18.08.2020 | Presseinfo Nr. 56

Corona und die Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt

 Auswirkungen der Krise und warum es sich lohnt, bei einer beruflichen Umorientierung Karrierechancen in systemrelevanten und zukunftsträchtigen Berufen und Branchen in die Überlegungen einzubeziehen.
 

Die Corona-Krise hat viele Branchen und Berufsbereiche hart getroffen und zu Entlassungen geführt. Cornelia Homfeldt ist Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Meschede-Soest und weiß, bis zur absoluten Chancengleichheit in unserer Gesellschaft ist es noch ein weiter Weg; dies hat Corona noch einmal besonders aufgezeigt. Viele Frauen, die auf 450,- Euro-Basis gearbeitet haben, haben ihren Job und damit den Hinzuverdienst zum Familieneinkommen verloren. Wegen fehlender Kinderbetreuung waren es häufig die Frauen, die die Betreuung übernommen haben und sich insofern beruflich zurücknehmen mussten.

Mit der Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen und Kitas steigt für Viele die Hoffnung, dass sie nun wieder beruflich durchstarten können. Doch wie sieht der Arbeitsmarkt aus? In welchen Bereichen ergeben sich Chancen? Kann vielleicht die aktuelle Umbruchzeit für eine berufliche Qualifizierung genutzt werden?

„Krisenfeste Jobs bietet z.B. der Bereich der Pflege an. Diese Berufe sind vielseitig und sehr anspruchsvoll. In der Krise haben diese Berufe einen großen Image-Gewinn erfahren, sie sind zukunftsträchtig und wichtig“, so Cornelia Homfeldt. „In diesem Bereich suchen Unternehmen händeringend nach Personal und sind sehr – aufgrund der vorhandenen Lebenserfahrung – an Wieder- und Quereinsteigenden interessiert. Sollten Qualifikationen fehlen, können Weiterbildungs- und Umschulungsangebote den Zugang erleichtern“.

Aber auch in anderen Bereichen (wie z.B. im Handwerk oder auch im Öffentlichen Dienst) bieten sich Perspektiven an.

Gerade Geringqualifizierte können die aktuelle Zeit nutzen, um sich zu qualifizieren.