Erzieher oder Erzieherin werden

Erzieher ist ein wunderschöner, sehr abwechslungsreicher Beruf. Für Frauen wie für Männer. Außerdem ist der Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern momentan groß. Hier über eine Ausbildung nachzudenken, könnte absolut lohnend sein. Allerdings muss man sich für diesen Beruf auch geeignet fühlen.

Bei den Erzieherinnen und Erziehern verzeichnen wir einen echten Fachkräftemangel. Die Chancen auf eine gute berufliche Zukunft sind somit sehr gut – wenn man denn eine abgeschlossene Ausbildung hat. Und diese ist anspruchsvoll, so wie sie beispielsweise in Nordrhein-Westfalen gestaltet ist. In der Regel durchlaufen Erzieher für zwei Jahre eine vollzeit-schulische Ausbildung, und danach schließt sich für ein Jahr ein praktischer Ausbildungsteil an, in dem eine Ausbildungsvergütung gezahlt wird. Die Praxisintegrierte Ausbildung, kurz PiA, bietet zu diesem Ausbildungsweg eine Alternative, die es noch nicht so lange gibt. Hierbei werden Theorie und Praxis über drei Jahre in einem regelmäßigen Wechsel verknüpft. Bei PiA gibt es in allen drei Jahren eine Ausbildungsvergütung.

Die Ausbildung zum Erzieher oder zur Erzieherin kann mit unterschiedlichen schulischen Voraussetzungen begonnen werden, wenn a) ein Mittlerer Schulabschluss und eine zweijährige Berufsausbildung vorhanden sind, zum Beispiel zum Kinderpfleger oder zur Sozialassistentin, oder wenn b) das Abitur oder die volle Fachhochschulreife erreicht sind und ein mindestens sechswöchiges Praktikum im angestrebten Berufsfeld absolviert worden ist (in Teilzeit kann das Praktikum in mindestens 480 Stunden abgeleistet werden; alternativ werden auch ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Bundesfreiwilligendienst angerechnet).

Ausgebildete Kräfte werden nicht nur in Kindertagesstätten eingesetzt, sondern ebenso im Offenen Ganztag an Schulen oder in Heimen. Erzieherinnen und Erzieher treffen also auf einen breiten Arbeitsmarkt mit verschiedenen Optionen. Aus meiner Sicht spricht das für eine abwechslungsreiche Ausbildung und Tätigkeit. Dieser Beruf, oder diese Berufung, bedarf allerdings auch einiger Voraussetzungen, die diejenigen mitbringen sollten, die Erzieher werden möchten. Sie müssen Einfühlungsvermögen besitzen, müssen emphatisch, kommunikativ und kreativ sein. Körperliche Fitness und psychische Stabilität sind ebenso wichtig. Außerdem sollte man zumindest eine Affinität zum Dokumentatorischen haben, weil die an den Kindern gemachten Beobachtungen regelmäßig festgehalten werden müssen, um deren Entwicklung und deren Entwicklungsstand zu dokumentieren.

Ausbilden lassen können sich angehende Erzieherinnen und Erzieher in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss an der Bischöflichen Liebfrauenschule, am Maria-Lenssen-Berufskolleg, am Berufskolleg der Evangelischen Stiftung Hephata, am Erzbischöflichen Berufskolleg Neuss, Abteilung Marienhaus sowie am Berufsbildungszentrum Grevenbroich. Das Erzbischöflichen Berufskolleg Neuss Marienberg bietet darüber hinaus an, die Ausbildung über vier Jahre zu absolvieren und dabei zusätzlich das Abitur zu erwerben. Der Ausbildungsbeginn ist an das Schuljahr geknüpft.

Wer sich weitergehend informieren möchte, dem empfehle ich eine Internetseite der Agentur für Arbeit Mönchengladbach, auf der viel Wissenswertes zur Erzieherausbildung in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss zusammengefasst ist. Videos über den Beruf gehören dazu.

Von Heike Karsch

(erschienen Oktober 2021)

Berufsberater an den Schulen der Region

Mönchengladbach

Rhein-Kreis Neuss


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