01.09.2020 | Presseinfo Nr. 57

Keine Verschärfung am heimischen Arbeitsmarkt - Arbeitslosigkeit steigt nur leicht.

Die Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt: Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest steigt die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat um 11 Personen oder 0,1 Prozent. Aktuell sind 18.236 Männer und Frauen als arbeitslos registriert.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest beträgt die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen 5,7 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,6 Prozent.                                                                                                                                                  

Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III - Arbeitslosengeld I) werden aktuell 8.669 arbeitslose Menschen betreut, das sind 73 Personen oder 0,8 Prozent mehr als im Vormonat und 2.637 Frauen und Männer oder 43,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II - Arbeitslosengeld II) sind 9.567 Personen bei den Jobcentern registriert; 62 Männer und Frauen oder 0,6 Prozent weniger als im Vormonat und 819 Personen oder 9,4 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres.

Es liegen neue Hochrechnungen der tatsächlich realisierten Kurzarbeit in den Betrieben vor: „Allein im April haben in unserem Agenturbezirk rund 4.114 Betriebe Kurzarbeit umgesetzt. Diese Zahl liegt deutlich über dem bisherigen Rekordwert von 517 Unternehmen im Juni 2009, während der Finanzkrise. Die sehr hohe Anzahl von Betrieben macht deutlich, wie umfassend die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Schutzmaßnahmen gewesen sind. Auch wenn zu erwarten ist, dass die Zahl der Betriebe mit Kurzarbeit noch weiter ansteigt: Mit diesem wichtigen arbeitsmarktpolitischen Instrument vermeidet die Wirtschaft einen rasanten Zuwachs in der Arbeitslosigkeit und hält die Fachkräfte in den eigenen Betrieben“, erläutert Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, die Zahlen.

Auch die Zahl der Personen, die tatsächlich in Kurzarbeit waren, liegt mit 45.538 auf Rekordniveau. Für mehr als doppelt so viele Personen (rund 93.000 in 5.500 Betrieben) war bis Ende April die prinzipielle Möglichkeit, in Kurzarbeit zu gehen, angezeigt und bewilligt worden. Die Betriebe haben also den zulässigen Rahmen der Kurzarbeit in vielen Fällen nicht voll ausgeschöpft, sondern bedarfsgerecht auch Beschäftigung erhalten. Ein Vergleich zur Finanzkrise zeigt zudem, dass unter Corona zwar erheblich mehr Betriebe Kurzarbeit nutzen, aber mit einer durchschnittlich geringeren Anzahl von betroffenen Beschäftigten in den jeweiligen Betrieben.


Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK)

„Die Arbeitslosigkeit liegt auch im August weiterhin auf einem gegenüber der Vergangenheit erhöhten Niveau. Sie ist allerdings im Vergleich zum Juli anders als sonst zu dieser Zeit üblich nicht leicht gestiegen, sondern leicht gesunken. Die Auswirklungen der Pandemie machen sich in diesem Monat eher bei der Nachfrage nach Arbeitskräften bemerkbar. Der Bestand der gemeldeten Stellen und auch der Zugang neuer Stellen zeigen, dass viele Branchen noch lange benötigen werden, um die Auswirkungen zu bewältigen. Das bedeutet für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bereits arbeitslos geworden sind, dass die Chancen, aus der Arbeitslosigkeit zurück in Arbeit zu kommen, derzeit geringer sind. Das Instrument Kurzarbeit hat bisher einen großen Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert. Wir hoffen, dass auch weiterhin viele von dieser Entwicklung profitieren können“, so Oliver Schmale.

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Hochsauerlandkreis im August 2020 gesunken. Insgesamt waren 7.437 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 26 Personen oder 0,3 Prozent weniger.  Im Vergleich zum August des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.289 Personen bzw. 21 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im August 5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,1 Prozent (+0,9 Prozentpunkte).                                                                              

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sind in diesem Monat 3.582 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 1 Personen erhöht. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 1.028 Personen oder 40,3 Prozent.                                               

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

In der Grundsicherung sind 27 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 261 mehr als im Vorjahr zu verzeichnen. Im Verhältnis zum Vormonat entspricht dies 0,7 Prozent weniger bzw. 7,3 Prozent mehr zum Vorjahr. Insgesamt sind es 3.855 Personen und damit 51,8 Prozent aller Arbeitslosen, die zur Grundsicherung gemäß SGB II zählen.                                                                                 

Jugendarbeitslosigkeit

936 Arbeitslose sind im Berichtsmonat im Hochsauerlandkreis unter 25 Jahre alt. Im Vergleich zum Vormonat sind dies 51 junge Arbeitslose mehr und im Vorjahresvergleich 196 arbeitslose junge Menschen mehr. Die prozentuale Veränderung beläuft sich somit auf plus 5,8 Prozent zum Vormonat bzw. plus 26,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.                                             

Ältere Arbeitslose

Die Anzahl arbeitsloser Personen ab 50 Jahre ist im Vergleich zum Vormonat um 22 Personen oder 0,9 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 363 Arbeitslose mehr (+16,7 Prozent). Insgesamt sind 2.533 Menschen ab 50 Jahre im Hochsauerlandkreis betroffen.                                                              

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Hochsauerlandkreis im Berichtsmonat gestiegen.  2.539 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 82,2 Prozent (2.088 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 64 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen um 414 Personen.

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 404 Stellen gemeldet (-35 zum Vormonat). Im Bestand befinden sich insgesamt 2.327 offene Stellen, 38 mehr als im Vormonat und 773 weniger als im Vorjahresmonat. 


Der Arbeitsmarkt im Kreis Soest

„Die Arbeitslosigkeit liegt auch im August weiterhin auf einem hohen Niveau, jedoch stieg sie im Kreis Soest im August nur leicht an. Die Auswirkungen der Pandemie machen sich in diesem Monat eher bei der Nachfrage nach Arbeitskräften bemerkbar. Der Bestand der gemeldeten Stellen und auch der Zugang neuer Stellen zeigen, dass viele Branchen noch lange benötigen werden, um die Auswirkungen zu bewältigen. Das bedeutet für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bereits arbeitslos geworden sind, dass die Chancen, aus der Arbeitslosigkeit zurück in Arbeit zu kommen, derzeit geringer sind. Das Instrument Kurzarbeit hat bisher einen großen Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert. Wir hoffen, dass auch weiterhin viele von dieser Entwicklung profitieren können“, so Oliver Schmale.

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis Soest im August 2020 gestiegen. Insgesamt waren 10.799 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 37 Personen oder 0,3 Prozent mehr. Im Vergleich zum August des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 2.167 Personen bzw. 25,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im August 6,3 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 5,1 Prozent (+1,2 Prozentpunkte).                                                                                

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sind in diesem Monat 5.087 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 72 Personen bzw. 1,4 Prozent erhöht. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 1.609 Personen oder 46,3 Prozent.                                                                         

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

In der Grundsicherung sind 35 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 558 mehr als im Vorjahr zu verzeichnen. Im Verhältnis zum Vormonat entspricht dies 0,6 Prozent weniger bzw. 10,8 Prozent mehr zum Vorjahr. Insgesamt sind es 5.712 Personen und damit 52,9 Prozent aller Arbeitslosen, die zur Grundsicherung gemäß SGB II zählen.                                                                                 

Jugendarbeitslosigkeit

1.128 Arbeitslose sind im Berichtsmonat im Kreis Soest unter 25 Jahre alt. Im Vergleich zum Vormonat sind dies 25 junge Arbeitslose mehr und im Vorjahresvergleich 235 arbeitslose junge Menschen mehr. Die prozentuale Veränderung beläuft sich somit auf plus 2,3 Prozent zum vorherigen Monat bzw. plus 26,3 Prozent im Vorjahresvergleich.

Ältere Arbeitslose

Die Anzahl arbeitsloser Personen ab 50 Jahre ist im Vergleich zum Vormonat um 42 Personen oder 1,1 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 777 Arbeitslose mehr (+25,5 Prozent). Insgesamt sind 3.830 Menschen ab 50 Jahre im Kreis Soest betroffen.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Kreis Soest im Berichtsmonat gestiegen.  3.547 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 83,3 Prozent (2.956 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 85 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen um 592 Personen.                                                                            

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 458 Stellen gemeldet (-125 zum Vormonat). Im Bestand befinden sich insgesamt 2.198 offene Stellen, 52 weniger als im Vormonat und 1.271 weniger als im Vorjahresmonat.


Der Ausbildungsmarkt im August 2020

Agenturbezirk Meschede-Soest

Bis August 2020 sind im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest insgesamt 4.386 Berufsausbildungsstellen gemeldet worden. Dem gegenüber stehen 3.228 Bewerber und Bewerberinnen, die sich im Laufe des Berichtsjahres bei den Agenturen für Arbeit vor Ort gemeldet haben. Auf eine/n Bewerber/in kommen damit im Agenturbezirk Meschede-Soest 1,4 Ausbildungsplätze. Zurzeit sind noch 454 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gleichzeitig sind noch 1.026 Ausbildungsplätze unbesetzt. Somit kommen auf jede/n unversorgten Bewerber/in 2,3 unbesetzte Berufsausbildungsstellen.

"Im Fokus stehen derzeit besonders die Ausbildungen. Auch wenn der offizielle Ausbildungsbeginn bereits vorüber ist, hat der Endspurt um die Besetzung freier Lehrstellen in diesem Jahr jetzt erst richtig begonnen. Der Ausbildungsmarkt steht weiter unter dem Einfluss der Pandemie. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der seit Oktober 2019 gemeldeten Bewerber/innen gesunken. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Ausbildungsstellen gestiegen. Das zeigt, dass trotz der noch schwierigen Rahmenbedingungen die Ausbildung für die Unternehmen in unserer Region ein sehr wichtiges Thema bleibt“, so Oliver Schmale zur aktuellen Entwicklung am Ausbildungsmarkt. "Alle Partner des Ausbildungskonsenses unterstützen gerade die landesweite Kampagne "Ausbildung JETZT!" und versuchen noch Jugendliche und Arbeitgeber zusammenzubringen. Es lohnt sich, jetzt aktiv zu werden, sich beraten zu lassen und zu bewerben. Unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater stehen telefonisch sowie digital für Gespräche zur Verfügung.“

Kreis Soest

1.397 Jugendliche aus dem Kreis Soest haben sich seit Oktober 2019 an die Berufsberatung der heimischen Agenturen für Arbeit gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 196 Personen (-12,3 Prozent) weniger als im Vorjahr. 252 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt: 1 Person (-0,4 Prozent) weniger als ein Jahr zuvor. Der Vielzahl an Bewerbern und Bewerberinnen stehen derzeit 2.082 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen aktuell noch 473 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Im Vergleich zum Vorjahr sind seit Beginn des Berichtsjahres 97 Ausbildungsstellen (-4,5 Prozent) weniger gemeldet worden.

Hochsauerlandkreis

1.831 Jugendliche aus dem Hochsauerlandkreis haben sich seit Oktober 2019 an die Berufsberatung der heimischen Agenturen für Arbeit gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 159 Personen (-8,0 Prozent) weniger als im Vorjahr. 188 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt: 19 Personen (-9,2 Prozent) weniger als ein Jahr zuvor. Der Vielzahl an Bewerbern und Bewerberinnen stehen derzeit 2.304 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen aktuell noch 553 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Im Vergleich zum Vorjahr sind seit Beginn des Berichtsjahres 106 Ausbildungsstellen (4,8 Prozent) mehr gemeldet worden.

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