Der Ausbildungsmarkt im Berichtsjahr 2022/2023

Arbeitsagenturchefin zieht eine insgesamt positive Bilanz

07.11.2023 | Presseinfo Nr. 53

Anfang September hat das neue Ausbildungsjahr begonnen. Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Martina Lehmann, zieht eine insgesamt positive Bilanz: „Mit verstärkter Präsenz an den Schulen, zahlreichen Ausbildungs- und Studienmessen, Infoständen mit Beratungsangeboten in Freibädern, auf Wochenmärkten oder bei Events/Festivals ist es uns gelungen, den demografischen Trend zu kompensieren und wieder etwas mehr junge Menschen von der Attraktivität und den hervorragenden Karrierechancen einer dualen Ausbildung in der Region Nordschwarzwald zu überzeugen,“ so Martina Lehmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist zwar zurückgegangen, bewegt sich aber weiterhin auf hohem Niveau. Die Ausbildung junger Menschen in den Unternehmen und Betrieben im Nordschwarzwald hat demzufolge auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten einen hohen Stellenwert.“

Ausbildungsstellen
Von Oktober 2022 bis September 2023 wurden dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim insgesamt 4.346 Ausbildungsstellen gemeldet, 297 oder 6,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die Top Ten der gemeldeten Ausbildungsstellen führen die Kaufleute im Einzelhandel (253) an, gefolgt von den Verkäuferinnen/Verkäufern (214), den Industriekaufleuten (189) und den Hotelfachleuten (132).
Am 30. September 2023 waren insgesamt noch 865 Ausbildungsstellen gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr waren das 92 oder 11,9 Prozent mehr. Die meisten freien Ausbildungsstellen gab es bei den Kaufleuten im Einzelhandel (74), Verkäuferinnen/Verkäufern (54), Köchinnen/Köchen (45), Hotelfachleuten (37), Restaurantfachleuten (34).

Bewerberinnen und Bewerber um eine Ausbildungsstelle
2.762 Bewerberinnen und Bewerber um einen Ausbildungsplatz standen für die Besetzung der 4.346 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Das waren 16 oder 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Ausbildungsmarkt bietet also beste Chancen für junge Menschen, die eine Ausbildung beginnen wollen. Dennoch ist es auch im abgelaufenen Berichtsjahr nicht allen Bewerberinnen und Bewerbern gelungen, den Ausbildungsplatz im Wunschberuf zu finden. 41 junge Menschen waren Ende September noch unversorgt. Die Gründe hierfür reichen von fehlender Mobilität, über das Nichterfüllen der Anforderungen der Betriebe bis hin zu fehlender Flexibilität bei den Berufswünschen.

Nachvermittlung
Um die noch unversorgten Bewerberinnen und Bewerber mit den noch unbesetzten Ausbildungsstellen zusammenzubringen, werden wir unsere Vermittlungsanstrengungen bis mindestens Ende des Jahres fortsetzen. Viele Unternehmen suchen auch jetzt noch Nachwuchs, auch wenn das Ausbildungsjahr bereits begonnen hat. „Wer noch einen Ausbildungsplatz sucht und dabei professionelle Unterstützung braucht, sollte keine Zeit verstreichen lassen und Kontakt zur Berufsberatung aufnehmen,“ empfiehlt Lehmann.
Unter der kostenfreien Servicerufnummer 0800 4 5555 00 erhalten Jugendliche auch kurzfristig Termine bei der Berufsberatung.

An die Betriebe appelliert Lehmann, auch solchen Jugendlichen eine Chance zu geben, die auf den ersten Blick nicht als Wunschkandidaten gesehen werden. „In solchen Fällen können wir gezielt unterstützen und fördern und diese jungen Menschen können die dringend benötigten Fachkräfte von morgen sein,“ so die Agenturchefin. Die Agentur für Arbeit hält ein breit gefächertes Angebot bereit, um junge Menschen beim Berufseinstieg oder auch während der Berufsausbildung zu unterstützen. Hierzu zählen beispielsweise die Assistierte Ausbildung, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen oder die Einstiegsqualifizierung. Interessierte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können beim Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 20 Informationen einholen und sich ausführlich beraten lassen.