Unbekannte Ausbildungsberufe – deren Produkte man täglich vor Augen hat

Üblicherweise fängt die Suche nach einer Ausbildung bei den Berufen an, die man kennt. Das sind häufig die Berufe der Eltern oder älteren Geschwister. Es sind aber auch die Berufe, die einem jeden Tag begegnen. Dabei gibt es viele Berufe, die weniger bekannt, aber nicht weniger spannend sind.

Jeder kennt den Beruf des Bäckers oder des Kfz-Mechatronikers, denn jeder hat schon mal Brot gekauft (oder zumindest gegessen) und jeder hat schon mal mitbekommen, dass ein Auto in die Werkstatt musste. Sehr viel weniger Menschen machen sich aber Gedanken darüber, wie andere Dinge, die man auch jeden Tag sieht, produziert oder beispielsweise in den Geschäften platziert worden sind. Heute gibt es im Blog „Gut beraten ins Berufsleben starten“ ein paar Beispiele für Berufe, die eher unbekannt sind, die aber direkte Auswirkungen auf unser Leben haben – und in denen es Jahr für Jahr in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss freie Ausbildungsstellen gibt.

Wer sorgt eigentlich dafür, dass mein Joghurt noch genießbar ist, wenn er bei mir zu Hause im Kühlschrank landet? Hier haben die Mechatroniker*innen für Kältetechnik ihre Hände maßgeblich im Spiel. Diese Fachkräfte planen, montieren, warten und reparieren Kühlanlagen wie zum Beispiel für Lebensmittel-Lager und Supermärkte, aber auch Labore und natürlich Privathaushalte.

Und wenn ich mich dann an einem schönen, sonnigen Tag mit einem kühlen Getränk auf die Terrasse setze oder auch drinnen aufs Sofa: Wer hat eigentlich dafür gesorgt, dass mir die Sonne nicht direkt ins Gesicht scheint und ich schön angenehm im Schatten sitzen kann? Das waren bestimmt Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker*innen. Die stellen Rollläden und Markisen her, bauen sie beim Kunden ein und kümmern sich bei Bedarf auch um die Reparatur.

Wer hat sich nicht schon mal unterwegs an einem Snack- oder Getränkeautomaten etwas gezogen? Und wer hat schon mal darüber nachgedacht, wer den Automaten aufstellt, befüllt, wartet und repariert? Auch dafür gibt es einen eigenen Beruf, genannt Automatenfachmann*frau. Die gibt es sogar in zwei Fachrichtungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Automatendienstleistung und Automatenmechatronik.

Aber manchmal reicht ein Snack vom Automaten nicht aus. Ihr holt Euch dann vielleicht schnell Essen vom Fast-Food-Lieferanten Eures Vertrauens. Auch dort gibt es gelernte Fachkräfte, die sich als Fachmann*frau Systemgastronomie um den Einkauf der Waren, die Lagerung, die Gästebetreuung, den Verkauf und sogar die Personalplanung kümmern. Sie überwachen außerdem die Qualität der Produkte und kümmern sich ums Marketing.

Das sind nur vier Beispiele von vielen. Wann immer ich als Berufsberaterin der Agentur für Arbeit im Rhein-Kreis Neuss die Gelegenheit bekomme, werbe ich bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen dafür, sich mit den unbekannteren Ausbildungsberufen zu beschäftigen: Das vergrößert die Auswahl nämlich enorm. Ich prüfe dann mit ihnen gemeinsam, ob darunter etwas wäre, ohne jemanden vom eigentlichen Wunschberuf abzubringen. Meist spüre ich, dass die jungen Menschen offen für solche Anregungen sind und dass sie überrascht sind, was es alles für Berufe gibt. Wer sich nun seine eigenen Anregungen holen will, der sollte einen Termin mit der Berufsberatung für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss machen und kann sich zur Vorbereitung diese Filme und Berufsinformationen der Bundeagentur für Arbeit anschauen:

Von Alexandra Mündelein

(veröffentlicht im Mai 2021)