31.03.2021 | Presseinfo Nr. 27

Der Arbeitsmarkt im März 2021

Frühlingserwachen - erneuter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Die Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt: Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest sinkt die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat um 683 Personen oder 3,9 Prozent. Aktuell sind 16.653 Männer und Frauen als arbeitslos registriert.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest beträgt die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen 5,2 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,7 Prozent.

Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III - Arbeitslosengeld I) werden aktuell 7.423 arbeitslose Menschen betreut, das sind 750 Personen oder 9,2 Prozent weniger als im Vormonat und 952 Frauen und Männer oder 14,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II - Arbeitslosengeld II) sind 9.230 arbeitslose Personen bei den Jobcentern registriert; 67 Männer und Frauen oder 0,7 Prozent mehr als im Vormonat und 569 Personen oder 6,6 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres.

Kurzarbeit
Angezeigte Kurzarbeit:
Mit aktuellstem Datenstand für Februar 2021 sind im Agenturbezirk Meschede-Soest insgesamt 477 neue Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 5.059 Personen eingegangen, das sind 164 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.

Tatsächlich realisierte Kurzarbeit:
Derzeit stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im September 2020 zur Verfügung. In diesem Monat haben im Agenturbezirk Meschede-Soest insgesamt 1.568 Betriebe für 17.426 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 3.317 Kurzarbeiter/innen weniger als im Monat zuvor. Im September 2020 lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 28,0 Prozent.


Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK)
„Trotz des weiter anhaltenden Lockdowns hat jetzt die Frühjahrsbelebung eingesetzt und uns rückläufige Zahlen der Arbeitslosigkeit verschafft, auch wenn wir damit weiterhin über dem Niveau des Vorjahres liegen“, so Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest zu den aktuellen Zahlen. „Anhaltend wichtig bleibt die Kurzarbeit, die den Arbeitsmarkt stabilisiert und zusätzliche Entlassungen verhindert“, so der Agenturchef. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit wird zum einen durch mehr Abgänge aus der Arbeitslosigkeit als auch durch die geringere Zahl der Menschen, die ihren Job verloren haben, begünstigt. Erfreulicherweise unterstützt auch die wieder leicht gestiegene Arbeitskräftenachfrage diese Tendenz. Unter den aktuellen pandemischen Vorzeichen also eine durchaus stabile Entwicklung.“

Arbeitslosigkeit
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Hochsauerlandkreis im März 2021 gesunken. Insgesamt waren 6.776 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 360 Personen oder 5 Prozent weniger. Im Vergleich zum März des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 622 Personen bzw. 10,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im März 4,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,1 Prozent (+0,4 Prozentpunkte).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sind in diesem Monat 3.137 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 378 Personen bzw. 10,8 Prozent verringert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 476 Personen oder 17,9 Prozent.

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II
In der Grundsicherung sind 18 Arbeitslose mehr als im Vormonat und 146 mehr als im Vorjahr zu verzeichnen. Im Verhältnis zum Vormonat entspricht dies 0,5 Prozent mehr bzw. 4,2 Prozent mehr zum Vorjahr. Insgesamt sind es 3.639 Personen und damit 53,7 Prozent aller Arbeitslosen, die zur Grundsicherung gemäß SGB II zählen.

Jugendarbeitslosigkeit
653 Arbeitslose sind im Berichtsmonat im Hochsauerlandkreis unter 25 Jahre alt. Im Vergleich zum Vormonat sind dies 47 junge Arbeitslose weniger und im Vorjahresvergleich 59 arbeitslose junge Menschen mehr. Die prozentuale Veränderung beläuft sich somit auf minus 6,7 Prozent zum Vormonat bzw. plus 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ältere Arbeitslose
Die Anzahl arbeitsloser Personen ab 50 Jahre ist im Vergleich zum Vormonat um 93 Personen oder 3,7 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 200 Arbeitslose mehr (+8,9 Prozent). Insgesamt sind 2.436 Menschen ab 50 Jahre im Hochsauerlandkreis betroffen.

Langzeitarbeitslose
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Hochsauerlandkreis im Berichtsmonat gesunken. 2.794 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 81,4 Prozent (2.275 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 17 Langzeitarbeitslose weniger. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen um 668 Personen.

Stellenangebot
Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 476 Stellen gemeldet (+10 zum Vormonat). Im Bestand befinden sich insgesamt 2.607 offene Stellen, 60 mehr als im Vormonat und 106 weniger als im Vorjahresmonat.


Der Arbeitsmarkt im Kreis Soest
„Trotz des weiter anhaltenden Lockdowns hat jetzt die Frühjahrsbelebung eingesetzt und uns rückläufige Zahlen der Arbeitslosigkeit verschafft, auch wenn wir damit weiterhin über dem Niveau des Vorjahres liegen“, so Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest zu den aktuellen Zahlen. „Anhaltend wichtig bleibt die Kurzarbeit, die den Arbeitsmarkt stabilisiert und zusätzliche Entlassungen verhindert“, so der Agenturchef. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit wird zum einen durch mehr Abgänge aus der Arbeitslosigkeit als auch durch die geringere Zahl der Menschen, die ihren Job verloren haben, begünstigt. Erfreulicherweise unterstützt auch die wieder leicht gestiegene Arbeitskräftenachfrage diese Tendenz. Unter den aktuellen pandemischen Vorzeichen also eine durchaus stabile Entwicklung.“

Arbeitslosigkeit
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis Soest im März 2021 gesunken. Insgesamt waren 9.877 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 323 Personen oder 3,2 Prozent weniger. Im Vergleich zum März des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 899 Personen bzw. 10,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im März 5,8 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 5,3 Prozent (+0,5 Prozentpunkte).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sind in diesem Monat 4.286 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 372 Personen bzw. 8 Prozent verringert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 476 Personen oder 12,5 Prozent.

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II
In der Grundsicherung sind 49 Arbeitslose mehr als im Vormonat und 423 mehr als im Vorjahr zu verzeichnen. Im Verhältnis zum Vormonat entspricht dies 0,9 Prozent mehr bzw. 8,2 Prozent mehr zum Vorjahr. Insgesamt sind es 5.591 Personen und damit 56,6 Prozent aller Arbeitslosen, die zur Grundsicherung gemäß SGB II zählen.

Jugendarbeitslosigkeit
811 Arbeitslose sind im Berichtsmonat im Kreis Soest unter 25 Jahre alt. Im Vergleich zum Vormonat sind dies 49 junge Arbeitslose weniger und im Vorjahresvergleich 20 arbeitslose junge Menschen mehr. Die prozentuale Veränderung beläuft sich somit auf minus 5,7 Prozent zum vorherigen Monat bzw. plus 2,5 Prozent im Vorjahresvergleich.

Ältere Arbeitslose
Die Anzahl arbeitsloser Personen ab 50 Jahre ist im Vergleich zum Vormonat um 71 Personen oder 1,8 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 533 Arbeitslose mehr (+16,1 Prozent). Insgesamt sind 3.838 Menschen ab 50 Jahre im Kreis Soest betroffen.

Langzeitarbeitslose
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Kreis Soest im Berichtsmonat gestiegen. 4.087 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 83,4 Prozent (3.407 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 29 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen um 1.102 Personen.

Stellenangebot
Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 790 Stellen gemeldet (+217 zum Vormonat). Im Bestand befinden sich insgesamt 2.588 offene Stellen, 317 mehr als im Vormonat und 442 weniger als im Vorjahresmonat.


Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt:
Chancen auf Ausbildung jetzt nutzen!

Die Zahlen zum Ausbildungsmarkt nach den ersten sechs Monaten im Berufsberatungsjahr 2020/2021 liegen der Agentur für Arbeit Meschede-Soest vor: Weniger Bewerber - viele freie Ausbildungsstellen, trotz der Pandemie.

Wie üblich zieht die Agentur für Arbeit Meschede-Soest nach den ersten sechs Monaten des Ausbildungsjahres eine Zwischenbilanz zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt. „Die duale Ausbildung ist weiterhin von immenser Bedeutung für unsere Region. Es gibt in nahezu allen Bereichen gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz, trotz der aktuellen pandemiebedingten Einschränkungen“, so Oliver Schmale, Chef der Agentur für Arbeit Meschede-Soest.

Bis März 2021 sind den Agenturen für Arbeit im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest insgesamt 3.536 Berufsausbildungsstellen gemeldet worden. Dem gegenüber stehen 2.240 Bewerber und Bewerberinnen, die sich im Laufe des Berichtsjahres bei den Agenturen vor Ort gemeldet haben. Auf eine/n Bewerber/in kommen damit im Agenturbezirk Meschede-Soest 1,6 Ausbildungsplätze. Zurzeit sind noch 1.299 junge Frauen und Männer über die Dienststellen der Agentur für Arbeit auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gleichzeitig sind noch 2.200 Ausbildungsplätze unbesetzt. Somit kommen auf jede/n unversorgten Bewerber/in 1,7 unbesetzte Berufsausbildungsstellen. Im Vergleich zum Vorjahr ist sowohl die Zahl der Bewerber/innen wie auch die Zahl der Ausbildungsstellen gesunken. „Durch die weiterhin geltenden Kontakteinschränkungen dürfen sich Jugendliche nicht entmutigen lassen. Fachkräfte werden auch in Zukunft den größten Teil der Belegschaft in unseren Unternehmen ausmachen. Zusammen mit den Partnern im Ausbildungskonsens mobilisieren wir alle Kräfte, um Jugendliche und Betriebe in der Region zusammenzubringen“, so der Experte weiter zu den aktuellen Entwicklungen.

Kreis Soest

982 Jugendliche aus dem Kreis Soest haben sich seit Oktober 2020 an die Berufsberatung der heimischen Agenturen für Arbeit gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 127 Personen (-11,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. 559 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt: 7 Personen (-1,2 Prozent) weniger als ein Jahr zuvor. Der Vielzahl an Bewerbern und Bewerberinnen stehen derzeit 1.672 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen aktuell noch 1.111 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Im Vergleich zum Vorjahr sind seit Beginn des Berichtsjahres 180 Ausbildungsstellen (-9,7 Prozent) weniger gemeldet worden. „Trotz des Rückgangs von etwa 10 Prozent ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen auch unter Corona-Bedingungen weiterhin hoch. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben allerdings dazu geführt, dass sich Betriebe und Jugendliche nicht immer so schnell finden wie sonst. Arbeitgeber bemühen sich aber sehr um die künftigen Nachwuchskräfte, da ihnen die Fachkräftesicherung für ihren Betrieb wichtig ist. Aktuell haben wir gerade einmal Halbzeit im Ausbildungsjahr. Ich möchte sowohl Arbeitgeber als auch Jugendliche ermutigen, weiter am Thema Ausbildung festzuhalten“, so der Experte.

Hochsauerlandkreis

1.258 Jugendliche aus dem Hochsauerlandkreis haben sich seit Oktober 2020 an die Berufsberatung der heimischen Agenturen für Arbeit gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 318 Personen (-20,2 Prozent) weniger als im Vorjahr. 740 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt: 2 Personen (0,3 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Der Vielzahl an Bewerbern und Bewerberinnen stehen derzeit 1.864 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen aktuell noch 1.089 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Im Vergleich zum Vorjahr sind seit Beginn des Berichtsjahres 247 Ausbildungsstellen (-11,7 Prozent) weniger gemeldet worden. „Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben dazu geführt, dass sich Betriebe und Jugendliche nicht immer so schnell finden wie sonst. Die Berufsberatung gibt derzeit ihr Bestes, die Schülerinnen und Schüler unserer Region auch ohne persönliche Kontaktmöglichkeiten zu erreichen und zu beraten. Jugendliche sollten die aktuelle Zeit unbedingt dafür nutzen, sich mit den wichtigen Fragen der Berufs- und Studienwahl auseinanderzusetzen und auf die Unterstützung der Berufsberatung setzen. Gut ausgebildete Fachkräfte werden auch im Anschluss an die Pandemie existenziell für unsere Region sein. Eine duale Ausbildung legt einen wichtigen Grundstein für die berufliche Zukunft“.