19.02.2021 | Presseinfo Nr. 13

Arbeitsagentur und DEHOGA tauschen sich aus

Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist vom zweiten Lockdown und der erneuten Schließung der Betriebe stark betroffen. Daher besteht zurzeit ein außergewöhnlich hoher Informationsbedarf rund um das Thema Kurzarbeit.

Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist vom zweiten Lockdown und der erneuten Schließung der Betriebe stark betroffen. Daher besteht zurzeit ein außergewöhnlich hoher Informationsbedarf rund um das Thema Kurzarbeit. Die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim und die DEHOGA Kreisverbände Freudenstadt und Calw haben deshalb Anfang Februar eine digitale Informationsveranstaltung zum Thema Kurzarbeitergeld durchgeführt. Dass das Thema auf großes Interesse stößt, zeigte die große Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedensten Bereichen der Hotellerie und Gastronomie. Diese folgten den Vorträgen der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Martina Lehmann, dem Teamleiter Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur, Werner Hess, und dem Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Freudenstadt, Peter Schuster, und stellten viele Fragen.

Die DEHOGA-Kreisvorsitzenden Beate Gaiser und Jörg Möhrle gingen in ihrer Begrüßung auf die schwierige Lage ihrer Branche nach dem zweiten Lockdown ein. Die Corona-Beschränkungen hätten die Gastronomie besonders hart getroffen, insbesondere kleinere Gaststätten, Bars und Discotheken kämpften ums Überleben.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Martina Lehmann, bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Wir reden miteinander, nicht übereinander und davon profitieren alle“, so Lehmann. Einen gigantischen Kraftakt stelle weiterhin die schnelle und rechtssichere Auszahlung des Kurzarbeitergeldes dar, den ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit nunmehr fast einem Jahr bewältigen müssen. Um die unvorstellbare Flut an Beratungsanfragen und Anträgen möglichst schnell bearbeiten zu können, habe man das Personal in diesem Bereich gleich zu Beginn der Corona-Krise innerhalb kürzester Zeit intern verzwölffacht. Auch der Arbeitszeitrahmen sei von 6 bis 22 Uhr ausgeweitet worden. Gerade als die Kurzarbeit wieder etwas zurückgegangen sei, hätte der zweite Lockdown wieder zu einem deutlichen Anstieg der Kurzarbeitsanzeigen und -anträge geführt. Lehmann betonte, dass die Hotellerie und Gastronomie mit ihren vielen kleinen und mittleren, oft eigentümer- oder familiengeführten Betrieben, einen immens wichtigen Wirtschaftsfaktor im Nordschwarzwald darstelle. Sie versprach den Hoteliers und Gastronomen, dass die Agentur für Arbeit auch weiter alles in ihrer Macht liegende dafür tun werde, um diese für die Region so wichtige Branche mit ihren vielen Beschäftigten und Auszubildenden beim Kampf gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise zu unterstützen. Es gebe zahlreiche Hilfen und auch wichtige Änderungen, über die man die Unternehmen frühzeitig informieren wolle.

Dies übernahm der Teamleiter des Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Werner Hess. Er informierte anhand einer umfangreichen Präsentation über die Voraussetzungen, das Anzeige- und Antragsverfahren, die Höhe sowie über die seit Jahresbeginn geltenden Neuregelungen zum Kurzarbeitergeld. Außerdem stellte er die Möglichkeiten des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ für kleine und mittlere Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, vor.

Bereits während seines Vortrages und in der anschließenden Diskussionsrunde beantwortete Hess die vielen Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Viele Menschen im Gastgewerbe müssen aufgrund der Corona-Krise auf Teile ihres Einkommens, wie etwa Trinkgeld, verzichten. Aber auch die Unternehmer selbst können schnell in Not geraten, denn sie erhalten weder Kurzarbeiter- noch Arbeitslosengeld. Peter Schuster stellte deshalb auch die Möglichkeiten des erleichterten Zugangs zu staatlichen Grundsicherungsleistungen vor.

Am Ende bedankten sich Gaiser und Möhrle für die vielen hilfreichen Informationen und die tolle Zusammenarbeit – nicht erst seit Corona.