04.01.2019 | Presseinfo Nr. 1

Arbeitsmarkt zum Jahresabschluss zeigt übliche Saisoneffekte

Im Dezember ist die Arbeitslosigkeit saisonbedingt angestiegen. Aktuell sind 16.867 Menschen arbeitslos gemeldet, 375 mehr als im letzten Monat und 1.562 weniger als im Dezember letzten Jahres. Damit liegt die Arbeitslosigkeit weiter unter der Marke von 17.000, die erstmals im September dieses Jahres unterschritten wurde. Die Arbeitslosenquote leicht um 0,2 Prozentpunkte und liegt jetzt bei 5,8 Prozent. Im Dezember 2017 betrug die Arbeitslosenquote noch 6,3 Prozent.

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, jeden Monat gibt es viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Im Dezember haben sich insgesamt 1.520 Menschen nach einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos gemeldet, 1.307 davon in den Arbeitsagenturen (Rechtskreis SGB III) und 213 in den Jobcentern (Rechtskreis SGB II). Gleichzeitig haben 807 Menschen eine neue Arbeitsstelle gefunden, 563 davon waren vorher in den Arbeitsagenturen arbeitslos gemeldet und 244 in den Jobcentern.

„Für die Jahreszeit ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit üblich. Insbesondere Menschen, die in den klassischen Außenberufen in der Bau- sowie Land- und Forstwirtschaft tätig sind, haben sich in diesem Monat arbeitslos gemeldet. Zusätzlich sind arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ausgelaufen, wie zum Beispiel Arbeitsgelegenheiten und das Bundesprogramm Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ bilanziert Cornelie Schlegel.

Die Personalnachfrage hat zum Jahresende nochmals deutlich angezogen. Insgesamt sind im Dezember etwas mehr als 1.000 Stellen neu gemeldet worden. Seit Januar 2018 sind es fast 13.000 Arbeitsstellen, 665 weniger als im Vorjahreszeitraum. Insbesondere Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, Handel, Gesundheits- und Sozialwesen und der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften suchen Personal. Im Bereich Lager und Logistik ist die Personalnachfrage im Vorjahresvergleich deutlich rückläufig. Besonders gefragt sind weiterhin Fachkräfte in den Bereichen Mechatronik, Energie- und Elektroberufe, Metall, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Berufskraftfahrer und medizinische Gesundheitsberufe.

„Im Januar steigt Arbeitslosigkeit regelmäßig deutlich. Aus den klassischen Außenberufen wie der Land-, Forst- und Bauwirtschaft, dem Handel, Gastgewerbe und dem Bereich Verkehr und Lagerei erwarten wir verstärkt Arbeitslosmeldungen. Nicht nur die Witterung bestimmt den Anstieg der Arbeitslosigkeit. Das Weihnachts- und Feiertagsgeschäft, zum Beispiel im Handel und Hotel- und Gaststättengewerbe, ist vorbei und zusätzlich an Bord genommenes Personal wird entlassen“ prognostiziert Schlegel den kommenden Monat.

 

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsmarktjahr 2017/18 endete am 30. September 2018. Im Ergebnis blieben mehr junge Menschen ohne Ausbildungsplatz und mehr Betriebe konnten ihre Ausbildungsstellen nicht besetzen. Seit dem 30. September haben sich zu den bis dahin 183 unversorgten Bewerbern weitere 62 junge Menschen gemeldet, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind.

„Wir haben in den letzten drei Monaten des Jahres alle Aktivitäten und Netzwerke genutzt, um den unversorgten Jugendlichen eine Perspektive in die duale Ausbildung zu ermöglichen. Auch nach dem 30. September haben die Betriebe insgesamt 463 betriebliche Ausbildungsstellen angeboten. Aktuell sind noch 58 Ausbildungsstellen offen und die Unternehmen versuchen jetzt Bewerberinnen und Bewerber für den Herbst 2019 zu gewinnen“ bilanziert Schlegel die Ergebnisse zum Jahresende.

Zum aktuellen Ausbildungsmarktjahr mit Beginn 1. Oktober 2018 und Ende 30. September 2019 stehen erstmals Ende Januar 2019 Daten zur Verfügung.