31.03.2022 | Presseinfo Nr. 18

Der Arbeitsmarkt in Mittelholstein im März 2022

• Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter
• Nachfrage nach Arbeitskräften hält an und liegt über dem Vorjahresniveau
• Gute Chancen für Jugendliche bei der Suche nach Ausbildungsstellen

Der Arbeitsmarkt in Mittelholstein im März 2022

• Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter
• Nachfrage nach Arbeitskräften hält an und liegt über dem Vorjahresniveau
• Gute Chancen für Jugendliche bei der Suche nach Ausbildungsstellen


„Der deutliche Rückgang der Zahl der arbeitslosen Menschen im Vergleich zum Vorjahr und die anhaltende Nachfrage der Unternehmen nach Personal signalisieren einen stabilen Arbeitsmarkt
in Mittelholstein“, kommentiert Michaela Bagger, Leiterin der Agentur für Arbeit Neumünster, die aktuellen Zahlen. „Nahezu alle Personengruppen profitieren von diesem
Trend. Lediglich die Jüngeren unter 25 Jahren sind etwas stärker vertreten. Hier zeigen sich die bereits im Februar beendeten Ausbildungsverhältnisse. Ich gehe aber davon aus, dass
Betroffene schnell wieder im Arbeitsmarkt Fuß fassen,“ bekräftigt Bagger.


Arbeitslosigkeit

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Neumünster sind im März 8.952 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 170 weniger als im Februar (minus 1,9 Prozent) und
1.828 weniger als ein Jahr zuvor (minus 17,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 4,8 Prozent. Im Februar lag sie bei 4,9 Prozent und vor einem Jahr bei 5,8 Prozent.

 

Arbeitsagentur und Jobcenter

Die Zahl der bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldeten Menschen (Arbeitslosengeld I) beträgt im März 3.266 Personen – 167 weniger als im Februar (minus 4,9 Prozent) und
1.181 weniger als vor einem Jahr (minus 26,6 Prozent).
Bei den Jobcentern sind im März 5.686 Menschen (Arbeitslosengeld II) arbeitslos gemeldet. Das sind drei weniger als im Februar (minus 0,1 Prozent) und 647 weniger als ein Jahr
zuvor (minus 10,2 Prozent).


Stellenangebot

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service (gAG-S) der Agentur für Arbeit und der Jobcenter wurden im März 802 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet – 22 mehr als
im Februar (plus 2,8 Prozent) und 201 mehr als vor einem Jahr (plus 33,4 Prozent). Die meisten Stellenangebote kamen im März aus der Zeitarbeit, den freiberuflichen Dienstleistungen,
dem Handel und der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie der öffentlichen Verwaltung. Im Vergleich zum März des Vorjahres stieg die Nachfrage in
nahezu allen Wirtschaftsabschnitten.

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berichtsjahres am 1. Oktober 2021 wurden dem gAG-S 1.974 betriebliche Berufsausbildungsstellen gemeldet, neun oder 0,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Davon sind noch 1.425 unbesetzt.

Die Zahl der Bewerber*innen für Berufsausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Bis Ende März meldeten sich 1.188 Bewerber*innen, 39 oder 3,2 Prozent weniger
als im Vorjahreszeitraum. 723 sind noch unversorgt. „Rein rechnerisch gibt es zurzeit knapp zwei offene Berufsausbildungsstellen je unversorgtem Bewerber“, so Bagger 
und appelliert an Jugendliche, die noch Unterstützung bei der Berufswahl oder der Suche nach einem Ausbildungsplatz benötigen, die Berufsberatung in Anspruch
zu nehmen: „Die Chancen, kurzfristig noch für dieses Jahr eine Ausbildungsstelle zu finden, stehen ausgesprochen gut. Mit einer dualen Ausbildung erwerben Jugendliche ein
solides Fundament für ihren beruflichen Einstieg. Und mit dem Berufsabschluss öffnen sich ihnen attraktive Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten.“
Die Berufsberater*innen beraten Jugendliche individuell anhand ihrer Talente und Interessen über Wege in den Beruf. Gemeinsam werden Stärken und dazu passende Berufsfelder
ermittelt, Unterstützung bei Bewerbungen geleistet und zu Alternativen beraten, wenn sich der Traumberuf nicht realisieren lassen sollte. Außerdem informieren die Berater*innen über
Fördermöglichkeiten und helfen dabei, einen Ausbildungsplatz zu finden.


Termine für die Berufsberatung gibt es telefonisch unter 0800 4 5555 00 (Der Anruf ist gebührenfrei.) oder bei der Telefon-Hotline 04321 – 943777 (Mo. bis Fr. von 10.00 bis
14.00 Uhr).
Bei der Hotline kann auf Wunsch auch ein Termin für eine Videoberatung vereinbart werden. Unter https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/neumuenster/content/
1533747078750
steht, wie es geht.

An die Unternehmen appelliert Bagger, weiter auszubilden und auch vermeintlich schwächeren Bewerber*innen eine Chance zu geben. „Nutzen Sie die Expertise der Expert*innen Ihres
Arbeitgeber-Services vor Ort. Von der Unterstützung bei der Bewerbersuche bis hin zur finanziellen Hilfe für Jugendliche mit Förderungsbedarf können sie Ihnen Angebote machen.
Wer eigene Fachkräfte ausbildet, macht sich unabhängig vom Arbeitsmarkt, bleibt wettbewerbsfähig und bindet geeignetes Personal langfristig.“, so Bagger.
Den gAG-S erreichen Unternehmen unter: 0800 4 5555 20 (Der Anruf ist gebührenfrei.).
 


Der regionale Arbeitsmarkt

In der Stadt Neumünster
• sind im März 3.364 Menschen arbeitslos gemeldet – 38 weniger als im Februar (minus 1,1 Prozent) und 790 weniger als vor einem Jahr (minus 19,0 Prozent).
• beträgt die Arbeitslosenquote aktuell wie im Februar 7,8 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 9,6 Prozent.
• wurden dem gAG-S im März 273 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet – sieben weniger als im Februar (minus 2,5 Prozent) und 92 mehr als vor einem Jahr
(plus 50,8 Prozent).

Im Kreis Rendsburg-Eckernförde
• sind im März 5.588 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen – 132 weniger als im Februar (minus 2,3 Prozent) und 1.038 weniger als vor einem Jahr (minus 15,7 Prozent).
• beträgt die Arbeitslosenquote im März 3,9 Prozent. Im Februar lag sie bei 4,0 Prozent und vor einem Jahr bei 4,6 Prozent.
• wurden dem gAG-S im März 529 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet – 29 mehr als im Februar (plus 5,8 Prozent) und 109 mehr als vor einem Jahr (plus 26,0
Prozent).

Im Bezirk der Geschäftsstelle Eckernförde der Agentur für Arbeit Neumünster
• sind im März 1.097 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen – 57 weniger als im Februar (minus 4,9 Prozent) und 308 weniger als ein Jahr zuvor (minus 21,9 Prozent).
• beträgt die Arbeitslosenquote aktuell 3,3 Prozent. Im Februar lag sie bei 3,4 Prozent und vor einem Jahr bei 4,2 Prozent.
• wurden dem gAG-S im März 127 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet – 24 mehr als im Februar (plus 23,3 Prozent) und 33 mehr als vor einem Jahr (plus 35,1
Prozent).


Im Bezirk der Geschäftsstelle Rendsburg der Agentur für Arbeit Neumünster
• sind im März 2.717 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen – zwei mehr als im Februar (plus 0,1 Prozent) und 278 weniger als ein Jahr zuvor (minus 9,3 Prozent).
• beträgt die Arbeitslosenquote wie im Februar 5,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,8 Prozent.
• wurden dem gAG-S im März 236 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet – 34 oder 12,6 Prozent weniger als im Februar und 35 oder 17,4 Prozent mehr als vor
einem Jahr.
 


Kurzarbeit

Im März 2022 (27.03.2022) haben in Mittelholstein 29 Betriebe neu oder erneut Kurzarbeit angemeldet. Die von den Betrieben in den Anzeigen benannte voraussichtliche Zahl der
dabei betroffenen Beschäftigten liegt für diesen Zeitraum bei 243. Im Vergleich zum März des Vorjahres sind dies 25 Anzeigen und 167 potentiell betroffene
Mitarbeitende weniger. Nicht berücksichtigt sind hier die bereits laufenden KuG-Fälle. „Für die Abrechnung der Kurzarbeit haben Unternehmen drei Monate Zeit. Nunmehr liegen
die finalen Daten für die Inanspruchnahme für den Monat November 2021 auf Agenturebene vor,“ erklärt Bagger. In Mittelholstein sank danach die Anzahl der
kurzarbeitenden Betriebe auf insgesamt 269 (neun weniger als im Oktober). Die Zahl der kurzarbeitenden Beschäftigten stieg auf 1.045 (sieben mehr als im Oktober). Am stärksten
von Kurzarbeit betroffen sind die Wirtschaftszweige Einzelhandel, Gastronomie und Großhandel.