14.09.2021 | Presseinfo Nr. 43

Hervorragende Karrierechancen in der Gastronomie

Arbeitsagenturchefin tauscht sich mit DEHOGA-Kreisvorsitzenden aus

Wie ist die konkrete Situation im Hotel- und Gaststättengewerbe im Nordschwarzwald? Was sind die aktuellen Herausforderungen für die Branche? Und was können die DEHOGA Kreisvorsitzenden und die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim gemeinsam tun, um diesen für die Region so wichtigen Berufszweig zu stärken? Darüber sprach die Chefin der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Martina Lehmann, am Dienstag, dem 7. September in der Arbeitsagentur in Nagold mit der DEHOGA Kreisvorsitzenden des Landkreises Freudenstadt Beate Gaiser und ihrem Stellvertreter Oliver Widmann, dem DEHOGA Kreisvorsitzenden des Landkreises Calw, Rolf Berlin und dem DEHOGA Kreisvorsitzenden des Enzkreises, Reinhard Gallistl. Mit dabei war auch Tanja Traub, Mitglied der Geschäftsführung der IHK Nordschwarzwald.

„Seit Beginn der Coronakrise sind viele Aushilfen aber auch Fachkräfte in andere Branchen abgewandert. Diese Abgänge tun uns richtig weh“, so Beate Gaiser. Die aktuellen Zahlen der Beschäftigtenstatistik zeigen jedoch, dass die Landkreise Calw und Freudenstadt als Urlaubsregionen vom Rückgang sowohl bei den sozialversicherungspflichtig als auch bei den geringfügig Beschäftigten in der Hotellerie und Gastronomie unterdurchschnittlich betroffen waren. „Mit dem Instrument der Kurzarbeit haben wir es geschafft, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, trotz großer Herausforderungen, größtenteils an ihre Häuser gebunden werden konnten“, so Lehmann. Anders sieht es im Bereich der Stadt Pforzheim und im Enzkreis aus. Hier haben überdurchschnittlich viele Beschäftigte der Branche, die überwiegend von Geschäftsreisenden sowie von Tagungs- und Messegästen lebt, den Rücken gekehrt. „Bereits vor Corona war der Arbeitskräftemangel für unsere Branche eine große Herausforderung. Jeder einzelne Arbeitsplatz, der uns durch die Corona-Pandemie verloren gegangen ist, ist deshalb einer zu viel. Es gilt jetzt, die in andere Bereiche abgewanderten Beschäftigten wieder in unsere Betriebe zurückzuholen. Das Hotel- und Gaststättengewerbe bietet nach wie vor sichere und abwechslungsreiche Arbeitsplätze mit hervorragenden Karrierechancen“, betonte Gaiser.

In der Branche habe längst ein Umdenken stattgefunden, die Verbesserungen der letzten zehn Jahre seien sensationell gewesen. „Eine Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe ist sehr wertvoll und ein Sprungbrett für eine erfolgreiche Kariere. Kaum eine andere Branche kann solch einen Servicegeist bieten und hat vielfältigere Arbeitszeitmodelle“, so Rolf Berlin. Gerade deshalb seien Beschäftigte aus der Branche während der Pandemie von Unternehmen anderer Branchen regelrecht abgeworben worden.

„Nachwuchs fehlt uns insbesondere im Bereich der Ausbildung. Wir müssen mehr junge Menschen für unsere Ausbildungsgänge begeistern“, betonte Reinhard Gallistl. Im Landkreis Freudenstadt ist man da bereits auf einem guten Weg. Das Projekt „Black Forrest Finest“ bietet Schülerinnen und Schülern einen sehr exklusiven und abwechslungsreichen Einblick in die Welt der Küchen, des Service und in andere Bereiche der Gastronomie. Hier werden die Berufsberatung der Arbeitsagentur und die DEHOGA Kreisstelle künftig noch enger zusammenarbeiten.

Neben der Ausbildung war auch die Rekrutierung von Personal aus dem nichteuropäischen Ausland Thema des Treffens. „Noch im Oktober werden wir hierzu, als ein Ergebnis dieses runden Tisches, im gesamten Agenturbezirk Informationsveranstaltungen für interessierte Betriebe anbieten“, so Lehmann.