Studieren bei der Arbeitsagentur

Ich habe drei Jahre lang bei der Agentur für Arbeit studiert und zugleich praktische Erfahrungen gesammelt. Rückblickend ist das genau die richtige Entscheidung für mich gewesen. Ich durfte ganz viel kennenlernen. Und ich werde im weiteren Berufsleben noch ganz viel kennenlernen können. Für den Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" der Berufsberatung für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss habe ich einmal meine Erinnerungen aufgeschrieben.

Nummer 70

Meine Familie hatte mich zum Ende meiner Schulzeit auf die Idee gebracht, dass die Agentur für Arbeit ein duales Studium anbietet. Ich erkundigte mich und erfuhr, wie viele Dinge hier zusammenkommen, die ich mir von meinem Beruf erwünscht hatte. Ich bewarb mich, machte den Einstellungstest, kam weiter, und auch beim eintägigen Assessment-Center war ich erfolgreich. Das war vor etwas mehr als vier Jahren. Meine Zeit bei der Bundesagentur für Arbeit konnte beginnen.

Zunächst musste ich mich zwischen den zwei dualen Studiengängen Arbeitsmarktmanagement und Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung entscheiden. Weil ich gerne mit Jugendlichen arbeiten würde, entschied ich mich für den Beratungsstudiengang. Und als ich nach der Hälfte des dreijährigen Studiums noch einen selbstgewählten Schwerpunkt setzen konnte, nutzte ich das, um meine Kenntnisse und Fähigkeiten in der Berufsberatung noch weiter zu vertiefen.

Die beiden Studiengänge gliedern sich in viermonatige Blöcke. In denen wechseln sich Theorie an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim und Praxis in der Agentur und den Jobcentern vor Ort ab, was bei mir Mönchengladbach, Düren und Grevenbroich gewesen sind. Ich lernte dabei den Arbeitgeber-Service ebenso kennen wie ich später insbesondere die Berufsberatung und das Jugendjobcenter als Schwerpunkte hatte. Das war schon ein ganz abwechslungsreiches Leben – nicht nur im Beruflichen.

Ich hatte meine Wohnung in Mönchengladbach und eine Wohnung in Mannheim. Zuerst war ich skeptisch gewesen, weg von Familie und Freunden zu ziehen. Schnell aber stellte ich fest, dass der Wechsel zwischen den Orten mir ganz viel bieten konnte. Dabei lernte ich Mannheim als eine belebte Studentenstadt kennen, die immer viele Events hat, zumal dort nicht nur meine, sondern auch andere Hochschulen angesiedelt sind. Gemocht habe ich aber auch, dass man dort immer schnell am Wasser und in der Natur sein kann, am Rhein wie ebenso am Neckar.

Gefallen hat mir an diesem dualen Studium insbesondere, dass ich immer wieder neue Schwerpunkte bilden konnte und dass sich Theorie und Praxis klar voneinander trennen lassen, man nicht während der Woche praktisch arbeitet und sich am Wochenende an der Theorie abarbeiten muss. Dass ich einen verlässlichen Arbeitgeber und einen sicheren Job mit Zukunftsperspektiven vom ersten Tag an gefunden habe, gefiel mir ebenfalls. Ansonsten fand ich die Verdienstmöglichkeiten von fast 1.700 Euro im Monat ganz schön gut. Und letztlich haben mich immer auch die Aussichten gereizt, die wiederum mit den erwähnten variablen Schwerpunkten zusammenhängen. Bei der Arbeitsagentur besteht immer wieder die Möglichkeit, Schwerpunkte neu zu bilden. Hier muss niemand sagen: "Das ist jetzt mein Job, den mache ich bis ans Ende meines Berufslebens." Nein, das Weiterlernen ist gewünscht und wird gefördert. Momentan arbeite ich beispielsweise im Jobcenter in Mönchengladbach. Und wenn alles passt, ist es mein Traum, irgendwann einmal Jugendlichen in der Berufsberatung bei einem gelingenden Berufseinstieg zu helfen.

Von Jessica Manhold

(erschienen September 2022)

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Neue Schrift zur Berufsorientierung für junge Menschen aus Mönchengladbach und dem Rhein-Kreis Neuss erschienen.
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