15.02.2019 | Presseinfo Nr. 11

Arbeitslosigkeit steigt im Januar

Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt deutlich
 

Wie erwartet ist die Arbeitslosigkeit im Januar deutlich gestiegen. Ursächlich ist nicht nur das winterliche Wetter. Zum Jahresende sind mit dem Auslaufen des Weihnachts- und Feiertagsgeschäfts viele Beschäftigungen in Handel, Lager/Logistik, Tourismus und Gastgewerbe beendet worden. Gleichzeitig werden von den Betrieben weniger Arbeitskräfte eingestellt und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen laufen aus. Aktuell sind 18.544 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.677 mehr als im letzten Monat und 1.440 weniger als im Januar 2018. Die Arbeitslosenquote ist zum Vormonat um 0,5 Prozentpunkte gestiegen, sie liegt jetzt bei 6,3 Prozent. Im Januar 2018 betrug die Arbeitslosenquote noch 6,9 Prozent.

Insgesamt haben sich 2.389 Menschen nach einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos gemeldet, davon werden 90 Prozent oder 2.151 von den Arbeitsagenturen (Rechtskreis SGB III) betreut. Gleichzeitig haben 933 Menschen eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt aufgenommen, 720 davon waren vorher in den Arbeitsagenturen arbeitslos gemeldet und 213 in den Jobcentern. Der winterliche Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft vorrangig den Rechtskreis SGB III mit 19 Prozent, in den Jobcentern steigt sie mit plus 4,9 Prozent deutlich schwächer.

 

„Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Monat Januar überrascht nicht. Wichtig für die Region ist es, die sehr gute Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren zu betrachten. Im Januar 2014 – also vor fünf Jahren - waren noch etwas mehr als 30.000 Menschen arbeitslos, vor einem Jahr fast 20.000“ bilanziert Cornelie Schlegel.

Die Personalnachfrage liegt auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Insgesamt sind im Januar 856 Stellen neu gemeldet worden. Insbesondere Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel, dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem öffentlichen Dienst und der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften suchen Personal. Besonders gefragt sind weiterhin Fachkräfte in den Bereichen Mechatronik, Energie- und Elektroberufe, Metall, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Berufskraftfahrer und medizinische Gesundheitsberufe.

 

„Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich aktuell von internationalen Krisen wie Brexit und Handelskriegen unbeeindruckt. Der jetzige Kälteeinbruch könnte die Arbeitslosigkeit im Februar noch einmal leicht steigen lassen“ so Cornelie Schlegel

 

Ausbildungsmarkt
 

Seit Beginn des Berichtsjahres haben sich 1.335 junge Menschen gemeldet, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Dem stehen aktuell 1.845 offene Ausbildungsstellen gegenüber. Aufgrund des individuellen Meldeverhaltens der Jugendlichen und der Betriebe ist ein belastbarer Vergleich zum Vorjahr erst ab März 2019 möglich. „In der nächsten Woche stehen die Halbjahreszeugnisse an. Dies ist ein guter Zeitpunkt, die Suche nach einem Ausbildungsplatz zu intensivieren bzw. sich spätestens jetzt aktiv mit dem Thema Berufswahl zu befassen.  Wer noch unentschlossen ist oder Unterstützung benötigt, sollte sich umgehend an die Berufsberatung der Arbeitsagentur wenden“ rät Schlegel.