Neue Ausbildungschancen bei der Polizei 

Mit einem mittleren Schulabschluss in den Polizeidienst einzusteigen, ist in Nordrhein-​Westfalen jetzt wieder möglich. An 15 Berufskollegs wird der neue Zugangsweg zunächst bis einschließlich des Schuljahrs 2028/29 erprobt. Damit gibt es ab sofort vier Möglichkeiten, eine Karriere bei der Polizei zu starten – einen Überblick gibt der Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss.

Nummer 72

Der Einstieg in den Polizeidienst ist möglich, wenn man das Abitur gemacht hat oder wenn man die volle Fachhochschulreife (schulischer und praktischer Teil) beispielsweise an einem Gymnasium, einer Gesamtschule oder einem Berufskolleg erworben hat. Das sind zwei gängige Zugangswege. Möglich war es bisher aber auch schon, ohne Abitur zur Polizei zu gehen, wenn man zuvor eine berufliche Ausbildung absolviert hat und anschließend entweder mindestens drei Jahre im erlernten Beruf gearbeitet hat oder eine Aufstiegsfortbildung (zum Beispiel den Meister) gemacht hat. Auf diesen drei Wegen konnte man in Nordrhein-Westfalen bislang zum dualen Studium bei der Polizei zu gelassen werden – natürlich neben weiteren Zugangsvoraussetzungen, die in Eignungstests und Auswahlverfahren überprüft werden.

Seit diesem Jahr gibt es nun aber auch die Möglichkeit, mit mittlerem Schulabschluss (Fachoberschulreife) die neue Fachoberschule Polizei als Sprungbrett in die Karriere zu wählen. Dabei handelt es sich um ein spezielles Berufskolleg, an dem man innerhalb von zwei Schuljahren sein Fachabitur – direkt mit dem Schwerpunkt Polizeiarbeit – macht. Auf diesem neuen Zugangsweg werden die Absolventinnen und Absolventen unmittelbar auch für das sich anschließende dreijährige duale Bachelorstudium an der Polizeihochschule vorbereitet, für das sich Abiturientinnen und Abiturienten direkt bewerben können.

Der neue Bildungsgang trägt die offizielle Bezeichnung "Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung, Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst" (kurz "FOS Polizei") und kann von Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Schulabschluss oder mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe belegt werden. Die Fachoberschule Polizei startet in der elften Jahrgangsstufe mit einem Jahrespraktikum bei einer Kreispolizeibehörde, die sich in Wohnortnähe der Schülerin oder des Schülers befindet. Dort lernen sie an drei Tagen in der Woche den Polizeiberuf aus nächster Nähe kennen. Zwei weitere Tage verbringen sie am Berufskolleg, das für Teilnehmende aus Mönchengladbach in Duisburg liegt und für Teilnehmende aus dem Rhein-Kreis Neuss in Düsseldorf. In der zwölften Jahrgangsstufe findet dann an allen fünf Tagen schulischer Unterricht am Berufskolleg statt. Aufgebaut ist die Fachoberschule Polizei damit genauso wie beispielsweise die Fachoberschule Gesundheit oder Sozialwesen. Unterrichtet wird dabei in allgemeinen Fächern wie Deutsch, Mathematik und Englisch, aber auch neu entwickelte Profilfächer wie Rechtswissenschaften und Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre stehen auf dem Stundenplan.

Bewerbungsschluss für einen Ausbildungsbeginn am 1. August 2023 ist am 8. Oktober 2022. Für die FOS Polizei ist eine Online-Bewerbung bei der Polizei NRW erforderlich. Als Berufsberaterin der Arbeitsagentur werde ich sehr oft nach den Zugangswegen zum Polizeidienst gefragt, was mit zeigt, dass sich dieser Beruf sehr hoher Beliebtheit erfreut. Wer sich ebenfalls dafür interessiert, kann sich bei uns informieren oder die Ausbildungsberater der jeweiligen Polizeidienststellen vor Ort kontaktieren. Viele erste Fragen lassen sich außerdem auf der Internetseite https://fos.polizeibewerbung.nrw.de/ klären.

Von Sandra Inderfurth

(erschienen September 2022)

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