28.10.2021 | Presseinfo Nr. 36

Weniger unversorgte Jugendliche zum Ausbildungsstart 2021 als im Vorjahr

Von den 4.585 Bewerberinnen und Bewerbern konnten im 2021 gestarteten Ausbildungsjahr 4.425 junge Menschen mit einer Stelle oder einer Alternative versorgt werden. Die Unternehmen im Bezirk der Agentur für Arbeit Mönchengladbach hatten 3.757 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 45 Stellen mehr als im ersten Corona-Jahr.

"Die Unternehmen in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis haben 2021 mehr Ausbildungsstellen als im ersten Corona-Jahr angeboten. Die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber ging hingegen ein weiteres Jahr zurück. Dafür gab es zu Beginn des aktuellen Ausbildungsjahres deutlich weniger unversorgte junge Menschen als vor einem Jahr", bilanziert Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mönchengladbach, das Ausbildungsjahr 2020/21 kurz und bündig.

Zum Beginn der dualen Ausbildung in diesem Herbst analysiert Angela Schoofs: "Positiv ist vor allem, dass zum Stichtag 30. September viel weniger junge Menschen unversorgt waren als vor einem Jahr. 2020 unternahmen die lokalen Partner am Ausbildungsmarkt große Anstrengungen, um weitere Ausbildungen bis zum Jahresende zu ermöglichen und jungen Menschen trotz der pandemischen Beschränkungen ihre verdiente Chance einzuräumen. Diese Anstrengungen wurden 2021 fortgeführt, und besonders erfreulich ist, dass in diesem Jahr auch wieder mehr Ausbildungsstellen gewonnen werden konnten, allerdings noch nicht auf dem Niveau des Septembers 2019. Die niedrige Zahl von Unversorgten und die wieder gestiegene Zahl an Ausbildungsstellen sind ein Beleg, wie groß das Engagement der Unternehmen in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss ist, ihre Fachkräfte der Zukunft heranzubilden und sich für die Zukunft der Jugendlichen vor Ort einzusetzen. Dazu passt als weiterer Beleg, dass auch die Jugendarbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Mönchengladbach im Oktober 2021 wieder auf das Niveau der Vor-Corona-Zeit zurückgegangen ist." Aktuell sind im Agenturbezirk 2.107 junge Menschen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet, im Februar 2020 waren es 2.131. Vor einem Jahr im Oktober hatte die Zahl bei 2.718 jungen Arbeitslosen gelegen.


Vertiefter Blick auf den Ausbildungsmarkt

4.425 junge Menschen sind im Bezirk der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss bis zum Ende des Ausbildungsjahres 2020/21 (Stichtag 30. September 2021) mit einer Ausbildungsstelle oder einer Alternative versorgt worden. Das sind 300 weniger als vor einem Jahr (2020: 4.725). Noch unversorgt waren 160 Bewerberinnen und Bewerber. Das sind 179 junge Menschen weniger als im Vorjahr (2020: 339). 3.757 Ausbildungsstellen hat der Arbeitgeber-Service für den Agenturbezirk zwischen dem 1. Oktober 2020 und 30. September 2021 eingeworben. Das sind 45 Stellen mehr als im Vorjahr (2020: 3.712).

Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber hat sich gegenüber dem Vorjahr um 479 auf 4.585 verringert (2020: 5.064). Davon sind 2.131 Personen unter 20 Jahre alt, darunter 491 unter 18 Jahren (10,7 Prozent). Entsprechend sind 2.454 der aktuellen Bewerberinnen und Bewerber 20 Jahre und älter. Davon wiederum sind 569 Personen älter als 25 Jahre (12,4 Prozent). "Der Einstieg in eine Ausbildung erfolgt immer später, weil nach dem ersten Schulabschluss eine weiterführende Schule besucht wird, zunächst ein Studium aufgenommen wird oder eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird", berichtet Claudia Kamper, Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit Mönchengladbach. Sie wirbt bei künftigen Schulabgängern für ein Umdenken: "Es ist wichtig, sich frühzeitig zu orientieren. Ich rate dringend dazu, möglichst ohne Umwege mit einer Ausbildung zu starten, weil der Fachkräftebedarf der Betriebe immer größer wird. Das eröffnet jungen Menschen von Beginn an tolle Chancen. Und es ist für die spätere berufliche Karriere ein perfekter Grundstein für viele Aufstiegsmöglichkeiten. Darum: Gleich in eine Ausbildung starten. Mit den großen und kleinen Unternehmen aus Mönchengladbach und dem Rhein-Kreis Neuss werben wir deshalb aktiv dafür, sich über diese Chancen zu informieren."

Jugendliche, junge Erwachsene oder deren Eltern, die sich über die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt des neuen Jahrgangs 2021/22 in Mönchengladbach oder im Rhein-Kreis Neuss beraten lassen möchten, können die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Mönchengladbach per E-Mail (unter Angabe von telefonischen Kontaktdaten) anschreiben: moenchengladbach.berufsberatung@arbeitsagentur.de (Wohnort Mönchengladbach) oder neuss.berufsberatung@arbeitsagentur.de (Wohnort Neuss). Es erfolgt ein Rückruf. Beratungstermine mit der Berufsberatung vor Ort, telefonisch oder per Video können außerdem über die gebührenfreie Hotline 0800 4555500 vereinbart werden.

In der Stadt Mönchengladbach wurden bis zum Stichtag 30. September 1.730 Ausbildungsplätze gemeldet. Das sind 27 weniger als im Vorjahr (2020: 1.757). Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber sank im Vergleich zum Vorjahr um 58 auf 2.082 (2020: 2.140). Mit einer Ausbildungsstelle oder einer Alternative versorgt waren zum Stichtag 1.973 junge Menschen aus Mönchengladbach. Das sind 54 Personen mehr als vor einem Jahr (2020: 1.919). Noch unversorgt waren 109 Bewerberinnen und Bewerber (2020: 221).

Im Rhein-Kreis Neuss wurden bis zum Stichtag 30. September 2.027 Ausbildungsplätze gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 72 Stellen mehr (2020: 1.955). Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber sank im Vergleich zum Vorjahr um 421 auf 2.503 (2020: 2.924). Mit einer Ausbildungsstelle oder einer Alternative versorgt waren zum Stichtag 2.452 junge Menschen aus dem Rhein-Kreis Neuss (2020: 2.806). Noch unversorgt waren 51 Bewerberinnen und Bewerber. Das sind 67 junge Menschen weniger als vor einem Jahr (2020: 118).

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