzeit persönlich nicht aufgesucht werden können. Arbeitgeber können Ihre Bedarfe durch ein einfaches Formular melden. Bewerber bekommen Stellen nach ihren Vorstellungen per mail zugestellt.