30.04.2021 | Presseinfo Nr. 13

Münchner Arbeitslosigkeit sinkt weiter- saisonbedingt!

Die leichte Erholung auf dem Münchner Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort.

Trotz des fortbestehenden Corona-Lockdowns waren auch im April die
Zahlen der Arbeitslosmeldungen rückläufig. Verantwortlich für diesen Rückgang waren primär saisonale Effekte: In vielen Außenberufen zog die Beschäftigung weiter an. Dabei haben vor allem Männer von der Frühjahrsbelebung profitiert. So ging die Zahl der männlichen Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 1.098 bzw. 3,8 Prozent zurück.
Insgesamt waren im April in München 51.823 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum März war dies ein Rückgang um 1.365 Personen (-2,6 Prozent).
Die Arbeitslosenquote sank innerhalb eines Monats um 0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent. Im Vorjahresmonat April lag sie noch bei 4,3 Prozent. Der April 2020 war der erste volle Monat des Lockdowns. Einen Monat vorher, im März, lag die Quote in München bei niedrigen 3,5 Prozent.

Mit der Dauer der Pandemie nimmt, nach Jahren des Rückgangs, die Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich zu. So waren im April 13.575 Personen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Dies waren 5.601 Personen (70,2 Prozent) mehr als im April 2020 und 819 mehr als im Vormonat (6,4Prozent). Hierzu zählen die Personen, die ein Jahr oder länger ohne Job sind. Viele von ihnen waren bereits vor der Corona Krise ohne Arbeit oder aber haben ihren Job gleich zu Beginn der Krise verloren.

„Mit der fortsetzenden Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit erneut gesunken. Erfreulich ist, dass insbesondere wieder deutlich mehr junge Menschen unter 25 in Arbeit sind. Die Kurzarbeit stützt weiterhin unseren Arbeitsmarkt und wird nach wie vor von den Unternehmen stark in Anspruch genommen,“ so Wilfried Hüntelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München. „Mit der Dauer der Pandemie und der damit verbundenen Krise steigt leider auch die Langzeitarbeitslosigkeit, welche vor Corona, gerade in München, auf historisch niedrigem Niveau lag,“ Hüntelmann weiter.  
 

Zahlen im SGB III weiter rückläufig!
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im April 29.161
Menschen arbeitslos gemeldet. Dies waren 2.080 weniger als im März, allerdings 1.083 Menschen mehr als im Vorjahr. Die Quote sank innerhalb eines Monats von 2,9 Prozent auf 2,7 Prozent.

Arbeitslosengeld II: Deutlicher Anstieg der Arbeitslosen!
Nach einem Jahr der Pandemie stieg die Zahl der Arbeitslosen, die von den Jobcentern der Landeshauptstadt und des Landkreises betreut werden (SGB II) weiter an. Zuletzt stieg sie innerhalb eines Monats um 715 auf 22.662. Dies waren 4.201 oder 22,8 Prozent mehr als im April 2020. Die Quote stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent.

Stadt München: Arbeitslosenquote um 0,1 auf 5,1 Prozent gesunken!
Binnen Monatsfrist waren in der Landeshauptstadt 45.758 Personen arbeitslos gemeldet, das waren 1.073 Personen weniger als im März, aber 4.750 mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,1 Prozent.

Landkreis München: Rückgang der Arbeitslosigkeit!
Im Landkreis München waren im April 6.065 Menschen ohne Arbeit. Dies waren 292 Menschen weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum April 2020 haben sich allerdings 534 Personen mehr arbeitslos gemeldet.
Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent

Jugendarbeitslosigkeit deutlich gesunken!
Im April waren im Agenturbezirk München 3.593 Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet, das waren 338 weniger als im März. Die Jugend-Arbeitslosenquote sank  um 0,3 Prozentpunkte von 3,8 auf  3,5 Prozent.

2.861 neue Stellen gemeldet, Stellenbestand steigt weiter!
Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. So gingen im April 2.861 Stellenangebote in der Agentur für Arbeit München ein. Dies waren 1.528 Stellen mehr als im ersten Krisenmonat April 2020.
 

Der Stellenbestand stieg von März auf April deutlich um 695 Stellen und lag bei 8.593. Dies waren 953 Angebote weniger als im Vorjahresmonat, der Stellenbestand lag aber dennoch um rund 2.500 unter Vorkrisenniveau.
In Branchen, wie zum Beispiel das Gesundheits- und Sozialwesen, verschiedene Bereiche der IT oder natürlich der Lebensmittel- und Online-Handel, wird Personal gesucht.