Fehler sind menschlich – in einer Bewerbung aber zu vermeiden

Mit einem Anschreiben voller Fehler verbaut Ihr Euch möglicherweise die Chance auf ein Bewerbungsgespräch. Wie Ihr die Anzahl von Fehlern in Rechtschreibung und Zeichensetzung reduzieren könnt, beschreibt Euch diesmal der Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss.

Nummer 49

Ein Gedankenspiel: Ihr seid Personalchef, sucht einen neuen Auszubildenden im Kaufmännischen und lest Euch zwei Bewerbungen durch. Das eine Anschreiben ist fast fehlerfrei, das andere Anschreiben strotzt vor Fehlern. Welcher Bewerber erscheint Euch kompetenter? Wen würdet Ihr zum Bewerbungsgespräch einladen? Die Antwort liegt auf der Hand.

Es ist nicht für jeden Beruf wichtig, fehlerfrei schreiben zu können. Für einen Personalverantwortlichen ist es aber wichtig, an einem Bewerbungsschreiben ablesen zu können, wie sorgfältig der Bewerber oder die Bewerberin arbeitet. Deshalb ist es für Euch wichtig, die Anzahl von Fehlern in Rechtschreibung und Zeichensetzung zu reduzieren, um die Chance auf ein Bewerbungsgespräch zu erhöhen. Deshalb hier eine Übersicht über besonders häufige Fehler:

1. Flüchtigkeitsfehler passieren jedem. Manche fallen einem auf, sobald man seinen Text noch einmal mit Ruhe durchliest. Andere bleiben auch trotz gründlichsten Lesens in Texten stehen, obwohl man es eigentlich besser weiß. Das passiert jedem. Hilfreich ist es deshalb, einen Text ein oder zwei Tage zur Seite zu legen, um ihn dann noch einmal konzentriert zu lesen. Garantiert fallen Euch dann noch einmal weitere Fehler auf. Falls Euch dazu allerdings die Zeit fehlt, solltet Ihr das Textbild verändern. Auch das hilft dabei, weitere Fehler zu entdecken. Ändert beispielsweise vorübergehend die Schriftart, vergrößert den Zeilenabstand oder wechselt beim Seitenlayout von Hoch- zu Querformat. Ihr werdet überrascht sein, was das mit einem Text macht.

2. Einige Rechtschreibfehler kommen besonders oft in Texten vor. Wer sie kennt, kann sie vermeiden. Hier ein paar Beispiele von Wörtern, die in einem Bewerbungsanschreiben vorkommen könnten:

FALSCH RICHTIG
Addresse Adresse
daß dass (nach kurzem Vokal folgt ein ss, deshalb schreibt man Straße auch mit ß)
des weiteren des Weiteren
eigendlich eigentlich
entgültig endgültig
Fittness Fitness
Herzliche Grüsse Herzliche Grüße
Hobbie, Hobbies Hobby, Hobbys
im folgenden im Folgenden
im voraus im Voraus
läßt lässt
Maschiene Maschine
persöhnlich persönlich
Schluß Schluss
seid vier Jahren seit vier Jahren ("seid" ist die zweite Pluralform des Verbs "sein", und "seit" bezieht sich immer auf die Zeit)
Strasse Straße
unter Anderem unter anderem
zum Einen ... zum Anderen zum einen ... zum anderen

3. Leerzeichen vor einem Satzzeichen schleichen sich auch immer wieder als Fehler in Texte ein. Die sind , wie soll ich sagen , nicht nur unnötig , sondern auch falsch ! Denn so sieht es richtig aus: Die sind, wie soll ich sagen, nicht nur unnötig, sondern auch falsch.

4. Mit Bindestrichen und Gedankenstrichen ereignen sich ebenfalls gerne Fehler. Der Bindestrich ist kurz und verbindet etwas ("Zeugnis-Kopie" oder "Binde- und Gedankenstrich"), und nur der Gedankenstrich ist lang, da er Raum zum Nachdenken geben soll ("Fehler sind menschlich – in einer Bewerbung aber zu vermeiden").

5. Für Irritationen sorgen auch Groß- und Kleinschreibung nach einem Doppelpunkt. Klein geht es nach einem Doppelpunkt weiter, wenn kein vollständiger Satz folgt. Groß geht es entsprechend weiter, sobald sich ein selbstständiger Satz mit Subjekt und Verb oder ein Zitat in direkter Rede anschließt.

6. "Mit freundlichen Grüßen" enden in der Regel Bewerbungsschreiben. Was dabei oft falsch gemacht wird, ist, dass ein Komma hinter „Grüßen“ gesetzt wird. Weniger ist manchmal mehr.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Speen

(erschienen Januar 2022)

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