29.07.2021 | Presseinfo Nr. 17

Weitere Erholung am Münchner Arbeitsmarkt! Deutlich mehr freie Stellen!

Normalerweise steigt im Juli die Zahl der Arbeitslosenzahlen: Viele Unternehmen warten mit Neueinstellungen das Ende der Sommerferien ab. Zudem melden sich junge Leute zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn arbeitslos. Doch in diesem Jahr sieht es anders aus.

Die Erholung auf dem Münchner Arbeitsmarkt setzt sich, dank der weitreichenden Lockerungen, weiter fort und die Zahl der Menschen ohne Job ist im Vergleich zum Vormonat um 960 bzw. 2,0 Prozent gesunken. Insgesamt waren im Juli in München 48.053 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 6.290 Menschen weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,5 Prozent (Juli 2020: 5,0). Die Kurzarbeit sorgte zwar auch im Juli noch für Stabilität in der Beschäftigung, aber gleichzeitig stieg die Personalnachfrage wieder deutlich an. Im Juli wurden der Agentur für Arbeit München 3.776 neue Stellen gemeldet, 20,4 Prozent mehr als im Juni. Im Bestand waren somit 9.821 offene Stellen, 28,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gesucht werden zum Beispiel wieder mehr Mitarbeiter*innen im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Einzelhandel, im Bereich Schutz und Sicherheit sowie in der Zeitarbeit. „Der Aufwärtstrend am Münchner Arbeitsmarkt setzt sich auch im Juli fort. Die Betriebe reduzieren weiter die Kurzarbeit und stellen wieder Personal ein", so Wilfried Hüntelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit
München. „Dadurch ist die Arbeitslosigkeit noch einmal gesunken, was für einen Juli eher untypisch ist.“, so Hüntelmann weiter.

Sinkende Arbeitslosenzahlen im SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Juli 25.093 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies waren 734 weniger als im Juni und 8.955 Menschen weniger als im Vorjahr. Die Quote sank innerhalb eines Monats von 2,4 Prozent auf 2,3 Prozent.

Arbeitslosengeld II:

Zahl der Empfänger leicht gesunken Die Zahl der Arbeitslosen, die von den Jobcentern der Landeshauptstadt und des Landkreises betreut werden (SGB II) ist im Juli erstmals wieder leicht gesunken. So lag die Zahl Menschen ohne Job (SGB II) bei 22.960. Dies waren 226 Personen weniger als im Juni, allerdings 2.665 mehr als vor einem Jahr. Die Quote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent (Vorjahr: 1,9%).

Stadt München:

Zahlen erneut rückläufig! Binnen Monatsfrist waren in der Landeshauptstadt 42.437 Personen arbeitslos gemeldet, das waren 884 Personen weniger als im Juni und 5.449 bzw. 11,4% weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank von 4,9 auf 4,8 Prozent.

Landkreis München:

Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit! Im Landkreis München waren im Juli 5.616 Menschen ohne Arbeit. Dies waren 76 Menschen weniger als im Vormonat und 841 weniger als im Juli 2020. Die Arbeitslosenquote lag bei unveränderten 2,9 Prozent.

3.436 Jugendliche ohne Job!

Im Juli waren im Agenturbezirk München 3.436 Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet, das waren 25 mehr als im Juni, aber 884 weniger als noch vor einem Jahr. Die Jugendarbeitslosenquote lag bei 3,6 Prozent.

Ausbildungsmarkt: Noch viele freie Ausbildungsstellen!

Von Oktober 2020 bis Juli 2021 wurden der Agentur für Arbeit München insgesamt 9.206 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 1.351 bzw. 12,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber lag bei 5.547. Das entspricht einem Rückgang von 855 bzw. 13,4 Prozent. Bisher blieben in München noch 3.506 Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig haben 2.126 junge Menschen noch keine Ausbildung oder eine Alternative gefunden. Damit kommen aktuell auf einen jungen Menschen ohne Ausbildungsvertrag 1,6 freie Berufsausbil-dungsstellen. „Das letzte Jahr war schwierig- besonders auch für die jungen Menschen, die die Schule beendet haben. Doch es ist nichts verloren, im Gegenteil: Es gibt nach wie vor viele freie Ausbildungsstellen in vielen Branchen und Berufen. Diese Chance sollten Jugendliche auf jeden Fall nutzen und am besten gleich zugreifen“, so Wilfried Hüntelmann.